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koeln.de

Ansinnen Rekers

E-Scooter sollen nachts in Köln nicht mehr überall fahren

In bestimmten Bereichen Kölns soll das nächtliche Fahren auf E-Scootern eingestellt werden. Wenn es nach Kölns OB Reker geht, herrscht zwischen 22 und 6 Uhr an mehren Stellen vor allem in der Innenstadt Ausleihstopp und Fahrstopp..

Das Thema E-Scooter beschäftigt die Stadt Köln mal wieder intensiv: Zum einen viele in Gewässer geworfene Scooter, zum anderen die Wiederzunahme von Unfällen mit den Gefährten. Deshalb strebt Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker an, dass nachts zwischen 22 und 6 Uhr Scooter in bestimmten Bereichen Kölns nicht mehr ausgeliehen und benutzt werden können. Dies berichteten der WDR und der "Kölner Stadt-Anzeiger".

Freiwillige Selbstverpflichtung

Nach Vorstellungen Rekers sollten die Verleiher die Scooter zwischen 22 und 6 Uhr überall dort abschalten, wo es zuletzt schwere Unfälle und Klagen über rücksichtsloses Verhalten der Fahrer gab. Dies beträfe vor allem den Kernbereich der Innenstadt, schrieb der "Stadt-Anzeiger". Reker setze auf eine freiwillige Selbstverpflichtung der Verleiher, hieß es weiter. Denn rechtlich zwingen könne die Stadt die Firmen zu einem nächtlichen Ausleihstopp nicht. Allerdings könne man über Sondernutzungs-Regelungen das Vermieten von E-Scootern in Köln generell untersagen, merkt der "Stadt-Anzeiger" an.

 

Scootermüll in Gewässern

In Kölns städtischen Gewässern haben die Stadtentwässerungsbetriebe seit Anfang 2020 etwa 400 E-Scooter gefunden. Allein 2020 seien rund 250 E-Scooter aus Weihern und 20 E-Scooter aus Bächen in der Stadt gezogen worden, sagte Birgit Konopatzki, Sprecherin der Stadtentwässerungsbetriebe. Seit Anfang 2021 seien in den Weihern 120 und in den Bächen 10 weitere E-Scooter gefunden worden. Zuvor hatte der WDR darüber berichtet.

Die meisten Roller wurden im Aachener Weiher und dem Stadtwaldweiher gefunden und dann von den Stadtentwässerungsbetrieben geborgen. "Natürlich wollen wir nicht, dass die Gewässer verunreinigt werden", sagte Konopatzki. Die Mitarbeiter stellen die geborgenen E-Scooter in der Nähe der Fundstelle ab. Die Bergung der E-Scooter kostet laut Konopatzki pro Jahr rund 10.000 Euro.

Scooter-Bergung aus Rhein stockt

Derweil stockt die geplante Bergung von rund 500 E-Scootern aus dem Rhein. Nachdem die Betreiber der E-Scooter nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) kein schlüssiges Konzept vorgelegt hatten, ist unklar, wann und ob die E-Scooter aus dem Rhein gezogen werden können. "Also ich habe von ihnen noch nicht mal einen Anruf bekommen", sagte der zuständige Mitarbeiter des WSA am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Ein neues Konzept zur Bergung liege ihm nicht vor.

Die Plattform Shared Mobility, in der sich die Betreiber der Leih-Scooter zusammengeschlossen haben, bestätigte das auf Anfrage nicht. Ein Sprecher teilte lediglich mit: "Die Mitglieder der Plattform Shared Mobility sind dran und versuchen, eine Lösung zu finden." (dpa, hl; Foto: IMAGO/Ralph Peters)

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