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FC-Aufsichtsrat fürchtet um Traditionsclubs

Neven DuMont: Zu viele Hoffenheims und Donezks

Von EDGAR FRANZMANN

Haben Traditionsclubs wie der 1. FC Köln und Schalke 04 auf Dauer noch eine Chance gegen das große Geld? Konstantin Neven DuMont, Verleger und Aufsichtsratsmitglied des 1. FC Köln, ist besorgt. Im "FC-Stammtisch", dem Video-Talk von koeln.de, sagte Neven DuMont: "Wenn ich mir vorstelle, dass es demnächst nur noch Hoffenheims und Donezks gibt ..."

Zur aktuellen Ausgabe des FC-Stammtisch

Sehr nachdenklich stimmte Neven DuMont das UEFA-Cup-Finale des ukrainischen Klubs Schachtjor Donezk gegen Werder Bremen. Man habe gesehen, dass Werder überhaupt keine Chance hatte. Neven DuMont: "Da kommt ein Großindustrieller, investiert ein paar hundert Millionen, kauft sich sozusagen den Erfolg. Die haben ein Stadion, das fasst 15.000 Zuschauer. Die haben Probleme, das Stadion voll zu kriegen. Da ist überhaupt keine Tradition. Da sind keine Fans, vielleicht ein paar VIP-Fans mit Champagner-Glas. Ich finde, das ist ein Kunstprodukt."

Neven DuMont sieht die Gefahr aber nicht nur international, sondern auch national: "Wenn ich mir vorstelle, dass es demnächst nur noch Hoffenheims und Donezks gibt, finde ich das nicht so attraktiv. Ein gewisses Maß wird man ertragen müssen, die haben die Liga ja auch aufgemischt, aber wenn das überhand nehmen würde, fände ich das nicht so gut."

Die in der Bundesliga geltende "50+1"-Regel verhindere den Kauf von Vereinen, aber die Werksklubs Wolfsburg und Leverkusen seien ja schon Konzerntöchter. Ein Traditionsclub wie der 1. FC Köln müsse andere Wege gehen. Der FC könne auf die Unterstützung einer Reihe mittelständischer Unternehmen bauen.

Neven DuMont: "Auch hier beim FC ist eine Suche (nach potentiellen Geldgebern) gestartet worden, leider nicht sehr erfolgreich. Ich persönlich hätte auch mitgemacht, wenn da genügend zusammengekommen wären. Ich würde dafür plädieren, dass der 1. FC Köln sich in kleinen Schritten nach vorne arbeitet."

Dabei dürfe er eine Frage nie aus dem Auge verlieren: "Lässt sich die Seele eines Vereins bewahren? Als Red-Bull-Chef Mateschitz Austria Salzburg übernahm, hat man den Verein völlig geändert, den Namen, die Farben, alles. Wenn der FC demnächst in Blau-Grün aufläuft, ich weiß nicht, ob ich dann noch hingehen würde."

*

Neven DuMont machte seine Äußerungen im Rahmen des "FC-Stammtischs" von Ralf Friedrichs, der als Video-Talk auf koeln.de zu sehen ist. An der Talkrunde nahmen neben Neven DuMont zwei Fans und koeln.de-Chefredakteur Edgar Franzmann teil. 

Zur aktuellen Ausgabe des FC-Stammtisch

 

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