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Rheingarten-Skulptur

111 Orte: Klettern und sitzen mitten im Kunstwerk

Die Rheingarten-Skulptur aus dem Jahr 1986 gilt unter Kunstfreunden als eines der Hauptwerke von Eduardo Paolozzi. Die heterogenen Steinquader unterhalb des Heinrich-Böll-Platzes ergeben eine Vielzahl von Kletter- und Sitzmöglichkeiten, die den Ort im Sommer wie eine urbane Insel erscheinen lassen. Und der schöne Blick auf die Altstadt und den Fluss macht eine Pause hier umso attraktiver.


Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos).
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Eduardo Paolozzi (1924–2005) wurde im schottischen Edinburgh geboren, wo seine italienischen Eltern eine Eisdiele besaßen. In Paris dem Surrealismus zugeneigt, gehörte er in den 1960ern zu den Wegbereitern der englischen Pop-Art. Mehrmals nahm er an der Biennale in Venedig sowie der Kasseler »documenta« teil, bevor er 1977–1981 als Professor an der Fachhochschule Köln lehrte. Seine Rheingarten-Skulptur aus dem Jahr 1986 gilt Kunstfreunden als eines seiner Hauptwerke.

Die Kölner Steinlandschaft entstand im Rahmen der Neugestaltung des Altstadtufers. Die Rheinuferstraße war endlich unter die Erde verlegt worden, und die Stadt rückte näher an den Fluss. Zwischen Deutzer und Hohenzollernbrücke wurde auf der frei gewordenen Fläche der Rheingarten angelegt, und für dessen nördliches Ende entwarf Paolozzi dieses Arrangement aus Bronze, Steinquadern und Pflastersteinen.

Das Material legt verschiedene Assoziationen nahe: Die Steinformen erinnern an die Motorblöcke und Autobatterien, die hier einst das Panorama dominierten. Eine historische Dimension enthält auch die Herkunft der Steine, stammen sie doch von der ehemaligen Straßenbahnauffahrt zur Hohenzollernbrücke, die dem Ensemble von Heinrich-Böll-Platz und Museum Ludwig hatte weichen müssen. Verbunden und umspült werden die Blöcke von Wasser, das in halbrunden Schalen verläuft – hier stand natürlich das Flussbett des Rheins Pate.

Was dem Kunstwerk echten Charme verleiht, ist die Tatsache, dass es von vornherein auch auf praktischen Nutzen ausgelegt war. Paolozzis Skulptur ist begehbar. Die heterogenen Steinquader ergeben eine Vielzahl von Kletter- und Sitzmöglichkeiten, die den Ort im Sommer wie eine urbane Insel erscheinen lassen. Und der schöne Blick auf die Altstadt und den Fluss macht eine Pause hier umso attraktiver.

111 Kölner Orte, die man gesehn haben muss - das Beste aus Band 1 und 2

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss - Band 2" von Bernd Imgrund und (Fotos). Dieses Buch jetzt bestellen. Hier geht es zum Writer's Blog von Bernd Imgrund.

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