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Müllemer Böötchen, Dom, Rio

Wagenentwürfe für den Rosenmontagszug vorgestellt

Der 1. FC Köln, der Dom gleich zweimal, Rheinbrückenchaos oder der OB, der als Casinocroupier Geld ranschafft - dies sind nur einige der Entwürfe für die Gestaltung der Fest- und Persiflagewagen, die am 11. Februar im Kölner Rosenmontagszug mitfahren. Das Festkomitee stellte diese am Freitagnachmittag vor.

Das Müllemer Böötchen aus dem Karnevalsschlager "Heidewitzka, Herr Kapitän", welchen der Kölner Krätchzensänger Karl Berbuer 1936 erstmals sang, kommt im Jahre 2013 zu neuen Ehren und Aufgaben: Das kleine Rheinschiffchen transportiert all jene LKW über den Fluss, die die beschädigten Kölner Rheinbrücken nicht mehr passieren dürfen. So zumindest sieht es Karl Heinz Schrörs, der genau jenes Motiv für einen der Persiflagewagen des Rosenmontagszuges 2013 entwarf. Über die Brückenproblematik hinaus sind aber auch andere lokale Themen Ziel der Sticheleien der Wagenbauer, deren Ideen Zugleiter Christoph Kuckelkorn am Freitag als Entwürfe vorstellte.

So zum Beispiel versucht sich Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters als Croupier in einem Spielcasino, das immer und immer wieder mit der Domstadt in Verbindung gebracht wird. Ziel seines Jobs ist es, das klamme Stadtsäckel mit Geld zu füllen. Den Dom haben die Wagenbauer zweimal im Visier: Einmal lassen sie ihn aus flexiblen Flip-Flops erstehen, sodass er jeder Vibration widersteht. Ein anderes Mal ist das Weltkulturerbe ganz und gar in Baugerüste gehüllt. Auch der 1. FC Köln findet sich in einem Persiflagewagen wieder: das neue Präsidium als "Halbgötter in Weiß" pflanzt dem gebeutelten Hennes ein goldenes Herz ein, Zeichen für einen hoffentlich rosigen Neubeginn. Die kölschen Originale Tünnes und Schääl mokieren sich über die explodierenden Kosten bei vielen der Bauprojekte in der Domstadt.

Von Köln aus in die ganze Welt

Seitenhiebe allgemeiner Art haben die Karnevalisten auch parat: Unter anderem wird die dürftige Rente, die so manchem nach 40 Jahren harter Arbeit zusteht, kritisiert. Auch die Jugend, der es vielfach nur um Spaß, Konsum und sich selbst geht, kommt im Hotel Mama im T-Shirt "Muttis Bester" nicht gut weg. Der übergewichtige Wohlstandsmensch, der vor lauter Speckbauch den hungernden Menschen gar nicht im Auge hat, sieht keine Armut in der Welt. Die Bundeskanzlerin kommt als Muttersau daher, die Europas Pleitestaaten Griechenland, Italien, Spanien und Portugal als Ferkel an der Brust hat. Und der liebe Gott muss eine neue Welt aus dem Ärmel schütteln, weil der alte Globus heruntergewirtschaftet ist.

Eines der wichtigsten Themen des Rosenmontagszuges 2013 ist Brasilien und Rio de Janeiro - in Anbetracht des Sessionsmottos "Fastelovend em Blot - he un am Zuckerhot" sowie der Städtepartnerschaft zwischen Köln und Rio kaum verwunderlich. Unter anderem legte ein brasilianischer Wagenbauer einen Entwurf für einen Festwagen vor, der die Natur und Mystik des südamerikanischen Landes als Pappmaschee ins winterlich-kalte Köln bringt. Die Schüler Lilly Seibel und Adrian Spielbauer nahmen sich die Städtepartnerschaft vor und verbinden den Rios Zuckerhut aus Gestein durch eine Seilbahn mit dem Kölner Zuckerhut aus Zucker. Tanzend auf dem Seil bützen sich kölscher Jeck und brasilianisches Sambamädchen - Völker- und Karnevalistenverständigung übers Meer hinweg.

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