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Chaos statt Fußball-Fest

Bittere FC-Derbyniederlage: Buttersäure, Bengalos & Böllerdetonation

Das rheinische Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach (0:1) sollte ein Fußball-Festtag werden. Doch am Ende zeigten leider wieder einmal Chaoten ihre hässlichen Fratzen. Negativer Höhepunkt war ein Böllerwurf aus der Südkurve. Bei der Detonation des Knallkörpers wurden zwölf Menschen teilweise schwer verletzt.

Von Tobias Gonscherowski

So macht Fußball einfach keinen Spaß. Während rund 1.800 Polizisten die Situation rund um das RheinEnergieStadion trotz vieler kleinerer und größerer Zwischenfälle einigermaßen im Griff hatten, hat der Wachdienst im Stadion wohl versagt. Erst konnte er nicht verhindern, dass vor dem Gladbacher Block übel stinkende Buttersäure vergossen wurde. Dann war kurz nach dem Anpfiff der Gästeblock in eine Rauchwolke gehüllt, die etwa 20 ins Stadion geschmuggelte und entzündete Bengalos verursacht hatten.

Das war aber noch harmlos im Vergleich zu der Szene, die sich in der 86. Minute auf der Gegenseite ereignete. Ein vermeintlicher FC-Fan warf einen Böller, der mit einem extrem lauten Knall explodierte. Dabei wurden zwölf Personen - vor allem Fotografen, Ordner und FC-Volunteers - verletzt und einige der Fotokameras zerstört. Die Verletzten mussten wegen schwerer Knalltraumata in verschiedenen Kölner Krankenhäusern behandelt werden.

Der mutmaßliche Täter konnte schnell identifiziert und noch im Stadionblock festgenommen werden. Es soll sich um einen 35-Jährigen Kölner handeln. Ihm wird nun gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

"Es war ein verdienter Sieg der Borussia"

Das Spiel selbst war von eher durchschnittlicher Qualität. Die Elf vom Niederrhein war in den ersten 45 Minuten total überlegen, nutzte aber nur eine von zahlreichen guten Einschussmöglichkeiten zum Torerfolg, als Borussias Stürmer Alassane Plea einen missglückten Abwehrversuch des FC-Außenverteidigers Kingsley Ehizibue aufnahm und zur Gladbacher Führung einnetzte.

Nach dem Seitenwechsel kam der Effzeh besser ins Spiel und zu einigen Torchancen, doch zu einem Remis reichte es nicht. "Es war ein verdienter Sieg der Borussia", gab dann auch der Kölner Trainer Achim Beierlorzer unumwunden zu. Kurioserweise spiegelte sich die Gladbachder Dominanz und Überlegenheit in den nackten Spieldaten gar nicht richtig wider. Am Ende waren es aus Kölner Sicht 14:15 Torschüsse, 50 Prozent Ballbesitz, eine Zweikampfquote von 49:51 Prozent, eine Passquote von 78:79 Prozent, 4:7 Ecken und 7:5 Flanken.

 

Doch während die Gäste einen Lattenschuss verzeichneten, ein Abseitstor erzielten und viele weitere dicke Chancen besaßen, geriet das Tor der Fohlen nur zwei-, dreimal richtig in Gefahr. Und das Kölner Fehlpassfestival vor der Pause können die Daten über 90 Minuten auch nicht kaschieren. "Wir haben den Gegner durch unsere Fehler, gerade im Passspiel, stark gemacht", analysierte FC-Kapitän Jonas Hector richtig.

"Vor der Zukunft ist mir nicht bange"

"Mir hat unser Spiel heute nicht gefallen", meinte auch Kölns Sportchef Armin Veh. "Wir haben nicht gut gespielt. Wir konnten die zweiten Bälle nicht gewinnen, egal ob in der Defensive oder im Angriff. Wir hatten nie Zugriff auf das Spiel und konnten zur Halbzeit froh sein, dass wir nicht höher zurücklagen, obwohl wir das Tor quasi selbst gemacht haben. Die zweite Halbzeit war besser. Aber ein Unentschieden wäre nicht verdient gewesen."

Nach dem 4. Spieltag stehen für den 1. FC Köln nun drei Punkte gegen den SC Freiburg und drei Niederlagen gegen die Topteams aus Wolfsburg, Dortmund und Mönchengladbach zu Buche. Wenn die Geißbockelf die nächste Aufgabe beim Rekordmeister Bayern München hinter sich gebracht hat, kommen angefangen mit Hertha BSC in zwei Wochen die Gegner, mit denen sich der FC auf Augenhöhe wähnt.

"Vor der Zukunft ist mir nicht bange", betonte Achim Beierlorzer nach dem Abpfiff. "Jetzt müssen wir zu Bayern München, da müssen wir ebenfalls mit breiter Brust auflaufen. Die Mannschaft muss den Glauben an die eigene Stärke haben. Im Kollektiv können wir viel erreichen. Wir werden uns in München nicht verstecken und wollen mutig sein. Es gilt: Aufrichten und weitermachen!"

Auch Armin Veh gibt sich kämpferisch. "Ich bin auch nicht ansatzweise nervös. Wir haben wir eine gute Mannschaft, ich bin überzeugt, dass wir unser Ziel erreichen." Inwieweit er selbst die Geschicke des FC über die Saison hinaus bestimmen will, ließ er offen. Veh ließ sich nur entlocken, den neuen Vorstand um Werner Wolf, der den im Sommer auslaufenden Vertrag mit Veh verlängern möchte, in einem "guten ersten Gespräch" kennengelernt zu haben. Fortsetzung folgt.

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