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Das Haus X1

Kölns ungewöhnlichster Wohnbau

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass die Straße, in der Kölns ungewöhlichstes Haus steht, "Am Zehnpfennigshof" heißt. Schließlich sind die hier anrainenden Häuser nicht unter ein paar Millionen Euro zu haben. So auch das "Haus X1", das durch eine äußerst ungewöhliche Architektur Blicke auf sich zieht.

Groß sind alle Häuser "Am Zehnpfennigshof", und nicht wenige wurden offensichtlich von ambitionierten Architekten geplant. Eines jedoch, das Haus Nummer 9, sticht ganz besonders ins Auge.

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Der zweigeschossige Bau wird von einer hellblauen Stahlbetonschale überspannt, die seitlich fast bis zum Boden reicht, bevor sie wieder leicht aufkantet. Die Fassade ist hingegen in tiefem Rot gehalten. Verschieden große Kuben springen vor und zurück, Zwischenräume werden von Fenstern und Balkonen besetzt.Je nach Perspektive erinnert dieses Gebäude mal an einen Hangar, mal an einen Pilz. Nach hinten heraus liegt ein geräumiger Pool samt Sprungbrett, der – für die Gegend nicht unbedingt typisch – von der Straße frei einsehbar ist. Die dortige Gartenseite des Hauses wurde im Gegensatz zur Front komplett verglast.


Dies ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos).
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Da war ein kreativer Kopf am Werk

Errichtet wurde das auf den Namen X1 getaufte Haus zwischen 1959 und 1962 für den Architekten Peter Neufert (1925– 1999). Der gebürtige Sachsen-Anhaltiner war vorwiegend in Köln und Umgebung tätig. Im Stadtgebiet zeichnet er unter anderem für das Wohn- und Geschäftshaus Weyerstraße 43–45 (1963) und für das Bürohaus Aachener Straße 1030–33 (1973) verantwortlich.

Außerdem baute er 1971 das Frechener Keramion, ein Museum für die Keramikstadt, dessen Form an eine Töpferscheibe erinnert. Wer sich seinem exaltierten Wohnhaus am Zehnpfennigshof nähert, spürt den künstlerischen Gestaltungswillen auf Schritt und Tritt. Bereits die Zufahrt zum Gebäude ist von zahlreichen großen Skulpturen gesäumt. Hier wollte sich jemand formal und farblich vom Hahnwalder Villenstil und Einheitsweiß absetzen, und zumindest das ist ihm auch gelungen. Der Rest ist, wie immer, Geschmackssache.

111 Kölner Orte, die man gesehn haben muss - das Beste aus Band 1 und 2

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss - Band 2" von Bernd Imgrund (Text) und Britta Schmitz (Fotos). Dieses Buch jetzt bestellen. Hier geht es zum Writer's Blog von Bernd Imgrund.

 

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