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Tame Impala – Deadbeat EU/UK Tour 2027 – Zusatzshow

18. Juni 2027 | 19:15 | 80.97€

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Der australische Musiker Kevin Parker, bekann unter dem Namen Tame Impala.
Foto: Julian Klincewicz

Unter dem Namen Tame Impala hat Kevin Parker in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten eine eigenwillige Karriere gezeichnet, die ihn vom Schlafzimmer-Produzenten in Perth zu einem der einflussreichsten Musiker seiner Generation gemacht hat. Angefangen hat die Liebe zur Musik bereits als Kind.

Mit zwölf Jahren spielte er Riffs im elterlichen Schlafzimmer, mit 15 imitierte er Jimmy Page. Als die Dee Dee Dums 2007 beim australischen Campus-Band-Wettbewerb gewinnen, ist der Weg frei für einen Neuanfang: ein besserer Name – Tame Impala – und ein Mastermind, das sich obsessiv in eigene Klangwelten vergräbt.

Mit „Innerspeaker“ (2010) katapultiert Parker den psychedelischen Rock in die Gegenwart, „Lonerism“ (2012) festigt seinen Ruf als detailversessenen Studio-Perfektionisten. Spätestens mit „Currents“ (2015) vollzieht er den radikalen Schritt weg vom Retro-Sound, hin zu synthetischer Eleganz. „The Slow Rush“ (2020) schließlich bringt den Durchbruch auch in den Charts – Platz Eins in mehreren Ländern, weltweite Tourneen.

„Deadbeat“ schließt daran an, aber auf eine neue, raue Art. Die Platte, inspiriert von der Rave- und Bush-Doof-Kultur Westaustraliens, klingt wie eine Rückkehr zu Parkers Wurzeln, nur unter gänzlich anderen Vorzeichen: minimalistisch, mit knackigen Texturen, zugleich von einer Euphorie getragen, die man auf Tanzflächen ebenso spürt wie im Kopfhörer.

Songs wie „Loser“, das epische „End of Summer“ oder das virale „Dracula“ verbinden hypnotische Club-Atmosphären mit dem typisch Parker’schen Gespür für Melodien, die sich sofort festsetzen. Inhaltlich dagegen wirkt das Album düsterer: Parker zeichnet das Bild eines ewigen „Deadbeat“, eines selbstironischen Verlierers, der sich im Loop seiner eigenen Fehler verfängt – und genau daraus Kunst gewinnt.

Doch so sehr Tame Impala im Studio eine Ein-Mann-Band bleibt, ihr wahres Leben entfalten die Songs auf der Bühne. Lichtshows verschmelzen mit hallenden Bässen, Gitarrenlinien wabern durch neblige Räume, während ganze Hallen in tranceartige Bewegung geraten. Parker versteht es, Introspektion und kollektive Ekstase zu verbinden – eine seltene Balance, die Tame Impala zu Festival-Headlinern von Glastonbury bis Coachella gemacht hat.

80.97€
Willy-Brandt-Platz
50679 Köln