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Achtung: Falsche Polizisten rufen wieder in Köln an - 12 Anrufe am 7. Januar - 54-Jährige übergibt

Köln (ots) - Nach der Zerschlagung mehrerer Call-Center im türkischen Izmir Anfang Dezember hatten die Anrufe "falscher Polizisten" in Köln und Leverkusen nahezu aufgehört. Noch Anfang der Woche prognostizierte der Kölner Kripo-Chef Klaus-Stephan Becker in einem Interview in einer regionalen Zeitung jedoch die Ruhe vor dem Sturm: "Die Taten sind einfach zu lukrativ. Neue Täter werden versuchen, die Lücken zu schließen." Schnell bewahrheitet sich nun die ernüchternde Prognose des Leitenden Kriminaldirektors. Am 7. Januar erreichten 12 Meldungen besorgter Bürgerinnen und Bürger aus dem Kölner Stadtgebiet die Ermittler des Kriminalkommissariats 25. In einem Fall erbeuteten Betrüger in Köln-Ensen mehrere Tausend Euro einer 54-jährigen Frau.

Bereits am Vorabend (6. Januar) hatten die falschen Polizisten die Berufstätige (54) mit den Worten kontaktiert "Sie sind Opfer eines Bankbetrugs. Das haben unsere verdeckten Ermittlungen ergeben. Bei Ihrer Bank gibt es einen Spitzel, der Ihre Daten herausgegeben hat. Er wird morgen vernommen. Nach seinem Geständnis helfen wir Ihnen bei der Sicherung Ihres Geldes. Dazu rufen wir Sie morgen früh an und vereinbaren mit Ihnen die Übergabe." Die Frau meldete sich auf Anforderung noch am selben Abend für den nächsten Tag bei Ihrem Arbeitgeber krank - im Glauben, der "echten" Polizei zu helfen.

Am nächsten Morgen meldete sich der Betrüger gegen neun Uhr. Er forderte sie auf, ihre gesamten Ersparnisse von der Bank zu holen und an seinen Kollegen zu übergeben, der zur Abholung bei ihr vorbei kommen würde. Als es an der Tür klingelte, übergab sie das Geld. Für ihre Mithilfe bei polizeilichen Ermittlungen versprach ihr der Betrüger 10.000 Euro nach der Abholung. Sie solle dazu auf einen Rückruf warten. Als die 54-Jährige mehrere Stunden später immer noch keinen Anruf erhalten hatte, ging sie zur Polizei. Diese klärte sie über den Betrug auf.

Die Polizei Köln warnt vor der Betrüger-Masche.

- Sensibilisieren Sie Ihr Umfeld und geben Sie folgende Tipps weiter - Erteilen Sie am Telefon nie Auskunft über Ihre Ersparnisse oder Vermögensverhältnissen. Die "echte" Polizei wird sie nie danach fragen. - Geben Sie nie Geld, Schmuck oder andere Wertgegenstände heraus. Die "echte" Polizei wird sie nie dazu auffordern. - Seien Sie immer misstrauisch, legen Sie bei verdächtigen Anrufen auf (Telefonverbindung muss getrennt sein). Wählen Sie anschließend nach dem Freizeichen nur die "110" (ohne Sternchen* oder Raute #). - Informieren Sie in jedem Fall Ihr Umfeld über verdächtige Anrufe. (kw/cs)


(2021-01-08T14:12:55)

(Erstellt am 8. Januar 2021 - 14:12 Uhr; aktualisiert 8. Januar 2021 - 15:03 Uhr)

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