Hans Georg Esch. Der architektonische Blick – epochal – global

Vom 11. Juni bis zum 27. September 2026 zeigt das Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) die Sonderausstellung„Hans Georg Esch: Der architektonische Blick · epochal – global“. Die Schau lädt euch ein zu einer visuellen Reise durch die Architekturgeschichte der Welt – gesehen durch die Kamera eines der renommiertesten deutschen Architekturfotografen unserer Zeit. Großformatige Fotografien, serielle Bildstrecken und ikonische Motive verdichten Bauwerke, Städte und Details zu einer eindrucksvollen Gesamtschau. Wer Architektur nicht nur betrachten, sondern neu verstehen möchte, findet hier einen starken Einstieg.

Architektur als globales Phänomen

Hans Georg Esch richtet seinen Blick auf Architektur als epochen- und kulturübergreifendes Thema. In der Ausstellung begegnet ihr Bauwerken aus unterschiedlichen Zeiten und Regionen: von den antiken Strukturen Pompejis über die Hohe Domkirche zu Köln bis hin zu internationalen Ikonen wie dem Chrysler Building in New York oder zeitgenössischen Großprojekten wie dem Flughafen von Abu Dhabi, der 2025 in Betrieb genommen wurde. Auch Städte und Orte wie Beijing, Hongkong, Shibam im Jemen oder Neviges im Bergischen Land sind vertreten. So entsteht ein Panorama, das Architektur als weltweites kulturelles Ausdrucksmedium erfahrbar macht.

Der persönliche „architektonische Blick“

Zentrales Thema der Ausstellung ist Eschs individueller Zugang zur Architekturfotografie. Gebäude, urbane Räume, Entwurfsdetails und Panoramen verwandeln sich durch seine Bildsprache in eigenständige, ikonische Motive – unabhängig von ihrem geografischen oder kulturellen Kontext. Das MAKK zeigt großformatige „Masterpieces“ ebenso wie seriell angelegte Bildstrecken, die Zusammenhänge sichtbar machen und den Blick für Details schärfen. Die Ausstellung macht deutlich, wie sehr das fotografische Bild unsere Wahrnehmung von Architektur prägt – ganz im Sinne der bekannten These der Pop Art, dass erst das Foto unser Bild vom Objekt bestimmt.

Hans Georg Esch, 1964 in Neuwied geboren, arbeitet seit über 40 Jahren sowohl als Auftragsfotograf als auch künstlerisch autonom an eigenen Projekten und Fotobüchern. Seine Motive sind die Architekturen der Welt – von historischen Bauwerken bis zu zeitgenössischen Entwürfen. „Der architektonische Blick · epochal – global“ ist seine zweite umfassende Museumsausstellung und bündelt zentrale Arbeiten seines Schaffens in einer konzentrierten Auswahl. Das MAKK präsentiert damit eine Werkschau, die sowohl Fachpublikum als auch architekturinteressierte Besucherinnen und Besucher anspricht