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Street Art Route durch die Innenstadt

Die Innenstadt-Route führt uns vom Friesenplatz zum Barbarossaplatz und geht rund fünf Kilometer. Auch hier läuft man gemütlich 1,5 bis 2 Stunden. Wer die Strecke abkürzen möchte, der kann nur bis zur Ecke Engelbertstraße gehen und dann am Rudolfplatz enden.

Am Friesenplatz biegen wir direkt beim Starbucks rechts ein. Ein Stück die Friesenstraße runter findet man in der Albertusstraße einen bunten Verteilerkasten. Weitere Streetart findet man in der Alte Wallgasse, nämlich ein FC-Graffiti, das unter anderem das voll besetzte Stadion zeigt. Als wir die Ehrenstraße schneiden, fällt der Blick sofort auf das künstlerische Dach des Hauses direkt geradeaus.

Wir biegen in die Kettengasse ein. Für die heißen Tage sind zwei Läden dort genau das Richtige. Für experimentierfreudige Eisliebhaber gibt es das Dolce Gelato. Für 1,30 Euro hat man hier die Auswahl zwischen vielen verschiedenen Sorten. So waren schon Rote-Bete-Kirsche oder Pampelmuse mit Prosecco im Angebot. Wer hingegen gerne mal was ganz Neues ausprobieren möchte, der ist bei Foxberry Frozen Yogurt genau richtig. Wie der Name schon sagt, gibt es dort gefrorenen Joghurt, der mit einer Auswahl von immer neuen Toppings kombiniert wird.

Auf das nächste künstlerische Highlight trifft man auf dem Friesenwall: Dort gibt es eine ganze Hausseite voll mit Stickern und Co. zu entdecken. Wem statt Eis eher nach etwas Herzhaftem zumute ist, dem kann man das dort gelegene Frittenwerk empfehlen. Auf der Karte stehen Pommes mit Topping, ob jetzt mit veganem Chili oder Pulled Purk. Wer bei Pommes sofort an Burger denkt, für den ist das Hans im Glück am Hohenzollernring vielleicht die richtige Adresse. Hier gibt es Burger in allen Varianten und dazu hausgemachte Pommes – auch Veganer kommen hier auf ihre Kosten. Wir gehen weiter. An der für Schlager und Co. bekannten Klapsmühle entdecken wir die nächste aufgehübschte Hauswand.

Wir laufen immer geradeaus, bis wir die Venloer Straße schneiden und biegen dann in die Bismarckstraße ein. Dort wurden einige Garagen und Ausfahrten verschönert. An der Endung Moltkestraße sieht man schon von Weitem eine ganze Hauswandseite, die bemalt wurde. Das Motiv von Sepe und Chazme beschäftigt sich mit dem Problem der Gentrifizierung, also der Umstrukturierung eines Stadtteils durch steigende Mietpreise. 

Auf der Antwerpener Straße treffen wir auf die bekannte Banane vom Banenensprayer, den ich auch zum Interview getroffen habe. Die rechts abgehende Brüsseler Straße ist eines der Highlights der Tour und auch ein kleiner Streetart Geheimtipp. Dort ist unter anderem ein Werk von Boris Hoppek zu sehen. Es zeigt einen asiatischen Jungen, der einem farbigen Jungen eine Eistüte über den Kopf kippt. Der als Forty bekannte Künstler möchte damit die moralischen Tabus hinterfragen. Zu erwähnen ist auch noch der mit Stickern, Graffiti und Co. verschönerte Friseursalon auf der linken Seite.

Eines der längsten Werke auf der Tour entdeckt man an der Ecke Lütticher Straße/Moltkestraße. Das ganze Motiv auf ein Bild zu bekommen ist eigentlich unmöglich. Wir folgen der Straße weiter, in der es auch weitere kleine Werke zu bestaunen gibt, und biegen die Zweite links ab. Die Richard Wagner Straße ein Stückchen weiter runter sticht einem der geknebelte Dalai Lama auf der linken Straßenseite ins Auge.

Wir biegen in die Engelbertstraße ein. Dort befindet sich mit dem Spirits eine der Besten, wenn nicht sogar die beste Cocktailbar Deutschlands. 2013 wurde sie sowohl als beste Bar als auch für das beste Team ausgezeichnet. Wir gehen noch ein Stückchen weiter und biegen schließlich Richtung Rathenauplatz ein. Dort lädt im Sommer ein Biergarten unter Bäumen zum Seele baumeln lassen ein.

Über die Lochner- und die Dasselstraße kommen wir schließlich zur Zülpicher Straße. Dort finden sich auf der rechten Seite auch noch zwei Werke. Das letzte große Highlight finden wir schließlich auf Höhe der Luxemburger Straße: Der riesiger Tierkopf von Low Bros wurde 2013 im Rahmen des CityLeaks Street Art Festivals von dem Künstlerduo aus Hamburg in mehreren Tagen Arbeit erstellt. Schließlich erreichen wir den Barbarossaplatz. (Text und Bilder: Philipp Jaroschewski)