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Lappenclown oder Kunstwerk?

Das Richter-Fenster

Das Fenster von Gerhard Richter im Kölner Dom hat sich mittlerweile zu einem Besuchermagneten entwickelt. Die anfängliche Skepsis an dem außergewöhnlich bunten Kirchenfenster, dass einige Betrachter an ein gestörtes Bildsignal im Fernsehen erinnert, hat sich gelegt.

Jährlich besichtigen rund sechs Millionen Touristen aus der ganzen Welt den Kölner Dom. Wie viele davon allein für die Richter-Arbeit kommen, wird zwar nicht erfasst, allerdings erkundigen sich viele Besucher speziell danach.

"Rund 80 Prozent aller Besucher finden dieses Fenster ganz toll und kommen immer wieder, um zu gucken", so die ehemalige Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner. "Viele Fans kommen sogar zu unterschiedlichen Zeiten, um das Fenster in verschiedenen Lichtsituationen zu erleben."

Richter-Fenster im Dom wurde noch nie geputzt

Dass sich seit seiner Einweihung am 25. August 2007 schon ein wenig Staub auf dem rund 106 Quadratmeter großen Fenster abgelegt habe, stört wohl keinen, den Fenster werden grundsätzlich im dom nicht geputzt. Auch für den weltweit gefragten Richter wird da keine Ausnahme gemacht.

Die anfängliche Skepsis an dem abstrakten Fenster aus tausenden Quadraten und 72 verschiedenen Farben, ist mit den Jahren zurück gegangen. Im Vorfeld des Projekts hatte es große Kritik gehagelt: Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hatte erklärt, dass das Fenster in seiner abstrakten Form genauso gut in einer Moschee oder einem Gebetshaus hängen könnte.

Gehard Richter meidet sein Fenster im Kölner Dom

Anders als Domliebhaber und Touristen meidet Gegenwartskünstler Gerhard Richter sein Fenster im Kölner Dom. "Er kommt nicht oft in den Dom", sagte Dietmar Elger, Leiter des Gerhard-Richter-Archivs. Der mittlerweile 80-jährige Maler gehe nicht oft in die Stadt und bleibe lieber in seinem Kölner Atelier. (dapd-nrw/vn/kb)

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