Hitzewelle in Köln

„Cooling Cologne“ sorgt für willkommene Abkühlung

Eine Frau kühlt sich unter dem Sprühregen aus einem perforierten Feuerwehrschlauch ab.
Foto: Jürgen Schön

Die Hitzewelle hat auch Köln erreicht. Besonders auf großen Plätzen fällt der Aufenthalt bei fast 40 Grad schwer. Auf dem Rudolfplatz aber war es am Donnerstag und wird es auch am Freitag von 13 bis 17 Uhr erträglicher sein: Wie schon in den Vorjahren sorgt die Aktion „Cooling Cologne“ für Abkühlung.

Dafür pumpt die Rheinenergie aus etwa 15 Meter Tiefe kühles Grundwasser nach oben, presst es mit 5 bis 6 Bar durch einen 20 Meter langen Feuerwehrschlauch – pro Stunde etwa 16 Kubikmeter. Durch 25 Düsen dringt es nach außen und verbreitet einen angenehmen Wassernebel. Die Temperatur wird um gut 12 Grad abgekühlt. Pro Stunden werden dafür etwa 16 Kubikmeter Wasser gebraucht. Insgesamt werden bei diesem Wetter aktuell in ganz Köln täglich rund 310.00 Kubikmeter Wasser verbraucht.

Anfangs trauten sich allerdings noch wenige Passanten, die Wassertropfen zu durchqueren. Doch in einer gewissen Entfernung parallel zum Schlauch zu gehen – sich kurz nass machen zu lassen, das fanden dann doch viele angenehm.

Barbara Grüne vom Gesundheitsamt nutzte die Gelegenheit für Tipps, um die Hitze besser zu überstehen. Vor allem: Die Wohnung über Nacht lüften, tagsüber viel trinken, kein Durstgefühl aufkommen lassen, das Wasser mit Gurken oder Zitronensaft schmackhafter zu machen. Ausführliche Verhaltenshinweise für Hitzewellen bietet das kostenlose Kölner Hitzetelefon des Gesundheitsamtes (Tel. 0221 / 343 47, montags bis freitags, 7-18 Uhr)

Kurz und knapp der Rat von Feuerwehr-Notarzt Marco Strohm: Bleiben Sie zu Hause! Der Rettungsdienst hat nach seinen Angaben in diesem Jahr schon über 100 Menschen wegen Hitze-Notfällen ins Krankenhaus gefahren. Wegen der Open-Air-Veranstaltungen an diesem Wochenende wurde der Rettungsdienst um 12 Wagen aufgestockt, 3 Notärzte sind zusätzlich im Einsatz. (JS) 

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