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koeln.de

Der FC vor der neuen Saison

Wie gut gerüstet ist die Geißbockelf?

 

Fünf Wochen nach dem Trainingsauftakt steht für den 1. FC Köln das erste Pflichtspiel der Saison 2020/21 auf dem Programm. In der 1. Runde des DFB-Pokals trifft der Effzeh am Samstag um 15:30 Uhr nach getauschtem Heimrecht im RheinEnergie-Stadion auf den Regionalligisten VSG Altglienicke. Eine Woche später geht es in der Bundesliga zum Auftakt an gleicher Stelle gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Wie gut der FC für die neue Spielzeit gerüstet ist, hat koeln.de analysiert.

Von Tobias Gonscherowski

Nach einer turbulenten Saison mit einem Tausch der kompletten Vorstandsriege, nach einem Trainerwechsel und auch noch einer Veränderung auf dem Posten des Geschäftsführers Sport gelang dem 1. FC Köln dennoch weitgehend souverän der Klassenerhalt. Zehn überragende Partien zwischen dem 15. und 25. Spieltag reichten dafür aus. In dieser Zeit fuhr die Geißbockelf 24 ihrer am Ende 36 Punkte ein. Danach lief nicht mehr viel zusammen.

 

Jetzt sehnt sich der 1. FC Köln nach einer zumindest einigermaßen harmonischen Spielzeit ohne Abstiegssorgen. Doch die Vorzeichen dafür sehen nicht so gut aus. Denn die Folgen der Corona-Krise haben auch den FC hart getroffen. Die finanziellen Möglichkeiten sind sehr begrenzt, auf dem Transfermarkt konnte Manager Horst Heldt noch keine Coups landen.

Das Saisonziel "Klappt der Klassenerhalt, wäre das eine gute Leistung", gibt Horst Heldt die Erwartungshaltung des Clubs kurz und knapp wider. Die neue Bescheidenheit scheint angemessen zu sein. Denn das letzte halbe Jahr lieferte nur wenige Anhaltspunkte für allzu optimistisch formulierte Saisonziele. Der sportliche Trend im letzten Saisondrittel mit zehn Geisterspielen ohne Sieg, dem blamblen 1:6 zum Abschluss in Bremen und dem Abrutschen von Platz 10 auf 14 sorgte für Ernüchterung. 

Vereinsführung und Trainerteam sind gewarnt. Der schwache Abschluss wurde aufgearbeitet. Trainer Markus Gisdol weiß, worauf es nun ankommt. "Bei vielen etwa gleichertigen Teams spielt die Frage definitiv eine Rolle, wie gut du als Team bist. Und damit meine ich die Mannschaft, die Trainer, der Staff, unsere Ärzte, einfach alle. Das ist die Basis, um erfolgreich spielen zu können. Unser großes Ziel ist, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben."

Die Neuzugänge

Viel hat sich in Sachen Neuverpflichtungen noch nicht getan. Zwar ist viel Bewegung in den Mannschaftskader gekommen, doch echte Neuzugänge oder gar Verstärkungen, sind kaum auszumachen. Dennoch hat Horst Heldt in den vergangenen Wochen fleißig gearbeitet. Es galt vor allen Dingen, den nach der Rückkehr etlicher Leihspieler stark aufgeblähten Kader zu verringern. Das ist gelungen.

Spieler aus der zweiten Reihe wie Bartels, Bisseck, Hauptmann, Koziello, Ostrak, Schindler, Scott oder Verstraete wurden abgegeben oder verliehen. Aber auch Stützen wie die Leihspieler Mark Uth (Schalke 04) oder Toni Leistner (Queens Park Rangers) konnten nicht gehalten werden. Zudem ließ der FC erfahrene Haudegen wie Marcel Risse (Viktoria Köln) oder Simon Terodde (Hamburger SV) ziehen, die zuletzt zwar nicht mehr erste Wahl waren, deren Wort und Standing in der Kabine aber hoch waren. Geholt wurde mit Ron-Robert Zieler eine starke Nummer 2, die dem Stammkeeper Timo Horn echte Konkurrenz machen soll. Der von Hannover 96 ausgeliehene Weltmeister von 2014 kommt sicher nicht zurück in seine Geburtsstadt, um sich kampflos auf die Bank zu setzen.

Zurück in Köln sind auch wieder die zuletzt ausgeliehenen Jannes Horn, Salih Özcan, oder Frederik Sörensen. Dagegen platzte der Transfer von Paderborns von Verletzungen geplagten Stürmer Streli Mamba. Auch der Wechsel des griechischen Angreifers Dimitrios Limnios war nach dessen Corona-Erkrankung noch nicht in trockenen Tüchern.

"Dass wir uns bei Neuzugängen gerade schwer tun, hat ja nichts damit zu tun, dass wir keinen Plan und keine Ideen haben. Es liegt daran, dass wir finanziell ein sehr enges Korsett haben", erklärt Horst Heldt die zahlreichen Hängepartien, die sich durchaus noch bis zur Schließung der Transferliste am 5. Oktober hinziehen können. Denn in fast allen Mannschaftsteilen sollte sich noch etwas tun.

Vorher könnte sich der FC nur noch dann größere Sprünge leisten, wenn etwa Jhon Corodba doch noch für einen hohen Millionenbetrag transferiert werden könnte. Das allerdings würde die sportliche Substanz erheblich schwächen. Denn auf die Tore des Modelathleten aus Kolumbien (13 plus zwei Assists im Vorjahr) waren die Kölner in der vergangenen Saison angewiesen.

Der Trainer

Markus Gisdol übernahm im tristen November des Jahres 2020 fast schon ein Himmelfahrtskommando beim 1. FC Köln. Sein Vorgänger Achim Beierlorzer hatte ihm eine Mannschaft übergeben, die nicht harmonierte, miserable Laufwerte aufwies, die Vorstellungen des Coaches nicht umsetzte, auf Platz 17 stand und acht von elf Bundesliga-Spielen verloren hatte.

Nach kurzer Anlaufphase verkehrte sich das zuvor desolate Bild ins komplette Gegenteil. Mit drei Siegen aus den letzten drei Vorrundenspielen und einem tollen Start in die Rückrunde mit weiteren fünf Dreiern aus den ersten sieben Partien war das Abstiegsgespenst verscheucht. Dann kam Corona und wieder der alte Schlendrian verbunden mit einer besorgniserregenden Flut an Gegentoren (insgesamt 69).

Die Vereinsführung war dennoch von Gisdol überzeugt und verlängerte das ohnehin noch gültige Arbeitspapier bis 2023. Sie trauen dem 51-Jährigen zu, den eingeschlagegen Weg mit dem Einbau eigener Talente wie Ismail Jakobs, Noah Katterbach oder Jan Thielmann erfolgreich fortzusetzen. Gisdol strahlt Ruhe, Souveränität und Kompetenz aus.

Er lässt sich nicht von den Boulevardmedien vereinnahmen und setzt auf ein System, das die Spieler nicht überfordert. Auch nach happigen Niederlagen stellt er sich schützend vor seine Mannschaft, was ihm die Spieler hoch anrechnen. Doch sie sind nun gefordert, den schlechten Eindruck des Saisonendspurts wegzuwischen.

Prognose

Das Startprogramm fällt auf dem Papier weniger schwer aus als im Vorjahr. Drei der ersten vier Partien trägt der FC zuhause aus, die beiden Aufsteiger Bielefeld und Stuttgart warten zunächst auswärts. Gelingt es den Kölnern schnell, die Negativserie aus der Vorsaison zu beenden und erste Erfolgserlebnisse zu sammeln, wäre erstmal Ruhe angesagt. Wenn nicht dürfte sofort die in Köln übliche Nervosität und Hektik aufkommen.

Aber selbst wenn der Saisonstart gelingt, wird die Geißbockelf vermutlich vor einem schweren Jahr stehen. Der Mannschaft sind wichtige Stützen weggebrochen. Hinzu kommt, dass abzuwarten bleibt, wie stark die verbliebenen Führungsspieler auch mental sind.

Wie verdaut Kapitän Jonas Hector die Ausbootung aus der Nationalmannschaft? Wie geht Timo Horn mit der neuen Konkurrenzsituation um? Wie sehr beschäftigt sich Jhon Cordoba mit etwaigen Anfragen? Es gibt noch einige Fragezeichen. Die FC-Fans tun daher gut daran, sich auf eine schwere Saison und Abstiegskampf einzustellen. (Foto:imago images / Eibner)

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