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Weltmeister im Interview

WM 2018: Wo landet Deutschland? Litti weiß die Antwort

In der Fußball-WM 2018 tritt Deutschland als amtierender Weltmeister an. Gelingt die Titelverteidigung? Wer ist heißer Kandidat? Was haben andere drauf? Wer überrascht? Litti, Weltmeister von 1990, weiß es.

Von Tobias Gonscherowski

Pierre Littbarski kam 1978 als 18-jähriger Jungspund aus Berlin zum 1. FC Köln. 14 Jahre lang trug er dann das Trikot mit dem Geißbock. "Litti" wurde zu einer kölschen Ikone. Er spielte zwischen 1982 und 1990 drei Weltmeisterschaften, wurde Weltmeister 1990, dazu Pokalsieger mit dem FC.

Heute arbeitet er in der Scoutingabteilung des VfL Wolfsburg. Im exklusiven Interview mit koeln.de spricht der 58-Jährige über die WM in Russland, die Chancen der deutsche Mannschaft, seinen Favoriten und Überraschungskandidaten. Außerdem hat er Anekdoten seiner  Weltmeisterschaften parat.

Herr Littbarski, wie groß ist bei Ihnen die Vorfreude auf die WM in Russland?

Als Fan der deutschen Mannschaft ist die Vorfreude sowieso groß. Ich bin voller Erwartung und hoffe, dass wir ähnlich gute Spiele wie bei der WM 2014 sehen werden. Und als Mitglied des Scouting Teams des VfL Wolfsburg freue ich mich über diese Riesenmöglichkeit, so komprimiert die absoluten Topspieler zu sehen. Vielleicht können wir noch die eine oder andere Perle finden, die jetzt noch nicht so groß im Rampenlicht steht. Diese Möglichkeit ist enorm bei 32 Mannschaften.

Werden Sie sich auch WM-Spiele vor Ort in Russland oder zuhause vor dem Fernseher anschauen?

Wir machen das vor dem Fernseher. Obwohl wir sonst lieber im Stadion scouten, haben wir uns aus organisatorischen Gründen entschlossen, zuhause zu bleiben. Die Spiele finden einfach zu schnell hintereinander statt.

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Wie bewerten Sie die Stimmung rund um das deutsche Team, nachdem die letzten Testspiele nicht überzeugend waren und es zusätzlich das Theater um Ilkay Gündogan und Mesut Özil wegen ihres Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Erdogan gab?

Die Leute sehen es so, wie sie es sehen möchten. Mal positiv und mal negativ. Fakt ist, dass wir in der Vorbereitung vor den großen Turnieren nicht immer Bäume ausgerissen haben. Das war auch schon zu meiner Zeit so. Aber wenn es darauf ankommt, hat diese Mannschaft beim Confed Cup oder in der Qualifikation geliefert.

Ich glaube, dass man versuchen muss, die Sache mit Özil und Gündogan so schnell wie möglich in den Griff zu bekommen. Vielleicht sollte es noch einmal eine klärende Aussage geben. Ich erwarte von den Spielern aber auch nicht, dass sie alles richtig machen. Wenn man etwas macht, was andere nicht so gut finden, muss man dazu stehen und einen Kommentar abgeben. Danach sollte die Konzentration nur noch dem Turnier gelten.

Wie gefällt Ihnen der WM-Kader? Hat Joachim Löw diesen  ausgewogen ausgewählt? Fehlt es in der Offensive womöglich zu Alternativen zu Timo Werner oder Mario Gomez?

Wir haben genug Möglichkeiten und können bei Bedarf auch Müller als "falsche Neun" einsetzen. Ich glaube, dass der Kader sehr ausgewogen ist. Man muss an alle Positionen denken und sollte keinen Linksverteidiger wie Marvin Plattenhardt zuhause lassen, um noch einen Stürmer zu bringen. Man muss das Gesamtpaket sehen. Ich finde, dass die Positionen gut abgedeckt sind.

Ein großer Aufreger war die Personalie Leroy Sané. Waren Sie auch erstaunt, dass der Bundestrainer auf ihn verzichtet hat?

Auf der einen Seite ja. Allerdings habe ich mit Jogi zusammen den Trainerschein gemacht. Und wer ihn kennt, der weiß, dass er auf viele Dinge achtet. Deshalb war Sané auch immer dabei. Jedoch konnte er die Leistungen, die er in der Premier League gebracht hat, nicht bestätigen. In der Nationalmannschaft war er nicht so auffällig. Irgend etwas hat Löw dann anscheinend in den paar Tagen nicht so gefallen. Dann ist der Bundestrainer eben konsequent.

Was trauen Sie der deutschen Mannschaft zu?

Wir schaffen es ins Halbfinale. Alle Nationen haben sich taktisch und körperlich verbessert. Die Konkurrenz ist generell größer geworden. Die Topmannschaften können Deutschland alle gefährlich werden.

Wer sind die großen Favoriten auf den Titel? Sind es die üblichen Verdächtigen oder haben Sie noch einen Außenseitertip?

Wir wissen ja alle, dass die Verdächtigen neben uns England, Spanien, Frankreich, Brasilien und Argentinien sind. Als Außenseiterteam würde ich Senegal nennen.

Warum Senegal?

Gehen Sie mal die Mannschaft durch und schauen Sie sich an, in welchen Clubs die alle spielen. Das sind alles Stammspieler in guten Verenen bis hin zu Topclubs. Diesem Team könnte eine Überraschung gelingen.

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