Im Museum für Ostasiatische Kunst in Köln steht 2026 ganz im Zeichen eines der faszinierendsten Tiere der Kulturgeschichte: Das Pferd. Anlässlich des ostasiatischen Mondjahres des Feuerpferdes lädt die Ausstellung „Zum Mondjahr des Pferdes – Ein Galopp durch Zeit und Raum“ zu einer eindrucksvollen Reise durch mehr als zwei Jahrtausende Kunst- und Kulturgeschichte ein.
Die Schau widmet sich dem Pferd als bedeutungsstarkem Motiv in China, Japan und Korea. Seit über 2.000 Jahren gilt es dort als Symbol für Stärke, Macht und Tugend, als Statussymbol, militärischer Gefährte und mythologisches Wesen. Dabei zeigt die Ausstellung eindrucksvoll, wie das Pferd in verschiedenen kulturellen Kontexten erscheint – als himmlisches Reittier, in religiösen Ritualen oder als Begleiter von Herrschern und Kriegern.
70 Exponate
Rund 70 Exponate aus der eigenen Sammlung sowie ausgewählte Leihgaben illustrieren die Vielfalt des Themas. Zu sehen sind unter anderem Malereien, japanische Farbholzschnitte, Keramiken und Porzellane, Bronzeskulpturen, Lackarbeiten, Textilien und Elfenbeinschnitzereien. Sie stammen aus einem Zeitraum vom 3. Jahrhundert vor Christus bis in die Moderne und eröffnen spannende Einblicke in Kunst, Mythos und Alltag in Ostasien.
Ein besonderes Highlight ist eine künstlerisch animierte Interpretation der berühmten chinesischen Querrolle „Herbstliche Treibjagd“, die historische Darstellungen in bewegte Bilder übersetzt. Insgesamt entsteht so eine vielschichtige kulturhistorische Erzählung, die weit über kunsthistorische Betrachtungen hinausgeht.