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Der Kinofilm der Woche

Slumdog Millionär

Berlin (ddp). Jamal (Dev Patel) steht kurz vor dem größten Triumph seines Lebens. Der junge Inder hat es aus den tiefsten Slums bis auf den Kandidatenstuhl der Quizshow "Wer wird Millionär?" geschafft. Vierzehn Fragen konnte er bereits richtig beantworten. Jetzt steht er kurz vor der finalen Millionenfrage. Doch geht Jamals Siegeszug tatsächlich mit rechten Dingen zu? Die Produktionsfirma ist sich unsicher und lässt ihn daher vor der alles entscheidenden Antwort sicherheitshalber von der Polizei verhören. Dabei tritt eine erstaunliche Lebensgeschichte zutage.

"Slumdog Millionär" in unserem WebTV-Kinomagazin

Mit nicht weniger als acht Oscarstatuen im Gepäck kommt "Slumdog Millionär" in die deutschen Kinos. In allen Hauptkategorien, außer bei den Darstellern, konnte das Drama bei der diesjährigen Preisvergabe punkten und namhafte Konkurrenten wie "Milk" oder "Der seltsame Fall des Benjamin Button" übertrumpfen. Und das mit einem Film, der alles andere als amerikanisch ist.

Der britische Regisseur Danny Boyle inszenierte sein neuestes Werk im indischen Bollywoodstil oder genauer gesagt: als pompösen Genremix aus Drama und Komödie, Gangsterfilm und Familiengeschichte, Lovestory und Märchen. "Slumdog Millionär" definiert sich bei alldem selbst als Feel-Good-Movie.

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Doch danach sieht es zunächst kaum aus. Die Verhörmethoden der indischen Polizei sind knüppelhart. Zudem kommt der Quizkönig buchstäblich aus dem Dreck. Um das zu untermauern, lässt Boyle den jungen Jamal vom Donnerbalken direkt in die stinkende Notdurft springen.

"Slumdog Millionär" erzählt dennoch ein erfrischendes Märchen. Die
Bilder strahlen trotz aller Härte und Dramatik eine gewisse Wärme aus. Der Soundtrack lädt zum Mitswingen ein. Und die vornehmlich mit Laiendarstellern besetzte Schauspielerriege ist schlichtweg hinreißend. Wobei neben Ratefuchs Dev Patel vor allem Freida Pinto im Gedächtnis haften bleibt. Sie spielt Jamals große Jugendliebe derart zauberhaft, dass Hollywoods Produzenten inzwischen bei ihr Schlange stehen. Sogar Woody Allen soll bereits bei Pinto angeklopft haben.

Schlussendlich ist "Slumdog Millionär" somit tatsächlich ein Film zum Wohlfühlen. Zumal er gesellschaftliche Missstände in Indien anspricht, ohne penetrant in offenen Wunden zu bohren. Das Drama schmerzt nicht, es macht unaufdringlich auf Defizite aufmerksam. Daneben überzeugt die Geschichte durch ihren gefälligen Tonfall, der zu keiner Zeit in Kitsch abgleitet. Dafür ist Boyle als Regisseur schlichtweg zu routiniert.

"Slumdog Millionär" hat sich seine acht Oscars redlich verdient, da der Film eine der vielfältigsten, aufwendigsten, schillerndsten und somit auch auffälligsten Produktionen des Jahres ist. Dadurch hebt sich der Streifen wohltuend von der Masse ab. (Fotos: 2008 PROKINO Filmverleih GmbH)

Drama
Großbritannien / USA 2008
Regie: Danny Boyle
Darsteller: Dev Patel, Freida Pinto, Madhur Mittal
120 Min.

Offizielle Homepage des Films
"Slumdog Millionär" in unserem CineChannel
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