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111 Orte

Zwischenwerk VIII b, eine Kölner Festung im Niemandsland

Ein Ort im Niemandsland zwischen den Verkehrsadern Militärring, Rheinuferstraße und Rodenkirchener Autobahnbrücke. Einsam und teilweise überwuchert steht hier der südliche Abschluss des ehemaligen äußeren Festungsgürtels der Stadt, das Zwischenwerk VIII b.

Der Sieg im Krieg gegen Frankreich 1870/71 hatte die Preußen dazu bewegt, ihre westliche Vorhut Köln noch einmal zu verstärken. Fünfzig Jahre lang war der Militärring ein massives Bollwerk mit steinernen Forts, Lünetten und Bastionen gewesen. Nur wenig davon blieb erhalten, nachdem die Anlagen 1926 gemäß Bestimmungen des Versailler Vertrages geschleift werden mussten.

Das Zwischenwerk am Rheinufer dient inzwischen als Kölner Festungsmuseum, das die gesamte Geschichte der Militäranlagen dokumentieren will. Im Innern mit seinen zahllosen kleineren und größeren Gewölben erlauben historische Abbildungen, Alltags- und Militärgerätschaften einen Einblick in die Zeit, als hier noch Soldaten ihr Dasein fristeten.

Sprung in die Gegenwart


Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos).
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Einen Sprung in die Gegenwart ermöglicht hingegen der 1985 installierte Skulpturenpark in der umlaufenden Grabenanlage. Die Exponate des Kunstraums Fuhrwerkswaage konzentrieren sich ausschließlich auf Beton, Stahl und Erde. Sehr eindrucksvoll ist etwa die 16 Meter lange und 2,70 Meter hohe Wand des Initiators Jochen Heufelder, bestehend aus mehreren vor sich hin rostenden Stahlplatten.

Der »Zahn der Zeit« kommt einem hier genauso in den Sinn wie das Leben in den engen, feuchten, nur von schummrigem Licht erhellten Kasematten. Nur noch zu erahnen ist hingegen der dem städtischen Sparzwang zum Opfer gefallene Rosengarten auf dem Dach der Bastion. Während der sehr informativen Führungen wird auch die Mechanik der restaurierten Klappbrücke demonstriert, der letzten ihrer Art in ganz Deutschland. (Foto: Britta Schmitz)

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos). Dieses Buch jetzt bestellen

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