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koeln.de

Falsche Polizisten - Fahndung

Köln (ots) - Zweimal innerhalb von einer Stunde haben "falsche Polizisten" am Freitagnachmittag (22. März) in Köln Ausländer bei vorgetäuschten Fahrzeugkontrollen mehrere tausend Euro gestohlen. In beiden Fällen suchten sich die Täter Fahrzeuge mit Auslandskennzeichen aus. Nach Vorhalten eines falschen Polizei-Ausweises gaben die Betrüger vor, die Ausweispapiere und das mitgeführte Bargeld der Fahrer auf Echtheit prüfen zu wollen. In beiden Fällen flüchteten die "falschen Beamten" mit dem erbeuteten Bargeld, in einem Fall stahlen sie auch Ausweise und Geldkarten.

Erster Fall

In Köln-Porz schlugen drei Betrüger um 15 Uhr auf einem Supermarktparkplatz in der Friedrich-Naumann-Straße zu. Als drei aus der Ukraine stammende Männer ihren Wagen beladen wollten, sprach einer der Diebe sie an und begann mit der vorgetäuschten Überprüfung. Während der Ausweiskontrolle stahl der "falsche Polizist" unbemerkt das Bargeld und gab das Portemonnaie wieder zurück. Dass Zivilfahnder der deutschen Polizei in einem dunkelbraunen Peugeot mit französischem Kennzeichen unterwegs sind, kam den Ukrainern zwar seltsam vor, dass sie Opfer eines Diebstahls geworden waren, stellten sie indes erst später fest.

Täterbeschreibung im ersten Fall

Einer der Männer war 1,65 Meter groß und schlank. Er hatte einen dunklen Teint und das schwarze Haar nach hinten gekämmt. Zur Tatzeit trug er eine dunkle Sonnenbrille und ein grünes Jackett. Sein Komplize wird von Zeugen als 1,75 groß, muskulös und ebenfalls mit dunklem Teint beschreiben. Er hatte schwarzes Haar und trug ein dunkles Oberteil. Zum dritten Täter liegen keine Angaben vor, da er den Peugeot nicht verlassen hat.

Zweiter Fall

Um 16 Uhr schlugen Diebe auf der A3 am Autobahndreieck Heumar mit gleicher Masche zu. Aus einem schwarzen Skoda heraus hielten sie einen in Richtung Frankfurt fahrenden albanischen Lkw an und stoppten so nah hinter dem Lastwagen, dass der Fahrer das Kennzeichen nicht sehen konnte. Dieses Mal forderten die Unbekannten den Fahrer auf, während der Überprüfung im Lkw sitzen zu bleiben. Als der schwarze Skoda vom Standstreifen auf die A3 zog und beschleunigte, gelang es dem Lkw-Fahrer in der Aufregung nicht, sich das Kennzeichen zu merken.

Täterbeschreibung im zweiten Fall

Der "falsche Polizist" soll zwischen 35 und 40 Jahre alt und ungefähr 1,75 groß sein. Nach Aussage von Zeugen hatte er kurze schwarze Haare und trug zur Tatzeit ein weißes Hemd und ein schwarzes Jackett. Er soll bulgarischer oder rumänischer Herkunft sein. Die beiden anderen Diebe haben den Skoda nicht verlassen.

Die Ermittler des Kriminalkommissariats 74 fragen:

Wer war am Freitag an den beschriebenen Tatorten unterwegs und kann Angaben zu verdächtigen Personen oder den Tatfahrzeugen machen? Wer hat die "Kontrollen" beobachtet und kann Hinweise zu den Flüchtigen geben? Die Polizei bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de. (no)


(2019-03-25T16:47:08+0100)

(Erstellt am 25. März 2019 - 17:47 Uhr; aktualisiert 25. März 2019 - 18:03 Uhr)

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