• Home
  • Sa, 15. Dez. 2018
  • Stadtplan
  • Verkehr
  • KoelnMail
  • Newsletter
  • DE | EN
koeln.de

Aus den Kindertagen der Werbeplakate

Ausstellung „Als Kitsch noch Kunst war“

Vor 150 Jahren wurde die Werbeindustrie geboren. Die Erfindung des industriellen Farbdrucks in unterschiedlichen Techniken machte es erstmals möglich, bunte Plakate in hoher Auflage zu drucken. Fortan konnte für Cacao, für Schifffahrtslinien, für Knorr’s Suppen und das Victoria-Fahrrad geworben werden. Die Ausstellung „Als Kitsch noch Kunst war“ im Käthe-Kollwitz-Museum erinnert daran.

Die Plakate auf dickem Papier waren in der Regel allerdings nicht fürs „Freie“ bestimmt. Sie hingen in den Kolonialwarenläden und weckten dort den Appetit auf exotische Genüsse. Brauereien protzten in den Kneipen mit Ansichten ihrer Produktionsstätten. Und in den Büros durften sich die Reederei-Angestellten an den Flaggschiffen ihrer Arbeitgeber erfreuen.

Doch nicht nur Plakate konnten nun in hoher Auflage gedruckt werden. Es gab Repräsentationsbilder für Firmen und Blätter zur Erinnerung an wichtige Ereignisse. So schuf der Kölner Künstler Caspar Scheuren entwarf das Blatt für die Düsseldorfer Gewerbeausstellung 1852. Die Restaurierung des Aachener Münsters 1853 wurde ebenso gefeiert wie 1854 die silberne Hochzeit von Preußenkönig Wilhelm I. mit Prinzession Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach.

Solche Bilder wurden jetzt für jede erschwinglich – ebenso die Reproduktionen berühmter Gemälde. Raffaels Sixtinische Madonna durfte fortan über jedem Ehebett wachen – wenn auch leicht dem Zeitgeschmack angepasst. Denn natürlich wurde das alles im damals geltenden Kunstgeschmack gestaltet: romantisch und neugotisch waren angesagt. Für heutigen Geschmack (fast) alles Kitsch. Erst mit Henri Toulouse-Lautrec begann eine neue Zeit.

Nicht zu vergessen die Bilderbücher, die die Kinderzimmer eroberten. Mit Sammelbildern ließ sich die Welt entdeckten, sie ließen Geschichte Revue passieren und stellten die Großen der Zeit vor. Die feinen Gastronomen lockten ihre Gäste mit bunten Menükarten.

Die Ausstellung wurde Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg übernommen. Dort hatte man schon im 19. Jahrhundert Plakate und andere Druckerzeugnisse gesammelt. Doch zu der für 1888 geplanten Ausstellung kam es nicht. Seitdem ruhten die 340.000 Grafiken – darunter 90.000 Plakate – Im Magazin. Für diese Ausstellung wurden sie erstmals wieder herausgekramt: Ein ergötzlicher Ausflug in eine vergangene Zeit. (js)

„Als Kitsch noch Kunst war – Farbendruck im 19. Jahrhundert“ – bis 9. Juni 2013, Käthe-Kollwitz-Museum Köln, Neumarkt 18-24, 50667 Köln, Tel. 0221 / 227-28 99 / 26 02, Telefax: (0221) 227-3762, www.kollwitz.de, Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr, Sa, So und feiertags 11-18 Uhr, Eintritt: 4/2 Euro, Katalog 19,80 Euro

Onlinespiele

teaser_big_bubbles.jpg
Schieß Deine Bubbles auf mindestens zwei gleichfarbige Blasen und bring sie so zum Platzen. Achtung! Suchtgefahr!   Jetzt Bubbles spielen!
spiele_exchange_classic_screensh_600.jpg
Bilde Reihen aus mindestens drei Steinen. Wenn Du es schaffst, vier oder fünf Steine miteinander zu kombinieren, bekommst Du mächtige Bonussteine!  Jetzt Exchange Classic spielen
spiele_mahjong-koelsch-foto_225.jpg
Mahjong op kölsche Aat - können Sie alle Steine entfernen? Mit Dom, Rhein, Karneval und Halver Hahn.  Mahjong spielen
So verkaufen Sie Ihre Immobilie
Käuferportal
Immobilie zum Top-Preis verkaufen!
Mit unserem neuen Service finden Sie ganz einfach einen Käufer für Ihr Haus, Ihre Wohnung oder Ihr Grundstück. Immobilie zum Top-Preis verkaufen!
Geschenke zur Punschsaison
Cremig-zarter VERPOORTEN-Punsch

Verschenkfertige Präsente mit cremigem VERPOORTEN, ideal für Ihre nächste Winterparty. Wie wäre es mit
VERPOORTEN-Punsch und VERPOORTOCCINO-Punsch?

Jetzt im Onlineshop bequem und risikolos bestellen!