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Beifall für Premiere der 9. „Immisitzung“

#metoo: Die Kölner Frauen schlagen zurück

Im nun schon 9. Jahr zeigen die Multikulti-Jecken mit der „Immi-Sitzung“ dem Kölner Publikum ihre Sicht auf die Dinge, die die Welt bewegen. Und siehe da: Manchmal ist die gar nicht so anders. Aber immer wieder ist das rasante Programm von hohem Unterhaltungswert. Und in Sachen heißen Rhythmen und Tanz sind sie einfach unerreicht.

Die #metoo-Kampagne hat auch die Immisitzung erreicht – doch hier schlagen die Frauen zurück! Zuerst fragt die Personalchefin den Bewerber für einen Job, wie er Karriere und Familie unter einen Hut kriegen kann, ob er den Job überhaupt nötig hat – verdient seine Frau nicht genug? Wie sieht’s mit seiner Prostata aus? Und dann bestellt sie noch schnell ein Zimmer im nahen Hotel – vielleicht klappt es ja dann mit der Stelle...

Jungfrauen kündigen wegen Überlastung

Keine Schnitte kriegt Erdogan: Gefangen ist er von den seinen Gefühlen Freude, Stolz, Angst und Hass – am Ende siegen die beiden letzten. Und die Immis singen dem Diktator ein orientalisches angehauchtes, hoffnungsvolles „bella ciao“ nach. Und eine Enttäuschung wartet auf den Selbstmordattentäter: Wegen Überlastung kündigen die Jungfrauen, die ihn angeblich nach dem Märtyrertod im Himmel erwarten. Überhaupt: Wer hat gesagt, dass es 72 für jeden sind? Und schließlich haben die dummen Jungs ja eh keine Ahnung von Sex!

Tickets für die Immisitzung 2018

Das ist böse Satire. Sonst gibt sich das neunköpfige Bühnenteam eher sanft, aber immer witzig, haben auch keine Scheuklappe vor dem Allzumenschlichen. So stellen sie der „kultursensiblen Toilette“, die in der Alten Feuerwache nach nahöstlichem Muster gebaut werden soll, die klassische deutsche Flachschüssel gegenüber und deklinieren alle möglichen Nutzungs-Varianten dazwischen durch.

Fit statt Kuss dank Fitnessarmband beim ersten Date

Pech, wenn das Gesundheitsarmband den Ablauf des ersten Rendezvous bestimmt – und statt Kuss erst mal Liegestütze angesagt sind. Zwei Puppen im Sandkasten distanzieren sich vom Streit ihrer kleinen Besitzer – schließlich haben sie mehr gemeinsam, als auf den ersten blick sichtbar ist: Made in Taiwan. Purer Dada-Nonsens ist der Telefondialog von Lady Blabla, die permanent die Konsonanten durcheinanderbringt. Gleiches gilt für Victoria Riccio und Myriam Chebabi, die auf den Spuren des Colonia-Duetts wandeln und sich in Kölsch versuchen und prompt eine Zugabe herausfordern.

Letztere führt auch wieder in bewährter Manier und mit brasilianischer Wucht und Temperament als „Ihre Leiblichkeit Immi-Mymmi I.“ durch das – inklusive Pause – dreistündige Programm. Zwischen den Sketchen kommentieren wieder die Puppenspieler Robby Göllmann und Andreas List im deutsch-französischen Dialog aktuelles Zeitgeschehen, streiten sich über die Bundestagswahl (241 Prozent stimmten gegen eine Fortsetzung der Großen Koalition), über Klimawandel, Autofahren, Liebe, den Effzeh oder das Insektensterben.

Zum Schluss gab’s für die neun Bühnen-Akteure und die Weltmusik-Band – zusammen repräsentieren sie zwölf Länder – den verdienten langen Premierenbeifall im Bürgerhaus Stollwerck. Bis zum 13. Februar sind insgesamt 23 Vorstellungen angesetzt. (JS)

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