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koeln.de

Nach der Legende die Kirche über einem Massengrab

St. Gereon

(Foto: © Raimond Spekking /CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)

Historie

Die ersten verifizierten Erwähnungen von St. Gereon stammen aus dem Jahre 839 nach Christus. Ein Münzfund bei Ausgrabungen im Zuge der Reparaturarbeiten nach dem Zweiten Weltkrieg belegt allerdings, dass zumindest die ovale Grundform schon Mitte des vierten Jahrhunderts gestanden haben  muss. Der Fund widerlegt aber auch die Legende, nach der die Römische Kaiserin Helena (gestorben um 336 n.Chr.) die Kirche über eine Blutbrunnen errichtet haben soll. In dem sollen demnach die Leichen von knapp 700 Soldaten liegen, die sich weigerten, den Auftrag von Helenas Sohn Kaiser Konstantin auszuführen, alle Kölner Christen umzubringen. Die zwei ihrerseits christlichen thebäischen und mauretanischen Legionen wurde daraufhin hingerichtet und in den Brunnen geworfen. Heerführer der thebäischen Legion war ein Feldherr namens Gereon.

Die im Ursprung ovale Form maß damals 24 mal 19 Meter Grundfläche. Der Kuppelbau war damit das gewaltigste Gebäude seiner Zeit. Die glänzenden Mosaikverzierungen bescherten ihm den Beinamen "die goldenen Heiligen". Im Jahre 1069 wurde der Bau durch den Langchor ergänzt, 1170 wurden Türme und Ostapsis fertig gestellt. Weitere fünfzig Jahre später erhielt St. Gereon mit dem Umbau des Ovals zu einem Zehneck, dem sogenannten "Dekagon", seine endgültige Grundform. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die nur noch geringfügig durch den Anbau eine kleinen Kapelle an der Südseite verändert.

In ihr bewachen zwei große Löwen den Eingang zum Dekagon, die zu unterschiedlich sind, um von einem Künstler zu stammen. Man vermutet sogar, dass beide aus anderen Gebäuden in St. Gereons überführt wurden. Ebenfalls findet sich dort eine Pietà des Düsseldorfer Künstlers Johann Reiss im Stile Michelangelos. Gleich hinter dem Eingang zur zehneckigen Haupthalle befindet sich die sogenannte Blutsäule. Sie gehört auch zur Legende der dahingemeuchelten Soldaten, deren Blut auf ihr gelandet sein soll.

Fortan glaubten die Kirchgänger fest daran, dass die Säule Gut und Böse unterscheiden könne. Unter anderen soll die Säule den fränkischen König Theuderich für den Mord an seinem Bruder für böse gehalten haben. Die ausgestoßene Warnung nahm der König aber nicht ernst und wurde kurz darauf samt seiner Familie vergiftet.

Der im Zweiten Weltkrieg stark zerstörte spätstaufische Kuppelbau war lange Zeit einsturzgefährdet und wurde erst 1984 wieder voll saniert der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Neben unzähligen Wand- und Fensterbildern, Statuen und anderen Verzierungen stellt der Hochaltar aus weißem und schwarzem Marmor mit vielen Goldapplikationen einen der Höhepunkte der Führung dar. Sehenswert ist auch der etwas sonderliche Grundriss, der in der Vorhalle als Bronze-Model ausgestellt ist.

 

Information


Besichtigungen:
Mo-Sa 9.00-12.30 Uhr
Mo-Fr, so 13.30-18.00 Uhr

Krypta für Führungen geöffnet:
Mi 13.30-18.00 Uhr
Sa 9.00-12.30 Uhr

Hinweis: Für Gruppen Vorbestellung erforderlich!.

Adresse

Gereonsdriesch 2-4
50670 Köln
Tel.: 0221 / 134922
Fax: 0221 / 1390306
www.stgereon.de

Anfahrt


Fahrplanauskunft

Straßenbahn: 6, 15, 12 Haltestelle Christophstraße/Mediapark

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