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koeln.de

Fernsehsendung in der ARD

Stefan Raab castet die Jungfrau der Karnevalssession 2013/14

(Ja, Sie haben es bemerkt. Dieser Artikel war ein April-Scherz. Statt der Jungfrau im Dreigestirn "castet" Stefan Raab die Kanzlerin und den Kanzlerkandidaten vor der Bundestagswahl im Herbst. Und das ist kein Scherz.)

Multisassa Stefan Raab ist ein neuer Coup gelungen: In Kooperation mit dem Festkomitee des Kölner Karnevals castet der Entertainer die Jungfrau des Dreigestirns 2013/14. In einer Fernsehsendung mit prominenter Jury wird "Ihre Lieblichkeit" ausgewählt. Die Einnahmen fließen in die Finanzierung des Rosenmontagszugs.

Stefan Raab kann Wok-Fahren, Boxen, Schachspielen und er kann auch Karneval: Nachdem der Kölner Entertainer mit der "Großen TV total Prunksitzung" den ersten Schritt ins Karnevalsgeschäft tat und dann mit eigenen Karnevalssongs mit den Höhnern nachlegte, mischt er künftig in der obersten Riege der kölschen Karnevalisten mit: Zusammen mit dem Festkomitee des Kölner Karnevals von 1823 e.V organisiert der 46-Jährige eine Castingsendung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, bei der die Jungfrau des Kölner Dreigestirns der Karnevalssession 2013/14 bestimmt wird.

Die Sendung, die voraussichtlich im Sommer 2013 in Köln produziert und deutschlandweit ausgestrahlt wird, soll wie folgt ablaufen: Elf potenzielle Jungfrauen (traditionell alle männlich) treten in mehreren Spielrunden gegeneinander an, um die Juroren bestehend aus hochkarätigen Gästen von ihrem karnevalistischen Talent zu überzeugen. Die Kandidaten werden vom Festkomitee Kölner Karneval vorausgewählt. Sie vertreten elf unterschiedliche Kölner Karnevalsvereine.

In der Jury vertreten ist zum einen der fünfköpfige, geschäftsführenden Vorstand der Kölner Festkomitees, darunter Präsident Markus Ritterbach. Zum anderen sollen Stefan Raab, Höhner-Frontmann Henning Krautmacher und ein ehemaliger Prinz-Fastelovend als Juroren agieren, sowie weitere Prominente aus dem deutschen Fernsehen. Im Gespräch seien unter anderem Komikerin Carolin Kebekus und Parodist Martin Klempnow. Neben der Jury sollen die Fernsehzuschauer via Televoting für ihre "Favoritin" im kölschen Fasteleer abstimmen können.

Einnahmen fließen in die Organisation des Kölner Rosenmontagszugs

Mit dem Gewinn, der aus der Produktion der Sendung erzielt wird, soll der Rosenmontagszug finanziell unterstützt werden, der auf Grund der verschärften Sicherheitsauflage der Stadt Köln von Jahr zu Jahr teurer wird. "Ohne Fernsehsitzungen gäbe es den Rosenmontagszug nicht", sagte Dr. Joachim Wüst, Vizepräsident des Festkomitees und Gestalter der Fernsehsitzungen jüngst gegenüber der Kölner Rundschau. Der Höhepunkt des Straßenkarnevals kostet das Festkomitee nach eigenen Angaben rund eine Million Euro. Einen Teil der Summe bringen die Gesellschaften und Teilnehmer des Zuges auf - der Rest kommt von der Stadt und eben vom Fernsehen.

Die Aufstellung von Prinz und Bauer übernimmt das Kölner Festkomitee wie bisher im Anschluss an die Produktion der Sendung.

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