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Neu im Kino

Der Hobbit - Smaugs Einöde

Von Marcus Wessel 

Wenn Peter Jackson seine ganz persönliche „unendliche Geschichte“ weitererzählt, dann ist damit fast automatisch einer der Kinohöhepunkte des Jahres verbunden. Auch im zweiten Teil des von ihm auf drei Filme angelegten „Hobbit“-Abenteuers finden sich alle Zutaten für prachtvolles, effektgeladenes Abenteuer-Kino.

Bildergalerie: Der Hobbit - Smaugs Einöde
"Der Hobbit - Smaugs Einöde" in den Kölner Kinos
"Der Hobbit - Smaugs Einöde" in den Kölner Kinos (3D)
"Der Hobbit - Smaugs Einöde" in den Kölner Kinos (3D HFR)
"Der Hobbit - Smaugs Einöde" in den Kölner Kinos (3D OV)
Offizielle Homepage zum Film

Eigentlich bedarf die Welt des J.R.R. Tolkien keiner Vorstellung mehr. Längst ist Mittelerde im Kino ein etabliertes Synonym für großes Abenteuer und noch größere Bilder. Beides haben wir dem Neuseeländer Peter Jackson zu verdanken, der mit seinen drei „Herr der Ringe“-Filme zeitloses Fantasy-Kino erschaffen und damit das Unmögliche möglich gemacht hat. Denn Tolkiens Romane galten eigentlich als unverfilmbar. Noch mehr traf dieses Urteil auf Tolkiens vom Umfang eher übersichtliches Kinderbuch „Der Hobbit“ zu. Auf knapp 300 Seiten – geradezu eine Kurzgeschichte für Tolkien-Verhältnisse – breitete er die Reiseerlebnisse eines gewissen Bilbo Beutlin aus, wobei er sich für Abschweifungen und scheinbar Nebensächliches viel Zeit nahm.

Jackson, angespornt vom Erfolg seiner „Herr der Ringe“-Trilogie, entschied kurzerhand, für den „Hobbit“ nicht einmal sondern gleich dreimal nach Mittelerde zurückzukehren. Wie sich jedoch aus der eher schmalen Vorlage ein Acht-Stunden-Epos basteln lässt, war zunächst sein Geheimnis. Nach Teil 2, der mit über 160 Minuten auch nur unwesentlich kürzer als sein Vorgänger ist, wird die Antwort auf diese Frage zunehmend klarer. So nahm sich Jackson im Vergleich zu den „Herr der Ringe“-Filmen weitaus größere Freiheiten. Der Respekt vor Tolkiens Werk ist zwar weiterhin spürbar, doch gleichzeitig scheint Jackson das Urteil der eingeschworenen „Herr der Ringe“-Fans nicht mehr zu fürchten. Und so baute er in den „Hobbit“ nicht nur neue Figuren sondern auch komplett neue Schauplätze ein.

Bildergalerie: Der Hobbit - Smaugs Einöde

Zunächst geht jedoch alles seinen gewohnten Gang. Bilbo (Martin Freeman) und die aus ihrem Königreich Erebor vertriebenen Zwerge unter ihrem mutigen Anführer Thorin Eichenschild (Richard Armitage) befinden sich noch immer auf der beschwerlichen Reise in ihre alte Heimat. Dort wartet der gerissene Drache Smaug auf sie, der es sich mit dem goldenen Schatz der Zwerge in einer Höhle gemütlich gemacht hat. Bis Bilbo und die Zwerge das riesige Ungeheuer allerdings zum Kampf herausfordern können, müssen sie noch ganz andere Gefahren überstehen. Gejagt von blutrünstigen Orks und beobachtet von den meist misstrauischen Elben führt sie ihr Weg unter anderem in den Zauberwald von Mirkwood und in das verfallene Laketown, wo ein feudaler Herrscher (Stephen Fry) die arme Stadtbevölkerung ausbeuten lässt.

Neben vielen neuen Figuren erfreut Jackson treue Fans auch mit Auftritten von alten Weggefährten wie dem grauen Zauberer Gandalf (Ian McKellen) und dem ebenfalls aus den „Herr der Ringe“-Filmen bekannten Elben Legolas (Orlando Bloom), dessen Charakter im “Hobbit“ von Tolkien eigentlich mit keiner Zeile erwähnt wird. Ihm zur Seite stellte Jackson mit der mutigen Elbenkriegerin Tauriel (Evangeline Lilly) sogar eine komplett neu erdachte Figur, die nicht nur als Ersatz für Liv Tylers Arwen sondern zudem als heimliches Love Interest fungiert. Dass man als Zuschauer nicht merkt, was originär von Tolkien stammt und was Jackson letztlich nur hinzugefügt hat, sagt viel über die Qualität des zweiten „Hobbit“-Abenteuers aus. Nach einigen Startschwierigkeiten im Teil 1, dem man die dünne Vorlage gelegentlich anmerkte, ist viel von diesem Leerlauf nun verschwunden.

Jackson weiß, wie er mit den Zutaten eines Prequels spielen muss

„Smaugs Einöde“ fühlt sich wesentlich erwachsener und dunkler an. Dazu passt die gekonnte Zuspitzung der Dramaturgie. So verlangt die Flucht vor den Orks immer größere Anstrengungen von Bilbo und den Zwergen. Gleichzeitig zeigt sich erstmals der mächtige Einfluss des Rings, der zunehmend von Bilbo Besitz ergreift. Die Vorboten des „Herr der Ringe“ zeichnen sich deutlicher als erwartet am Horizont über Mittelerde ab, womit der Film weniger einem jungen Publikum als den alten „Herr der Ringe“-Fans Gefallen dürfte. Jackson weiß, wie er mit den Zutaten eines Prequels spielen muss. Dabei funktioniert „Smaugs Einöde“ aber auch nach den Gesetzen einer klassischen Fortsetzung über weite Strecken hervorragend.

Nur vereinzelt verrennt sich die Geschichte in allzu abstrusen Actioneinlagen, denen man die Rechenanstrengung ihrer Special-Effects-Programme leider etwas zu deutlich anmerkt. Die Flucht der Zwerge in den Holzfässern über einen wilden Fluss gehört dazu. Statt Action und Spannung bietet diese Szene eher ungewollten Slapstick. Und auch wenn man weiß, dass der „Hobbit“ erst mit Teil 3 auserzählt ist, kann Jacksons finaler Cliffhanger angesichts einer einjährigen Wartezeit schon ziemlich frustrieren.

Bildergalerie: Der Hobbit - Smaugs Einöde
"Der Hobbit - Smaugs Einöde" in den Kölner Kinos
"Der Hobbit - Smaugs Einöde" in den Kölner Kinos (3D)
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Über den Autor

Marcus Wessel lebt und arbeitet als freier Journalist in Köln. Seine große Leidenschaft gilt dem Kino, wobei er eine strikte Einteilung in Blockbuster und Arthaus ablehnt. Für ihn gibt es nur gute und schlechte Filme.

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