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700 Weine

Weinkeller

Chemieriese Bayer Leverkusen und Wein? Doch, das geht! Denn was die wenigsten wissen, Bayer kann auch einen stattlichen Weinkeller vorweisen. Gut 100 000 Flaschen lagern unter den Gemäuern des historischen Bayer-Kasinos an der Kaiser-Wilhelm-Allee 3.

Wie kam Bayer zum Wein? Am 1. August 1863 gründeten der Kaufmann Friedrich Bayer und der Färber Friedrich Weskott in Wuppertal-Barmen die Firma „Friedr. Bayer et comp.“ mit zunächst drei Mitarbeitern. Als Bayer von seinem Gründungsort Wuppertal ab 1895 in das heutige Leverkusen übersiedelte, wollte man auswärtige Fach- und Führungskräfte auch mithilfe von Sportanlagen, gehobener Gastronomie und eben auch mit einem eigenen Weinkeller in die „Rheinprovinz“ locken.

Zunächst war der Weinkeller unter dem Bayer-Kasino ausschließlich für den Vorstand und andere Führungskräfte geöffnet, später auch für die übrigen Mitarbeiter des Konzerns. Ebenso wurden dort Weine eingelagert, die als Geschenk an Geschäftsfreunde verschickt wurden. Der Wein kam damals vor allem von der Mosel und wurde in ganzen Fässern angeliefert. Erst danach wurde er vor Ort in Flaschen abgefüllt und im darüberliegenden Kasino den Gästen gereicht. Seit 1997 ist der Weinkeller für jedermann offen.

In Auswahl und Fachberatung setzt der Keller Maßstäbe, hat sich so zu einer hervorragenden Adresse gemausert. Das ist nicht zuletzt dem 50-jährigen „Kellermeister“ Heinz-Jürgen Kaup und seinem Team von 8 Mitarbeitern zu verdanken. Seit 14 Jahren ist der aus Bremen stammende Kaup, der in Stuttgart-Hohenheim Agrarwissenschaften studierte, Herr über 100.000 Flaschen. Davor war Weinfachmann in Rheinhessen, Münster und Wuppertal in der Weinbranche tätig. Kaups Motto lautet: „Das Leben ist zu kurz, um schlechte Weine zu trinken.“

 

700 Weine im Angebot

Wer durch die Regale der großzügig bemessenen
Verkaufsräume schlendert, wird neben guten Alltagsweinen auch absolute Kracher entdecken und was noch wichtiger ist, Weine von kleinen, ausgesuchten Betrieben, die man nicht an jeder Ecke findet. An die 700 verschiedene Weine hat Kaup im Angebot. Umgeschlagen werden im Schnitt 1.000 Flaschen am Tag, der Jahresumsatz lag zuletzt bei zwei Millionen Euro. Ja, es wird auch Geld mit dem Keller verdien. Eine reine Liebhaberei ist das Weingeschäft also nicht.

Dennoch gehe es beim Weinkeller, der zur Tochterfirma Bayer Gastronomie GmbH gehört, nicht um das schnelle Geld, betont Kaup. Sondern um die Liebe zum Detail, um Kundenberatung und um Kundentreue. „Wir leben von Privatleuten", unterstreicht Kaup. Das Weinangebot ist vielschichtig. Die traditionellen Weinländer Frankreich, Italien und Spanien sind gut vertreten, Deutschland sowieso mit fast allen Anbaugebieten. Hoch im Kurs stehen bei Kaup und seinen Kunden auch die Übersee-Länder. Ein besonderes Faible hat der Leiter des Weinkellers für Südamerika, insgeheim für Chile. Er schwärmt regelrecht von den einzelnen Anbauregionen des Andenstaats und dessen Produzenten.

Alltagsweine und Spitzentropfen

Knapp 80 Prozent der Tropfen seien gute Alltagsweine, erläutert Kaup. Den Durchschnittsweinpreis beziffert er mit neun bis zehn Euro. Zugleich listet das Sortiment Raritäten und Spitzen-Bordeauxweine wie Pétrus, Pavie und Mouton auf. Hier sei man besser bestückt als viele andere Händler, erklärt Kaup stolz. Und das, ohne gleich bei den Preisen abzuheben.

Kaup und seine Mitstreiter tun viel für die Kundenbindung. Übers Jahr verteilt gibt es jede Menge an Veranstaltungen. Ob hochwertige Länder-Weinproben oder welche, die sich mit Rebsorten beschäftigen, After-Work-Weinproben fürs jüngere Publikum, Weinseminare, Gourmet-Menüs mit Weinbegleitung im Bayer-Restaurant Zum Löwen oder im Kasino, dies alles soll nicht nur den Absatz fördern, sondern das Thema Wein und Speisen auch einem neuen Kundenkreis näherbringen.

Bayer Weinkeller Leverkusen, Kaiser-Wilhelm-Allee 3, 51373 Leverkusen

Onlineshop: www.shop.bayer-weinkeller.de

E-Mail: weinkeller@bayer.com