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koeln.de

Die Geschichte vom Drachentöter

St. Georg

(Foto © Raimond Spekking / CC-BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)

Historie

Der heilige Georg war in Ende des dritten Jahrhunderts unter dem oströmischen Kaiser Diokletian Offizier einer kaiserlichen Legion. Da er beharrlich an der damals noch nicht autorisierten christlichen Religion festhielt, musste er um 303 den Märtyrertod durch Enthauptung sterben. Seit dem 7. Jahrhundert ist seine Verehrung als Heiliger zu verfolgen sowohl im griechisch-orthodoxen Bereich als auch in Rom. Im 11. Jahrhundert wurde die Gestalt Georgs eingebettet in die volkstümliche Legende des Drachentöters, der eine Königstochter vor dem hungrigen Ungeheuer rettete. Besondere Bedeutung kommt ihm zu als Beschützer im Kampf gegen die Nichtchristen.

Das Patrozinium des heiligen Georg wählte Anno II. für seine Kölner Gründung wohl in Erinnerung an seine Zeit als Bamberger Scholaster, da der Ritter-Heilige im dortigen Bistum neben dem heiligen Petrus besondere Verehrung genoss. Im Jahr 1067 wurden die Reliquien des heiligen Georg in den Kirchenbau übertragen.

Vermutlich zur Zeit der Merowinger (5. bis 8. Jahrhundert) wurde auf einem Teil der Fundamente das Cäsarius-Oratorium gebaut. An der Stelle des Oratoriums steht seit den 1930er Jahren der Kreuzaltar. St. Georg und St. Jakob im Mercator Plan (1571)

Im 11. Jahrhundert kommt es unter Erzbischof Anno II. (1056–1075) in der vor den Mauern liegenden Gemarkung Oversburg zum Bau einer dreischiffigen Säulenbasilika samt Querbau. Die Seitenschiffe des Querbaus besaßen Tonnengewölbe, während das Langhaus von einer Holzdecke abgeschlossen wurde. Der ursprüngliche Westchor muss schließlich etwa einhundert Jahre später einem repräsentativen Westbau weichen, der allerdings nicht nach den ursprünglichen Plänen abgeschlossen wurde. Zudem wurde das Hauptschiff eingewölbt. Noch heute lassen sich in dem in die Straße hineinragenden Bau die Ansätze für eine Zwerggalerie erkennen.

Weitere Bauphasen waren der Renaissance und dem Barock geschuldet. Die nördliche Vorhalle wurde 1551/52 errichtet und verband die Stiftskirche St. Georg mit der ehemaligen benachbarten bescheideneren Pfarrkirche St. Jakob, die 1825 bei der Anlage der Georgstraße niedergelegt wurde. St. Georg war sodann Pfarrkirche. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Kirche wegen drohender Einsturzgefahr von 1928 bis 1930 grundlegend saniert. Die ursprüngliche romanische Farbigkeit wurde nicht wiederhergestellt, sondern dem aktuellen Zeitgeist entsprechend innen schlicht geweißt. Aus dieser Bauphase stammen die farbigen Fenster Jan Thorn Prikkers.

Die südliche Renaissancevorhalle von 1536 fiel den Bomben des Zweiten Weltkrieges zum Opfer und wurde nicht wieder aufgebaut. Dem ebenfalls zerstörten barocken Dach des Westbaus folgte in der Zeit des Wiederaufbaus der Kirche ein schmuckloses Pyramidendach.

Besichtigungen

tägl.: 08.30-18.00Uhr
Führungen nur nach Absprache mit dem Pfarramt

Adresse

Waidmarkt/Georgsplatz 17
50676 Köln
Tel.: 0221/8888130
www.georg-koeln.de

Anfahrt

Fahrplanauskunft

St. Georg im Stadtplan

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