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Ab in die Eistonne

Effzeh-Coach Gisdol: Mission erfüllt, Versprechen eingelöst

Nun ist es endlich geschafft. Der 1. FC Köln spielt auch in der nächsten Saison in der Bundesliga. Auch wenn die Geißbockelf beim 1:1-Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt auch im neunten Geisterspiel in Folge sieglos blieb, wurde der Klassenerhalt nun endgültig eingetütet. Der Trainer löste danach ein Versprechen ein.

Von Tobias Gonscherowski

Erst einige Minuten nach dem Abpfiff erschien Markus Gisdol zu den TV-Interviews. Der sonst oft verkniffen wirkende Trainer des 1. FC Köln war diesmal tiefenentspannt, seine Haare aber auffallend nass. Die Aufklärung folgte prompt.

 

"Ich habe eben mein Versprechen eingehalten", sagte der FC-Coach lachend. "Ich habe mir schon vom ersten Tag meiner Tätigkeit am Rhein an vorgenommen, dass ich in die Eistonne gehe, wenn wir den Klassenerhalt wirklich geschafft haben. Das habe ich gerade gemacht."

Als der 50 Jahre alte Schwabe am 19. November des vergangenen Jahres seinen Dienst beim FC antrat, rangierte der Club in höchster Abstiegsnot mit nur sieben Punkten auf dem Konto auf Platz 17. Die Kölner suchten händeringend einen Trainer und handelten sich u.a. Absagen von Bruno Labbadia und Pal Dardai ein. Der Trainerposten beim dreimalige Deutschen Meister galt als Himmelfahrtskommando.

Ein halbes Jahr später hat Markus Gisdol seine Mission Klassenerhalt erfüllt. Unter seiner Regie holten die Rheinländer 29 Punkte aus 22 Partien. Das sollte man sich vielleicht auch noch einmal in Erinnerung rufen, wenn man die mageren Darbietungen des Effzeh in den letzten zwei Monaten Revue passieren lässt.

Auch das letzte Heimspiel war schwere Kost

Auch das letzte Heimspiel der Saison gegen Eintracht Frankfurt war schwere Kost. Die Partie zog sich zäh über 90 zumeist ereignisarme Minuten. Am Ende hatte der FC den noch einen fehlenden Punkt zum Ligaverbleib eingefahren. Der Trainer sprach dann auch lieber über das große Ganze.

"Heute überlagert das Erreichen des Saisonziels alles. Uns allen ist ein großer Stern vom Herzen gefallen. Wenn du so eine Aufholsituation hast, wie wir sie hatten, dann ist das etwas Besonderes, das auch mit den Spielern mental etwas macht", referierte der Trainer. "Deswegen habe ich den Jungs gerade gesagt, dass ich mächtig stolz auf sie bin. Heute haben wir wieder gefightet und phasenweise richtig gut gespielt."

Gisdol erwies sich als Glücksgriff

Ganz so rosarot war es dann zwar auch wieder nicht, aber dem Trainer gebührt trotzdem ein hohes Maß an Respekt für den Klassenerhalt. Die Wahl Gisdols, der zuvor schon ähnlich schwierige Missionen in Hoffenheim und beim Hamburger SV erfolgreich gemeistert hatte, erwies sich für den FC als Glücksgriff.

"Wir alle mussten eine unheimliche Energie aufwenden. Gerade durch die Corona-Pause, wo einem der Teamgedanke genommen wurde", sagte Gisdol weiter. "Wir sind von den Leistungen stabil geblieben, auch wenn wir die Ergebnisse nicht mehr hatten. Die Mannschaft läuft auf der letzten Rille. Trotzdem wollen wir nächste Woche in Bremen noch eine gute Partie abliefern. Das sind wir der Liga und uns selbst schuldig."

An guten Vorsätzen hatte es dem FC nicht gemangelt. Allein die Umsetzung wollte in den vergangenen zwei Monate nicht allzu oft gelingen. Vier Remis sprangen noch heraus, in den Schlüsselspielen gegen Mainz, Düsseldorf und Augsburg konnten die Kölner die Konkurrenz auf Distanz halten. Dennoch bleibt der Eindruck, dass am Ende nur das Minimalziel erreicht wurde und mehr möglich gewesen wäre als der aktuelle Platz 14.

"Wir wollten noch mal alles raushauen"

"Wir hätten den Klassenerhalt viel früher klar machen können und auch müssen", sagte Mark Uth einsichtig. "Jetzt haben wir unser Ziel erreicht. Und darüber sind wir sehr froh." Der Offensivmann gewährte auch noch einen kurzen Einblick in das Innenleben der Mannschaft, die sich in der vergangenen Woche zu einer Aussprache getroffen hatte.

"Wir wollten gegen Frankfurt noch mal alles raushauen, weil es so nicht weiterging", berichtete Uth. "Wir haben uns nach dem Union-Spiel in der Halle am Geißbockheim getroffen und gesagt: Wenn wir so weiterspielen holen wir keinen Punkt mehr. Deswegen haben wir jetzt noch mal alles reingehauen und werden das nächste Woche tun, weil wir mit einem positiven Gefühl in die Pause gehen wollen."

Der rheinische Konkurrent aus Düsseldorf wird die Absichten der FC-Kicker mit Freude vernommen haben, kann die Fortuna doch am letzten Spieltag Kölner Schützenhilfe in Bremen gut gebrauchen. Und der FC könnte mit einem Dreier an der Weser unter Umständen selbst noch bis auf Platz 11 klettern. Dann könnte es unterm Strich sogar noch eine sehr ordentliche Saison werden.

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