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Provokant und elegant

Art.Fair spielt mit gesellschaftlichen Tabus

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Ein Pavian, der mit päpstlicher Kopfbedeckung über einen roten Teppich stolziert, Putin, in Öl gemalt als Mann der zwei Gesichter, und immer wieder nackte Haut - die Art.Fair 2014 tänzelt um die Skandälchen. Und inszeniert Kunst als wohltemperierten Schock.

Er ist der Star der Art.Fair 2014 - und das als Ausgestopfter: Ein lebensgroßer Pavian im Bischofsornat, der mit einer Hand sein Gewand rafft, mit der anderen Seifenblasen versprüht. Wie in ein schwarzes Loch zieht es die Besucher der Art.Fair 2014 zum "Sacred Baboon" von Tom Schmelzer. 

Dass seine Installation mit weit aufgerissenem Maul und polierten Fangzähnen geradezu nach Aufmerksamkeit schreit, ist dem nebenberuflichen Arzt durchaus bewusst: "Das Kunstwerk richtet sich gegen den Superjoritätsanspruch der Menschen, die glauben, wir seien die Krone der Schöpfung", erklärt Schmelzer gegenüber koeln.de. "Evolution ist etwas Chaotisches, und die Menschen ein Zufallsprodukt", setzt er einen obendrauf.

Das ist die Kunst der Art.Fair 2014

Doch wozu die Seifenblasen? Es handelt sich um ein Vanitas-Symbol aus dem Barock (häufig auch als Totenschädel oder herabgebrannte Kerzen zu finden), das den Betrachter die Vergänglichkeit allen Seins vor Augen führen soll. Mit 24.000 Euro ein vergleichsweise günstiges Kunstwerk, doch es geht auch exklusiver.

Bilder zum Preis eines Einfamilienhauses

Die Messe war noch nicht eröffnet, da hatte schon die Skulptur „Madonna Juana" der Pop-Art-Ikone John Chamberlain (Galerie Terminus) für stolze 2,1 Millionen Euro den Besitzer gewechselt. Dadurch wurde ein winziges Gemälde von Gerhard Richter schlagartig das teuerste Werk der Art.Fair: Sein "Abstraktes Bild" von 1978 (33x27cm, OSPER Kunsthandlung), wird mit 550.000 Euro immer noch zu dem Preis eines gut ausgestatteten Eigenheims angesetzt.

Das Spiel der gewaltigen Summen hat auch der Düsseldorfer Künstler Kanjo Také künstlerisch verarbeitet. Seine digitale Fotomalerei "MIKADO" (5.831 Euro) zeigt die weltweiten Finanzbewegungen als gefährliches Spiel, in dem Geldvulkane ausbrechen und das Leben zu vergiften drohen. "Alles hängt ineinander", reflektiert Také gegenüber koeln.de. "Ich verdamme das Geld an sich nicht, aber ich sehe die Geldflüsse als ein Phänomen, in dem die erotische Anziehungskraft des Reichtums zu einem Weltwährungskrieg ausartet." 

Kunst als Investment? Nur für Kenner!

 

Ist in solch unruhigen Zeiten die Kunst an sich da nicht ein sicherer Hafen für Investoren? Wir fragten Art.Fair-Geschäftsführer Walter M. Gehlen. Sein Urteil: Nur für Kenner. "Man muss seine Hausarbeiten machen und sich mit seinen Investment-Themen intensiv und leidenschaftlich beschäftigen", so Gehlen. Während bei junger Kunst oft sozusagen ein (niedriger) Quadratmeterpreis die Werke taxiere, gebe es einen besonders volatilen Bereich bis in die sechsstelligen Summen. Künstler von Weltformat hingegen wie ein Richter oder Warhol, deren Bilder ebenfalls Schwankungen unterlägen, verzeichneten in der Regel auf lange Sicht eine Preissteigerung.

So sind es doch andere Werte, die für Sammler auf der Art.Fair in den Vordergrund rücken: Die "Deep Sleep" von Dieter Mammel (Galerie Hübner & Hübner) zeigt eine auf den ersten Blick vertraute Wohnzimmerszene: Eine Couch, zwei Fernseher, darüber ein Ölgemälde. Bei näherer Betrachtung kippt die Szenerie ins Bedrohliche: Flammen züngeln über den Bildschirmen aus den 50er-Jahren, und der schwebende Cowboyhut auf dem Bild droht die Landschaft unter sich zu begraben. 

Nicht minder furchteinflößend der durchdringende Blick von Wladimir Putin in dem Gemälde "Wladimir Wladimirowitsch" von Holger Kurt Jäger, das eigens für die Art.Fair gemalt wurde. Mit gleich vier Augen und zwei Mündern zeigt er sich als Doppelsprech-Orakel für den Betrachter. Wo die Kunst zur Haute Couture der Traumweberei wird, ist die Art.Fair vorne mit dabei. Doch die Provo-Masche wurde in diesem Jahr häufiger bewusst mit eingeflochten. (Foto: Hardt)

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