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koeln.de

FC beendet Niederlagenserie

Wenn ein "Monster" im Stadion Euphorie entfacht

Nach fünf Pflichtspielniederlagen in Folge konnte der 1. FC Köln dank seines Superjokers Jhon Cordoba mal wieder einen Punktgewinn verbuchen. Das 1:1-Unentschieden gegen den FC Augsburg taugt zwar noch nicht wirklich zum großen Hoffnungsschimmer. Aber für die angeschlagene Moral war der Teilerfolg trotzdem enorm wichtig.

Von Tobias Gonscherowski

Es ist immer wieder faszinierend, wie ein einziger Moment einem Fußballspiel eine Wende geben kann. Denn 65 Minuten lang lief beim 1. FC Köln im Abstiegsduell gegen den FC Augsburg nicht wirklich viel zusammen. Die Partie schien den gleichen Verlauf zu nehmen wie schon so viele zuvor in dieser Saison, die in einer Niederlage mündeten.

"Es schien so, als würde wieder alles gegen uns laufen", sagte auch der neue FC-Trainer Markus Gisdol nach dem Abpfiff über den Auftritt seiner Mannschaft in der ersten Stunde. "Genau deshalb war es wichtig, dass du dagegen hälst. Die Mannschaft hat sich gegen alle Widerstände gewehrt. Dann haben wir Stabilität entwickelt, dagegen gehalten, das ganze Herz reingehauen und uns aus dieser Situation befreit. Den Willen habe ich gespürt."

65 Minuten lang an Harmlosigkeit kaum zu überbieten

Womit der Coach dann doch ein wenig übertrieb. Denn selbst einer biederen Truppe wie der des FC Augsburg waren die Kölner bis dahin spielerisch total unterlegen. Offensiv war der FC an Harmlosigkeit kaum zu unterbieten. Und es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, wann der schon zur Pause führende FCA mit dem zweiten Treffer den Deckel drauf machen würde auf diese Partie. Doch dann schnappte sich der gerade eingewechselte, hochmotivierte Jhon Cordoba die Kugel.

Der Kolumbianer legte einen 80-Meter-Alleingang hin, tanzte dabei einige Gegenspieler aus und näherte sich zumindest einmal einigermaßen vielversprechend dem Tor der Gäste. Das Solo brachte zwar nichts Zählbares auf dem Feld, doch das ganze Stadion war aus seiner Lethargie erwacht und entwickelte nun euphorisch eine spürbare Energie.

"Wie Jhon sich immer reinhaut, ist Wahnsinn"

Mit einem Mal waren auch die anderen Kölner Spieler präsent und kamen zu dicken Torchancen. Cordoba selbst schließlich traf fünf Minuten vor dem Abpfiff nach einer überragenden Einzelaktion zum letztlich verdienten Ausgleich.

"Wie Jhon sich immer reinhaut, ist Wahnsinn", jubelte FC-Keeper Timo Horn. "Er ist ein total aufgeweckter Bursche. Er hat die richtige Energie auf den Platz gebracht. Das hatte ich mir gewünscht", lobte auch Markus Gisdol. "Ich hatte mir von ihm diesen Schub erhofft. Schön, wie er sich reingehauen und das Tor gemacht hat."

Cordoba hatte bei seinem gut 30-minütigem Galaauftritt gefühlt mehr gelungene Aktionen, Ballkontakte und Abschlüsse als die beiden ihm zunächst vorgezogenen, glücklosen Stürmerkollegen Simon Terodde und Anthony Modeste zusammen. "Mit seinem 80-Meter-Sprint hat Jhon uns und das Stadion mitgenommen", staunte auch Teamkollege Dominick Drexler. "So ein Monster im Team zu haben, tut einfach gut."

Reicht der Punkt zur Trendwende?

Doch taugt der Punkt gegen den Abstiegskonkurrenten auch zur Trendwende? Das ist schwer einzuschätzen. Denn einerseits war dieses 1:1 gegen Augsburg nüchtern betrachtet einfach zu wenig. Andererseits könnte das halbe Erfolgserlebnis gerade für die kommenden Aufgaben noch bedeutend werden. "Wir sind nicht eingebrochen, das war für den Kopf sehr wichtig", glaubte FC-Manager Horst Heldt nach seiner Heimpremiere.

"Für die Moral war das 1:1 extrem wichtig. Denn in den letzten Wochen standen wir am Ende immer mit leeren Händen da", befand auch der fehlerfreie Timo Horn, der seine Mannschaft mit einem abgewehrten Elfmeter in der Anfangsphase im Spiel gehalten hatte. Jetzt gilt es für den Effzeh, am kommenden Spieltag beim Mitaufsteiger Union Berlin nachzulegen. Erst dann könnte der Punkt gegen die Schwaben noch wertvoll werden.

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