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Jahn-Coach Beierlorzer schwärmt

Wer tolle Spiele sehen will, muss ins Kölner Stadion

Acht Tore, Platzverweis, Elfmeter, fußballerische Slapstickeinlagen, Abschied vom Ex-Kapitän, Aufsteigsfeier - das Spiel des 1. FC Köln gegen Jahn Regensburg bot beste Unterhaltung. "Wenn ihr wirklich ein richtig tolles Spiel sehen wollt, müsst ihr ins Kölner Stadion gehen", sagt Gästecoach und FC-Kandidat Beierlorzer.

Von Tobias Gonscherowski

"Für Euch ist das echt eine blöde Situation", lachte der Regensburger Coach auf der obligatorischen Pressekonferenz nach dem Spiel seines Teams gegen den 1. FC Köln. Achim Beierlorzer hatte seinen Spaß, alle neugierigen Reporterfragen elegant zu umschiffen. Seit Tagen hält sich hartnäckig das Gerücht, dass der 51-Jährige im Sommer den Trainerposten beim 1. FC Köln übernimmt. Doch die formelle Bestätigung steht noch aus. Sie dürfte aber nur eine Frage der Zeit sein.

Mit seinem aktuellen Verein Jahn Regensburg gab der umworbene Trainer eine starke Bewerbung ab. Die Gäste waren nicht gekommen, um Staffage für die Kölner Meisterfeier zu sein. Sie wollten gewinnen und ballerten alleine 27 Mal aufs Kölner Gehäuse. Fünfmal musste der Kölner Keeper Timo Horn am Ende an seinem 26. Geburtstag die Kugel aus dem Netz holen.

Beierlorzer genoss diesen Auftritt sichtlich. Es kommt selten vor, dass der Gästetrainer mehr Fragen beantworten muss als sein Kölner Pendant. Diesmal war es so. "Für einen Reporter ist es ein super Ansatz, auch mal Geduld zu zeigen", riet der Coach. "Seit Mittwoch habe ich immer ein Statement gehabt, bei dem ich bleiben werde. Zu den Gerüchten sage ich nichts. Es macht erst Sinn, etwas zu verkünden, wenn etwas zu verkünden ist."

Sensationelles Stadion mit sensationellen Fans

Immerhin gestand Beierlorzer aber, dass das Kölner Umfeld ihn beeindruckt hat. "Vor drei Monaten habe ich zu meiner Familie gesagt: Wenn ihr wirklich ein richtig tolles Spiel sehen wollt, müsst ihr ins Kölner Stadion gehen", so der Regensburger Noch-Trainer. "Ich habe ihr die Karten organsisiert. Es ist ein sensationelles Stadion mit sensationellen Fans und einer Stimmung, die explodieren kann wie nach dem 1:3. Es ist einfach sensationell. Natürlich ist es toll hier."

 

Zurückhaltung sieht dann doch etwas anders auch. Auch Armin Veh, der Kölner Geschäftsführer Sport, bemühte sich nur halbherzig, Nebelkerzen zu zünden. Zwar sprach er auf Beierlorzer angesprochen nur im Konjunktiv. Am Ende aber lobte er den Kandidaten über den grünen Klee.

"Sie holen in Regensburg aus dem kleinen Etat das Optimum heraus und spielen auch noch ansehnlich Fußball", sagte Veh und verabschiedete sich "bis Morgen", auch wenn am Montag eigentlich gar kein Medientermin ansteht. Die Personalie Beierlorzer scheint also beschlossene Sache zu sein.

Beschlossene Sache ist auch das Karriereende von Matthias Lehmann. Nach sieben Jahren beim Effzeh absolvierte der langjährige Kapitän sein letztes Heimspiel im Geißbocktrikot. Er musste sogar eine komplette Spielhälfte ran und erledigte seinen Job nach der Pause sehr ordentlich. "Es war ganz schön wild, aber es hat Spaß gemacht, auch wenn die Lunge fast rausgesprungen wäre", sagte der bald 36-Jährige nach dem Abpfiff.

Sieben geile Jahre

Zuvor war Lehmann noch mit einem emotionalen Video geehrt worden, die Anhänger feierten den gebürtigen Ulmer, der in Köln nicht immer einen leichten Stand hatte, lautstark mit Sprechchören. "Es waren sieben geile Jahre und ich bin dankbar, dass ich so lange an dieser Geschichte teilhaben durfte. Mit dem Video haben mich die Hunde vom FC-TV richtig erwischt. Da konnte ich die Emotionen nicht mehr aufhalten." Zum Abschied wurde "Matze" auch noch von drei unterschiedlichen FC-Fangruppen mit Schals dekoriert, viel mehr geht nicht.

Die Fans kletterten nach dem Abpfiff in aller Ruhe über die Zäune, es war mehr eine Platzbegehung als ein Platzsturm. Die Kölner Mannschaft wurde pflichtbewusst, aber nicht überschwänglich geehrt, der Trainer André Pawlak in der PK mit einer Bierdusche bedacht.

Alle üblichen Rituale wurden abgespult, doch so richtig ausgelassen war die Meisterfeier im Stadion dann auch wieder nicht. Vielleicht war einfach zu viel in dieser Saison passiert. Das Saisonende kommt dann eher einer Erlösung gleich. Die Aufgabe direkter Wiederaufstieg wurde gemeistert. Doch die richtigen Herausforderungen kommen jetzt erst noch. (Foto: imago images/Moritz Müller)

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