Köln (ots) –
Staatsanwaltschaft und Polizei Köln geben bekannt:
Nach mehreren Raubstraftaten zum Nachteil von Fans von Borussia Mönchengladbach hat die Polizei Köln am Donnerstagmorgen (1. Oktober) die elterliche Wohnung eines 17-jährigen Tatverdächtigen im Kreis Heinsberg durchsucht. Ihm wird vorgeworfen, zwischen Mai und September am Bahnhof Köln-Ehrenfeld an mindestens drei Übergriffen auf Fußballfans beteiligt gewesen zu sein.
Am 16. Mai soll er gemeinsam mit zwei weiteren Beteiligten einen Fan auf dem Bahnsteig umringt und angegriffen haben. Sie sollen auf den Mann eingeschlagen und ihn getreten haben, um dessen Fanschal zu rauben.
Am 15. August und am 5. September soll der 17-Jährige erneut Fußballfans angegriffen und bedroht haben. Dabei sollen die Täter die Herausgabe eines Trikots beziehungsweise eines Schals gefordert haben. In einem Fall ging eine Zeugin erfolgreich dazwischen.
Nach intensiven Ermittlungen und der Auswertung von Videomaterial identifizierten szenekundige Beamte den 17-Jährigen als mutmaßlichen Tatverdächtigen. Daraufhin erwirkte die Kriminalpolizei auf Antrag der Staatsanwaltschaft Köln einen Durchsuchungsbeschluss für dessen Wohnanschrift im Kreis Heinsberg.
Bei der Durchsuchung mit Unterstützung der Kriminalpolizei Heinsberg und szenekundiger Beamten stellten die Einsatzkräfte unter anderem mutmaßliche Tatbekleidung und Handys sicher.
In diesem Zuge ergaben sich Hinweise auf einen weiteren, 14 Jahre alten Tatverdächtigen. Auch er wurde erkennungsdienstlich behandelt.
Die Ermittlungen zu den Taten, insbesondere zu einem dritten Tatverdächtigen, dauern an. (al/ts)
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