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Der nächste Karneval kommt. Köln hält durch. Gemeinsam. Wegen der Corona-Pandemie fällt der Sitzungs- und Straßenkarneval in der Session 2021 nahezu komplett aus. Klassische Karnevalssitzungen oder jecke Partys gibt es ebenso wenig wie Karnevalszüge in der uns bekannten Form. Das Feiern, Schunkeln und Singen holen wir in sicheren Zeiten nach - der Karneval ist unsere DNA!

Weiberfastnacht bis Aschermittwoch

So läuft der Kölner Straßenkarneval

Der Straßenkarneval beginnt in Köln (und dem ganzen Rheinland) an Weiberfastnacht, wenn die Oberbürgermeisterin feierlich die Schlüssel der Stadt an das Dreigestirn übergibt. Von jetzt an bis Veilchendienstag wird fünf Tage lang ausgiebig Karneval gefeiert.

Weiberfastnacht (Wieverfastelovend)

An Weiberfastnacht (Wieverfastelovend), am Donnerstag, wird der Straßenkarneval eröffnet. Auf dem Alter Markt findet dazu eine große Freiluftsitzung statt, die schon morgens um 10 Uhr beginnt. Um 11 Uhr wenden sich die jecken Regenten - das Dreigestirn, bestehend aus Prinz, Bauer und Jungfrau - an ihre tausenden Untertanen. Bis Aschermittwoch haben das Trifolium und die Jecken das Heft der Stadt in der Hand. Das Geschehen auf der Bühne wird auf eine Großbildleinwand auf den Heumarkt übertragen. Und auch in vielen Kölner Veedeln (Stadtteile) wird mit einem Bühnenprogramm gefeiert.

Alles zur Weiberfastnacht

Spätestens ab 11 Uhr 11 gibt es dann in der Stadt kein Halten mehr - den ganzen Tag und die ganze Nacht wird auf den Straßen, in den Kneipen und in den Büros gefeiert. Traditionell wird am Severinstor um 13:30 Uhr das Historienspiel "Jan und Griet" aufgeführt. Anschließend zieht das Reiterkorps Jan von Werth im ersten Karnevalsumzug der Session von der Südstadt bis zum Denkmal "Jan von Werth" am Alter Markt.

Das Historienspiel von Jan und Griet

Karnevalsfreitag

Am Karnevalsfreitag schalten viele Karnevalisten erst einmal einen Gang zurück: Erst am Abend geht es wieder richtig los - vor allem in den Kneipen der ganzen Stadt wird gefeiert. Wer das besondere Flair des Fastelovends mitbekommen möchte, sollte jene Kneipen besuchen, in denen die Kölner am liebsten feiern - leicht zu erkennen an den Schlangen vor der Tür und der kölschen Karnevalsmusik.

Kölns beliebteste Karnevalskneipen

Wer schon vorher wieder fit ist, sollte unbedingt den Sternmarsch der Kölner Veedelszöch ansehen. Von vier Plätzen aus (Heumarkt, Laurenzplatz, Bollwerk und Eisenmarkt) ziehen die Jecken auf den Alter Markt, wo ab 18 Uhr ein karnevalistisches Programm mit viel Musik und dem Dreigestirn stattfindet.

Mehr Infos zum Sternmarsch

Karnevalssamstag

Am Karnevalssamstag geht es erneut relativ früh los: Ab 10:30 Uhr schlagen die Roten Funken ihr Biwak auf dem Neumarkt auf. Dort, wo 1823 der erste Kölner Karnevalsumzug stattfand, lädt das älteste der Traditionskorps zu Erbsensuppe und Kölsch ein. Neben Stippeföttche und Funkenmariechen gibt es ein karnevalistisches Bühnenprogramm.

Mehr Infos zum Funkenbiwak

 

Am Karnevalssamstag wird natürlich genauso wie am Freitag in den Kneipen, auf vielen Partys und Bällen sowie im Festzelt am Südstadion bei "Viva Colonia" gefeiert.

In vielen Kölner Veedeln ziehen die Karnevalsumzüge am Samstag durch die Straßen, ebenso am Sonntag und am Dienstag. Wer den ursprünglichen Karneval erleben möchte, hat unter diesen die freie Auswahl.

Karnevalsumzüge in den Kölner Stadtteilen

Am Samstagabend wird es ein bisschen gruselig: Dann nämlich geht der Geisterzug um, der traditionell am Abend des Karnevalssamstags als Mischung aus politischer Demonstration und Karnevalsumzuig durch Kölns Straßen spukt.

Karnevalssonntag

Am Sonntag steuert der Straßenkarneval so langsam dem Höhepunkt entgegen: Als Vorgeschmack auf den Rosenmontagszug ziehen ab 10:30 Uhr die Schull- und Veedelszöch (Schul- und Stadtteilzüge) durch die Stadt  - (fast) auf dem gleichen Zugweg wie der Rosenmontagszug. Die phantasievollen Kostüme der vielen Kölner Schulgruppen und der Veedelsvereine locken die Menschenmengen an den Zugweg.

In vielen Stadtteilen Kölns sowie den umliegenden Dörfern erreicht der Straßenkarneval seinen Höhepunkt. Wie schon am Samstag und noch bis Veilchendienstag feiern die Karnevalisten in den Veedeln ganz unbeeindruckt vom Mammutspektakel in der Innenstadt ihren Fastelovend.

Karnevalsumzüge in den Kölner Stadtteilen

Rosenmontag

Der Rosenmontag ist der Höhepunkt des Kölner Straßenkarnevals. Der berühmte Kölner Rosenmontagszug geht um 10 Uhr am Chlodwigplatz los und braucht für den gesamten Weg quer durch die Innenstadt etwa 3,5 Stunden. Viele Stunden schon bevor die Blauen Funken traditionell als erste Gruppe den Umzug anführen, beziehen Jecke ihre Plätze am Straßenrand, ausgestattet mit Campingstühlchen, Proviant und Kölsch. Zur Musik aus den mitgebrachten Radios und Boomboxen schunkelt man sich warm.

Zugweg und weitere Infos im Karnevalsstadtplan

Tipp: Mit so vielen Freunden und Bekannten wie möglich gemeinsam zum Zug gehen. So vergeht die Zeit am Zugweg wie im Fluge, man trinkt, tanzt und schunkelt. Wer zum ersten Mal dabei ist: Tüten für die Kamelle, Strüßjer und sonstige Wurfartikel, die von den Wagen herab unter das jecke Volk geworfen werden, nicht vergessen!

Wo Besucher den besten Blick auf den Rosenmontagszug haben

Veilchendienstag

Nach dem anstrengenden Montag, an dem die meisten Kölner frei haben, kehrt am Veilchendienstag etwas Ruhe ein. Erst am Nachmittag ziehen wieder Karnevalszüge durch die Stadtteile, zum Beispiel durch Ehrenfeld, Nippes, Deutz oder die Südstadt

Am Abend wird ein letztes Mal in den Kneipen der Stadt gefeiert. Auf keinen Fall verpassen solltet ihr die die Nubbelverbrennung: Der Nubbel ist eine lebensgroße Strohpuppe, die während der Karnevalstage vor vielen Kölner Kneipen hängt.

Er muss für alle Sünden büßen, die während der tollen Tage begangen wurden und wird unter großem Wehklagen, Beschimpfungen und dem Singen von fröhlichen Karnevalsliedern verbrannt. Anschließend strömt das Volk in die Kneipen, um den letzten Karnevalstag der Session gebührend ausklingen zu lassen.

In diesen Kölner Kneipen brennt der Nubbel.

Aschermittwoch

Am Aschermittwoch ist - nicht nur getreu eines alten Karnevalsschlagers des Kölner Sängers Jupp Schmitz aus dem Jahre 1953 - alles vorbei (Video bei YouTube). Wer von der vielen Feierei noch einen dicken Kopf hat, der bekämpft seinen Kater beim traditionellen Fischessen, zu dem viele Kölner Gastronomiebetriebe einladen.

Ein Hinweis: In Köln kann man an den tollen Tagen von Weiberfastnacht bis Veilchendienstag wirklich nur Karneval feiern. Das restliche Leben kommt weitgehend zum Stillstand. Die städtischen Museen sind geschlossen. Einkaufsbummel gestalten sich schwierig, da besonders an Weiberfastnacht (Donnerstag) und Rosenmontag die meisten Geschäfte geschlossen haben. Aber auch an den anderen Karnevalstagen kann man vor geschlossenen Türen stehen oder gerät unterwegs in Umzüge oder sonstige Festivitäten.