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Interview mit der Berliner Band

5Bugs im Underground: Hauptstadt rockt Domstadt

Sie kommen aus Berlin, doch Köln ist ein heißes Plaster für sie: 5Bugs traten am 1. Oktober während ihrer "Best Off"-Tour im Underground auf - bereits zum fünften Mal standen sie in der Domstadt auf der Bühne.

Das Quintett um Sänger Chris Dumhard legte vor gut 200 Zuschauern ein intensives und schweißtreibendes Konzert hin. Und hatte das Publikum nicht nur mit seinen melodischen Uptemporockern mit Punkanleihen fest im Griff und auf seiner Seite: "Ihr seid geil, ihr seid verrückt - warum sind wir eigentlich keine Kölner?" - bei so was kochte die Stimmung in der Ehrenfelder Konzerthalle ruck zuck über.

Nach dem Konzert sprach koeln.de-Redakteur Helmut Löwe mit Bassist Daniel Kokavecz und Gitarrist Stefan "Snöt" Fehling. Im Backstagebereich plauderten die beiden gut gelaunt über den Auftritt, die Band und die Fans. Und machten auch vor heiklen rheinischen Themen nicht halt.

Wie hat Euch der Auftritt gefallen?

Daniel: Sehr gut! Köln ist immer ein Highlight auf der Tour.

Stefan: Köln ist eine Stadt, in der viele Fans ins Konzert kommen und die Leute sind immer gut drauf.

In Köln habt ihr also schon öfter gespielt. Wie oft wart ihr schon hier?

Daniel: Ich würde sagen fünfmal. Unsere erste Show haben wir zusammen mit den Brainless Wankers im Sonic Ballroom um die Ecke gespielt. Ein ganz kleiner Laden, fast mehr schon eine Kneipe, aber sehr nett dort. Ich glaube, das war 2004 oder 2005.

Stefan: 2006! Das war in dem Jahr, als unser zweites Album herauskam.

Daniel: Dann war das wohl 2006. Danach haben wir die Subways im Luxor supported. Und dieses Jahr waren wir schon einmal im Underground.

Im Publikum waren ziemlich viele Teenies; 13- 14-jährige Mädels, die rumspringen. Ist das nicht komisch für euch, die Mitte, Ende 20 sind?

Daniel: Das ist etwas schwierig. Man kann sich so was ja nicht aussuchen. Und man kann ja auch schlecht sagen „ich find’s doof, dass ein junger Mensch schon einen guten Musikgeschmack hat“. Schließlich wollen wir nicht nur die coolen 25-Jährigen als Fans. Oder jene, die nur wegen unserer gut gebauten Körper kommen (Gelächter). Wir heben uns in jedem Fall von Bands wie Tokio Hotel oder anderen Mainstreambands ab, die auf Viva laufen oder in der Bravo sind. Die Leute mögen halt unsere Musik.

Ihr habt während des Auftritts die Rivalität zwischen Köln und Düsseldorf ins Spiel gebracht.. (5Bugs spielten einen Tag zuvor im Düsseldorfer Ratinger Hof)…

Stefan: Na ja, wir haben gestern in Düsseldorf gespielt, und heute in Köln – da hat sich das halt so ergeben. Wobei wir in Düsseldorf zum ersten Mal gespielt haben.

Daniel: Als Berliner ist uns Rivalität zwischen Köln und Düsseldorf total Wurst. Das kennt man natürlich und so was ist auch ein guter Aufhänger: In Düsseldorf habe ich gestern gesagt, dass die Düsseldorfer fast so gut sind, wie die Kölner. So richtig gut fanden die Fans das zwar nicht, aber die Düsseldorfer haben durchaus Humor. Und es war, sorry Köln, sehr schön in Düsseldorf, Da kann man wirklich mal hinfahren. (lacht)

Auf eurer Myspace-Seite steht, ihr macht Rock, Alternative, Pop; das ist ein breites Feld. Wie beschreibt ihr selbst eure Musik?

Stefan: Wir haben’s breit gestreut, denn es bleibt jedem selbst überlassen, wie er das nennt, was wir machen. Musik soll man schließlich hören und nicht darüber reden. Jeder soll sich unsere Musik anhören und dann selbst ein Bild machen.

Daniel: Wir sind nicht solche Genrenazis. Da kann sich jeder selbst entscheiden, wie er unsere Musik nennen will. Wir wollen uns selbst nicht in eine Schublade packen. Wenn das jemand machen will, soll er das tun. Ansonsten: Rock – Gitarre, Bass, Schlagzeug, Gesang. Es muss Rock sein, das isset halt.

Der „Rausschmeißer“ nach dem Auftritt war von Peter Alexander („Hier ist ein Mensch“, d. Red.). Ist das auf eurem Mist gewachsen?

Daniel. Ja, tatsächlich. Dazu kam es zufällig – eine echte Tourgeschichte: Da stehst du beim Lidl, kaufst Batterien und Schokoriegel und dann gibt’s da im Angebot für 3,33 Euro 'ne schöne „Hits, Hits, Hits“-Compilation. Da war unter anderem auch Peter Alexander drauf; und der hat uns so gut gefallen, dass er zu unserem Outro wurde. Ein schöner Song, der den Menschen etwas mit auf den Weg geben soll.

Und was?

Daniel: Na ja, öffne deine Tür.

Stefan: Ein schöner Song zum Ausklang des Konzerts. Ein Kontrast: da weiß man, das Konzert ist jetzt vorbei und man kann noch gemütlich sein Getränk austrinken.

Ihr als Berliner Pilstrinker, wie kommt ihr mit den regionalen Biersorten Kölsch und Alt klar?

Daniel: Im Zuge des Umweltschutzes und der geringen Transportwege trinken wir natürlich sehr gerne regionales Bier. Mit Alt sind wir gestern jedoch nicht wirklich warm geworden.

Stefan: Na ja – du hast aber schon…

Daniel unterbricht ihn: Ich hab’s halt vernichtet.

Stefan: Das Alt mag ich auch nicht. Heute Mittag waren wir auf dem Heumarkt und haben schon mal ein paar Kölsch getrunken – ich glaube es war Gaffel.

Daniel: Es war nur sehr schade, dass sie das Bier in Schnapsgläsern serviert haben. (Gelächter) Aber egal, in welcher Region wir sind, finden wir es gut, wenn man uns ein einheimisches Bier reicht. Auch in Bayern. Mann kann ja über die Bayern sagen, was man will, aber Bier, das können sie, da haben sie Ahnung von. Jetzt wollen wir das Alkoholthema aber nicht weiter vertiefen, sonst denken die Leute noch wer weiß was.

Bei Wikipedia liest man, dass dies eine „Abschlusstour“ ist, bevor ihr Euch ans neue Album macht (Die dritte CD „Best Off“ erschien im Januar 2009; d. Red.). Stimmt das?

Daniel: Man darf zwar nicht alles glauben, was man bei Wikipedia liest, aber das stimmt. Wir treten bis zum 10. Oktober auf, danach machen wir eine Livepause, um am neuen Album zu arbeiten. Früher war’s so, dass wir viel auf Tour waren und zwischendurch das Album geschrieben haben. Doch diesmal wollen wir konsequenter arbeiten, uns nicht ablenken lassen und konzentrieren uns nur aufs Album.

Existiert bereits Material?

Daniel: Es gibt Ideen, aber noch nichts für die Öffentlichkeit.

Wann wird das neue Album soweit sein?

Stefan: Steht völlig in den Sternen. Es gibt kein Datum – wir werden sehen , was passiert.

Daniel: Wenn das Ding gut ist, kommt es raus. Wir haben keinen Druck, sind nach dem vergangenen Album frei, wir sind zu haben (lacht. Wir haben noch keinen Plan, mit welcher Plattenfirma wir arbeiten; oder ob wir mit Rockhit Records weitermachen. Alles ganz entspannt.

Zu eurem Namen: 5Bugs – wie kommt ihr zu diesem und was hat das mit Käfern zu tun?

Daniel: Das hat mit Käfern nichts zu tun, sondern ist eine Abkürzung. Aber die Abkürzung ist geheim – die wird nicht verraten. Wenn in Berichten steht „die fünf Käfer waren wieder da“, das mögen wir jedoch nicht so gerne. Aber das mit einem Bandnamen ist halt so eine Sache. Wir sind ja jetzt auch schon über acht Jahre alt und den Namen kann man ja dann auch nicht mehr rückgängig machen.

Herzlichen Dank für das Gespräch.

5Bugs im Internet:

www.5bugs.com

www.myspace.com/5bugs

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