Köln (ots) –
Die Polizei Köln hat erneut Fälle von sogenannten „Schockanrufen“ registriert, bei denen Telefonbetrüger, insbesondere Senioren und Seniorinnen um ihr Erspartes bringen.
Zwei aktuelle Fälle vom 26. Februar:
Im Kölner Westen kontaktierte ein Unbekannter telefonisch eine Seniorin und gab sich als Polizeibeamter aus. Er schilderte, in der Nachbarschaft seien Einbrecher festgenommen worden, die auch für Einbrüche in Bankschließfächer – unter anderem in Gelsenkirchen – verantwortlich seien. Die verängstige Frau holte ihre Wertgegenstände aus dem Schließfach und übergab diese wenig später an einen Boten.
In Leverkusen gab sich der Anrufer als Enkel einer Seniorin aus und behauptete schwer an Corona erkrankt zu sein. Im Glauben eine notwendige Behandlung zu bezahlen, händigte die Frau ebenfalls Bargeld und Schmuck aus.
In beiden Fällen entstand ein hoher Gesamtschaden – nicht nur finanzieller Art.
Aufklärung bleibt wichtig!
Der sogenannte „Schockanruf“ ist eine der häufigsten Maschen. Mit dramatischen Geschichten – etwa über angebliche Unfälle oder Notlagen naher Angehöriger – setzen Täter ihre meist älteren Opfer massiv unter Druck. Angst, Zeitdruck und emotionale Überforderung führen dazu, dass Betroffene Geld oder Wertsachen übergeben. Eine Handlung, die sie im Nachhinein oft selbst kaum erklären können.
Im Rahmen eines digitalen Wohnzimmergesprächs am 4. März von 11 bis 12.30 Uhr beleuchten Expertinnen gemeinsam mit einer Betroffenen die Hintergründe dieser perfiden Betrugsform und geben konkrete Handlungsempfehlungen. Im Mittelpunkt stehen die folgenden Fragen:
– Warum funktionieren Schockanrufe trotz Aufklärung noch immer?
– Welche psychologischen Mechanismen nutzen Täter gezielt aus, um
ihre Opfer handlungsunfähig zu machen?
– Wie kann man sich vor derartigen Anrufen wirksam schützen?
– Wer hilft, wenn Betroffene nach einem Schockanruf unter massiven
emotionalen Belastungen leiden?
Über ihre persönliche Erfahrung berichtet Eva Ostmann, die selbst Opfer eines Schockanrufs wurde und sich bereit erklärt hat, ihre Geschichte zu teilen.
Fachliche Einordnungen und Präventionstipps geben:
– Martina Böhmer, Fachberaterin für geriatrische
Psychotraumatologie, paula e.V
– Anja Kleck, Opferschutzbeauftragte der Polizei Köln
– Sigrid Jung, Seniorenprävention der Polizei Köln
– Marie Duske, Kriminalprävention der Polizei
Rheinisch-Bergischer-Kreis
Die kostenfreie Online-Veranstaltung richtet sich an alle, die beruflich oder privat mit älteren Menschen zu tun haben – darunter Seniorennetzwerke und -vertretungen, Sozialverbände, kommunale Einrichtungen sowie Angehörige von Seniorinnen und Senioren.
Interessierte können sich unter dem Link https://beteiligung.nrw.de/portal/pp_koeln/beteiligung/themen/1021730 anmelden. (al)
Rückfragen von Medienvertretern bitte an:
Polizeipräsidium Köln
Pressestelle
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