Yayoi Kusama Ausstellung

YAYOI KUSAMA beim arbeiten
Yayoi Kusama

Yayoi Kusama zählt zu den international bekanntesten Künstlerinnen unserer Zeit – ihre begehbaren Spiegelräume machten sie weltberühmt, und die charakteristischen Polka-Dots sind längst zu einem unverkennbaren Markenzeichen geworden. Zum Jubiläumsjahr präsentiert das Museum Ludwig eine umfassende Überblicksausstellung, die mehr als sieben Jahrzehnte ihres Schaffens abbildet. B

Bereits die große Schenkung von Peter und Irene Ludwig, die 1976 zur Gründung des Museums führte, enthielt ein Werk Kusamas – ein früher Hinweis auf die enge Verbindung zwischen der Künstlerin und dem Haus. Neben ikonischen Arbeiten sind in Köln auch Werke zu sehen, die noch nie zuvor in Europa gezeigt wurden. Ein besonderes Highlight bildet der neue Infinity Mirror Room, den Kusama eigens für das Museum realisiert.

Alles stets im Wandel

Die 1929 im japanischen Matsumoto geborene Künstlerin übersiedelte 1957 in die USA und wurde dort schnell zu einer zentralen Figur der progressiven New Yorker Kunstszene der 1960er Jahre. Nach ihrer Rückkehr nach Japan entwickelte sie ihre visuelle Sprache aus repetitiven Formen und Mustern weiter und schuf ein unverwechselbares, tief persönliches Werk. Kusama scheut sich nicht, existenzielle Themen wie Vergänglichkeit, Schmerz, Krankheit oder innere Seelenzustände zu verhandeln.

Ihre Kunst speist sich aus autobiografischen Erlebnissen und intensiven Gefühlen – und wird so zu einem Spiegel des eigenen Wesens wie auch zu einer Botschaft an die Außenwelt. Ihr zentrales künstlerisches Prinzip bleibt die Vorstellung, dass alles im steten Wandel begriffen ist und niemals endet – ein Gedanke, den Besucher in ihren immersiven Installationen unmittelbar erfahren.

Mehrere großformatige installative Arbeiten

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit der Fondation Beyeler (12. Oktober 2025–25. Januar 2026) sowie dem Stedelijk Museum in Amsterdam (12. September 2026–17. Januar 2027). Die Kölner Station zeigt zudem mehrere großformatige installative Arbeiten, die nicht in Basel zu sehen sein werden – darunter Kusamas erste Installation Aggregation: One Thousand Boats Show von 1963, das schwarze Licht durchflutete Environment I’m Here but Nothing (2000–heute) mit zahllosen fluoreszierenden Punkten sowie die monumental farbigen Bronze-Skulpturen Flowers, die auf der Dachterrasse des Museum Ludwig präsentiert werden.

Heinrich-Böll-Platz
50667 Köln