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Ausstellung

"Made in Cologne": (Fast) alles, was Köln bekannt macht

Klosterfrau, Farina, Rimowa, Deutz, Afri Cola, natürlich auch Ford – Firmennamen, die noch heute den Ruf Kölns weit über die Stadtgrenzen hinaustragen. Aber wer erinnert sich noch an Cito? An Sidol, Pallenberg, Orivit oder Tefifon? Die Ausstellung „Made in Cologne“ im Kölnischen Stadtmuseum lässt jetzt auf höchst unterhaltsame Weise ein Kapitel Kölner Wirtschaftsgeschichte lebendig werden.

Auf originelle Art dreigeteilt ist die Leistungsschau Kölner Erfinder- und Unternehmertums. Naturgemäß können die 350 Exponate – Produkte, Werbegeschenke, Verpackungen, Werbefilme – von einem guten halben Hundert Firmen auf 400 Quadratmetern Fläche nur eine kleine Auswahl aus den letzten gut zwei Jahrhunderten wiederspiegeln. Im Obergeschoss finden sich – thematisch zusammengefasst – die Produkte mit der Firmengeschichte. Im Treppenhaus winden sich die Porträts bekannter Kölner Unternehmer. Empfangen wird der Besucher im Erdgeschoss von einer „Reliquienkammer“: In geheimnisvoll beleuchteten Glaskugeln finden sich ausgesuchte Stücke, verbunden mit ungewöhnlichen Geschichten.

So die kleine grüne Sidol-Dose mit Schuhpolitur: Heinrich Böll arbeitete 1941 in der Fabrik. Eine der ersten Kölschflaschen mir Schnappverschluss ist ebenso zu sehen wie gefälschte Kölnisch-Wasser- Flakons. Oder eine Dose des „Hautconservierungsmittels Palliativ- Cream“: 1920 trat der Mitinhaber Max Riese aus der Firma Schmidthausen & Riese aus und produzierte fortan seine eigene Creme. Die kennt man noch heute – sie heißt „Penaten“.

Ja, es gibt auch die nicht erfolgreichen Geschichten. Wie die von Cito. Die Firma baute 1910 das damals mit 80 km/h schnellste Motorrad der Welt. 10.000 Exemplare wurden davon bis 1914 gebaut. 1923 wurde die Firma von den Köln Lindenthaler Metallwerken KLM aufgekauft, der Name Cito blieb noch gut 50 Jahre für verschiedene Fahrradmodelle erhalten. Nach Devisenspekulationen endete die Geschichte der Herstatt- Bank mit einer dramatischen Pleite: Daran erinnert – mit feinem Humor – ein leerer Geldsack. Der Korrektheit halber wird erwähnt, dass nach 30 Jahren Abwicklung immerhin 80 Prozent der angelegten Gelder zurückgezahlt werden konnten.

Auch für die Firmengeschichte weniger Angenehmes wird nicht ausgespart. Afri Cola etwa, 1931 als deutsche Konkurrenz zum internationalen Marktführer Coca Cola gemischt, verteilte in den späten 1930er Jahren ein Werbekärtchen mit den „Rangabzeichen unserer Wehrmacht“, auf der Rückseite eine Afrikakarte mit den ehemaligen deutschen Kolonien. Afri Cola ist im Übrigen auch ein Beispiel für das Auf und Ab einer Marke. Damals gewürzt mit dem größten Koffeinanteil, geriet die braune Brause in den 1960er Jahren ins Abseits. Eine legendäre Werbekampagne von Charles Wilp hauchte ihr neues Leben ein – wenn auch nicht auf Dauer. Erst in den letzten konnte man wieder an den alten Mythos anknüpfen. Besucher können sich im übrigen als Nonnen verkleiden und ein Skandal-Foto von Charles Wilp nachstellen.

Ach ja: Orivit war eine 1886 erfundene Metalllegierung, mit der kostengünstig „kunstgewerbliche gegenstände“ vorwiegend im Jugendstil kostengünstig gestanzt werden konnten. Tefifon war ein Tonbandgerät aus den späten 1930er Jahren – schon mit einer bedienungsfreundlichen Kassette ausgestattet. Die Firma „Heinr. Pallenberg“ (1827-1959) galt vor allem um die Jahrhundertwende als Inbegriff für hochwertige Inneneinrichtungen.

Und was ist mit Overstolz, Opekta, Kölner Zucker, Stollwerck oder Clouth? Das und noch viel mehr gibt‘s bei „Made in Cologne“ zu entdecken. (js)

„Made in Cologne – Kölner Marken für die Welt“ bis 11.9.2011, Kölnisches Stadtmuseum, Zeughausstr. 1-3, 50667 Köln, Di 10-20 Uhr, Mi- So 10-17 Uhr, am ersten Donnerstag eines Monats 10-22 Uhr, Eintritt 3,50/1,50 Euro. Katalog: 9,95 Euro

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