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111 Kölner Kneipen

Klein, düster, laut und klasse: der Durst

Die Kneipe in der Weidengasse ist der Inbegriff einer klasse Kaschemme: klein, düster und laut. Und wenn man hingeht, geht man nicht in "das", sondern in "den" Durst. Darauf legen Eingeweihte wert!

Zunächst mal: Es heißt nicht »das«, sondern »der« Durst, so nennen ihn jedenfalls die Eingeweihten. Seinen wie die Faust aufs Auge passenden Namen hat der Laden einem Theaterstück zu verdanken. Der »Durst« des irischen Dichters Flann O’Brien (1911–1966) handelt von den verwinkelten – und schließlich glücklichen – Versuchen eines nächtlichen Trinker-Trifoliums, den auf die Sperrstunde pochenden Dorfpolizisten zum Mitbechern zu überreden.

Irgendwann in den 1970ern befand sich in dieser heiligen Spelunke eine Animierbar mit Damen aus dem Milieu, wie es im Eigelstein nicht ungewöhnlich war. Später residierten hier kaum minder zwielichtige Etablissements unter tunesischer und später marokkanischer Führung. Wer sich den Durst heutzutage ansieht, der mag sich, so er denn das dafür notwendige Alter besitzt, an eine andere Kneipe erinnert fühlen. Die hieß »Station«, befand sich unterhalb vom Bahndamm auf der Zülpicher Straße und wurde inzwischen sogar literarisch verewigt (Guy Helminger: »Die Ruhe der Schlammkröte«).


Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Kneipen, die man kennen muss" von Bernd Imgrund und Thilo Schmülgen (Fotos).
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Kaschemme im besten Sinne des Wortes

Nach dem letzten Zapfenstreich in der »Station« saß hier unter anderem der kölsche Irish-Folk-Musiker Ecki Krupp auf dem Trockenen. Um sich und seinen Kumpels eine neue Tränke zu bieten, machte er sich quer durch Köln auf die Suche nach einer vergleichbaren Lokalität. Und wurde 1994 fündig: in der Weidengasse 87.

Der Durst, das freut den echten Kneipenkenner, ist eine Kaschemme im besten Sinne des Wortes: klein, düster und laut. Krupps Nachfolger Guido »Proffi« Rauprich wollte daran genauso wenig ändern wie an der ebenso spärlichen wie zweckmäßigen Einrichtung. Und weiterhin steht dem fröhlich fließenden Fassguinness und der breitgefächerten Whisk(e)yauswahl die Tatsache gegenüber, dass hier weder Kaffee noch sonstige Heißgetränke serviert werden. Und wer den Laden kennt, der wird sagen: Konsequent! (Foto: Thilo Schmülgen)

Adresse Weidengasse 87 | Tel. 0221/13 63 66 Öffnungszeiten So - Do: 20 - 02 Uhr; Fr: 20 - 03 Uhr, Sa 15 - 03 Uhr | ÖPNV Bahn 12, 15, Haltestelle Hansaring | Sonstiges Bundesligaspiele live

Die Serie auf koeln.de: 111 Kölner Kneipen, die man kennen muss

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Kneipen, die man kennen muss" von Bernd Imgrund (Text) und Thilo Schmülgen (Fotos), erschienen im Verlag Emons. Dieses Buch jetzt kaufen. Hier geht es zum Writer's Blog von Bernd Imgrund.

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