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Der Pegelturm

111 Orte: Eine Litfaßsäule mit Schwimmkörper

Der Kölner Pegel verbindet althergebrachte Mechanik mit modernstem Hightech. Wirklich anzusehen ist ihm jedoch weder das eine noch das andere, von außen bildet er zunächst einmal nichts als eine leicht verdickte Litfaßsäule.

Wie diese ist auch der Pegelturm am Rheinufer innen hohl. Der Wasserstand wird mit einem Schwimmergemessen und von dort aus auf die außen angebrachte Pegeluhr übertragen. Auf dem Wege der elektronischen Datenverarbeitung werden die Messwerte sodann weitergeleitet. Im 15-Minuten-Takt informiert werden die Münsteraner Wasser- und Schifffahrtsdirektion West sowie die Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz.

Die Einweihung des neuen Kölner Pegelturms fand am 16. Juni 1951 statt. Installiert wurde er genau auf Stromkilometer 688, nahe der Deutzer Brücke. Schon ab 1901 hatte hier ein Bau mit Schreibpegel existiert, der aber 1943 den Bomben des Zweiten Weltkriegs zum Opfer fiel.

Der erste bekannte Kölner Messpegel stammt hingegen aus dem Jahr 1810. Das damalige Modell hatte die simple Form eines reinen Lattenpegels. Ab 1813 wurden die Messwerte regelmäßig erfasst, blieben aber wegen der Wellenbewegungen stets ein wenig ungenau. Heutzutage entspricht der Wasserstand in der Pegelröhre der Oberfläche des Flusses, die Ummauerung schützt ihn jedoch vor durch Wind oder Schiffe hervorgerufenen Wellenschwankungen.


Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos).
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Um negative Werte bei Niedrigwasser zu vermeiden, wurde der Nullpunkt des Kölner Pegels am 1. November 1979 um einen Meter auf 34,98 Meter über Normalnull gesenkt. Der Pegelstand null entspricht dabei einer Wassertiefe von mindestens einem Meter auf 150 Metern Breite. Ein Rekordtief erreichte der Rhein am 29. September 2003, als lediglich 0,8 Meter gemessen wurden. Den aktuellen Stand können Sie auf unseren Seiten nachgucken.

111 Kölner Orte, die man gesehn haben muss - das Beste aus Band 1 und 2

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss - Band 2" von Bernd Imgrund (Text) und Britta Schmitz (Fotos). Dieses Buch jetzt bestellen. Hier geht es zum Writer's Blog von Bernd Imgrund.

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