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"Ich bin glücklich"

1. FC Köln stellt neuen Trainer Solbakken vor

Der 1. FC Köln hat seinen neuen Trainer Ståle Solbakken vorgestellt. "Ich bin definitiv glücklich", sagte der 43 Jahre alte Norweger, der unter großem Medieninteresse im Geißbockheim präsentiert wurde.

Von Tobias Gonscherowski

Ståle Solbakken ist da. Der neue  Trainer des 1. FC Köln stellte sich am Dienstagnachmittag im Geißbockheim den zahlreich erschienenen Medienvertretern. Eingerahmt von FC-Sportdirektor Volker Finke und Pressesprecher Christopher Lymberopoulos ließ der Norweger geduldig ein Blitzlichtgewitter über sich ergehen, bevor er über sich, den FC und Fußball sprach und Fragen beantwortete.

Der neue Hoffnungsträger des FC traute sich noch nicht richtig, Deutsch zu sprechen, auch wenn er die Sprache vor langer Zeit einige Jahre in der Schule gelernt hat. Und obwohl ihm Finke erzählte, dass die Kölner Presse sehr nett sei, wolle er lieber auf Englisch antworten: "Um Missverständnisse zu vermeiden", wie er augenzwinkernd hinzufügte. Zum Trainingsauftakt in rund fünf Wochen will Solbakken seine Deutsch-Kenntnisse aber soweit aufgefrischt haben, dass dann Englisch nicht mehr nötig sei.

Wie immer bei solchen Anlässen wurden ausgiebig Freundlichkeiten ausgetauscht. "Wir brauchen einen sehr guten Trainer, um in der kommenden Saison in ruhigere Fahrwasser zu gelangen und stabil durch die Saison zu kommen", sagte Finke. Es sei eine sehr gute Entscheidung, Solbakken zu verpflichten. "Ich bin sehr positiv gestimmt, dass wir in den kommenden mindestens zwei Jahren eine erfreuliche Entwicklung nehmen werden."

Großer Klub, große Tradition, viel Potenzial

Solbakken fühlte sich geehrt vom Kölner Interesse. "Ich bin stolz, bei einem so großen Klub mit einer so großen Tradition und so viel Potenzial arbeiten zu dürfen", gab der 43-Jährige die Komplimente zurück. Auch in Skandinavien habe der FC einen guten Namen. Sicher seien die Unterschiede zwischen der dänischen Liga, wo er in den letzten sechs Jahren tätig war, und der Bundesliga enorm. "Aber Fußball ist Fußball, auch wenn in der Bundesliga mehr Zuschauer kommen und die Leistungsdichte sehr eng ist. Es ist eine große Herausforderung für mich", fuhr Solbakken fort, um dann selbstbewusst hinzuzufügen: "Ein guter Coach kann den Unterschied machen."

Und Solbakken ist offenbar ein guter Coach: In Dänemark hat er mit dem FC Kopenhagen für Furore gesorgt, ein Abo auf den Meistertitel erworben und sogar in der Champions League die Großen bis ins Achtelfinale geärgert. Schon im Herbst 2009 unterschrieb er einen Vertrag beim norwegischen Fußballverband für das Jahr 2012, in dem er die Nationalelf übernehmen sollte. Dem FC gelang es aber, ihn aus seinem Vertrag herauszukaufen und sich seine Dienste zu sichern. "Mit der Lösung sind alle Beteiligten glücklich", fand der künftige Trainer.

Spieler kennen lernen und attraktiven Fußball spielen lassen

In Köln will Solbakken attraktiven Fußball spielen lassen. Auf ein bestimmtes System wollte er sich nicht festlegen. Erst einmal müsse er die Spieler kennen lernen, die er bisher nur vom Anschauen von DVDs kenne. Besser kennt er dagegen bereits die Stadt. "Sehr schön, sehr grün", findet er sie. In Köln war er schon bei der WM 2006, die Stadt gefällt ihm gut. Seine Familie wird im Sommer mit ihm in die Domstadt ziehen.

Die Bedeutung der Bundesliga schätzt er hoch ein. "Sportlich ist sie die Nummer drei in Europa, vom Zuschauerinteresse her ist sie aber die Nummer eins", urteilte der Norweger, der auch über den hohen Stellenwert, den FC-Kapitän Lukas Podolski in der Stadt genießt, informiert ist. „Ich weiß, wer er ist“, sagt er vielsagend.

"Alles ist unter Kontrolle"

Blieben noch die Herzprobleme, die Stale Solbakkens Karriere als Fußballprofi 2001 abrupt beendeten. Damals brach er im Training zusammen und war acht Minuten lang klinisch tot. Ein angeborener Herzfehler wurde diagnostiziert, ein Schrittmacher eingesetzt. Alles kein Problem mehr. "Ich bin in einer guten Verfassung. Meinem Herz geht es sehr gut. Alles ist unter Kontrolle", beschwichtigte er die Frager. "Sie können relaxen."

Wenn Solbakken in der Zukunft "relaxen" hinbekommt, in Köln, wenn es um Fußball und den 1. FC Köln geht, dann hat er einen großartigen Job gemacht.

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