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Jetzt mit breiter Brust gegen Hamburg

Nach Derbywahnsinn hofft FC wieder auf das Wunder

Geht da doch noch etwas? Der 1. FC Köln hat nach dem Last-Minute-Derbyerfolg gegen Borussia Mönchengladbach im Abstiegskampf wieder Hoffnung getankt. Das 2:1-Siegtor von Neuzugang Simon Terodde in der fünften Minute der Nachspielzeit machte den FC am 18.Spieltag zum großen Gewinner im Tabellenkeller. Jetzt wartet am kommenden Samstag das nächste Endspiel beim Hamburger SV.

Von Tobias Gonscherowski

Mit zwei Siegen in Folge hat die Geißbockelf die Chance auf das Wunder Klassenerhalt gewahrt. Die Mannschaft von Stefan Ruthenbeck machte in diesem Zeitraum sechs Punkte auf den HSV und fünf auf Werder Bremen und Mainz 05 gut. Aus zwölf Zählern Rückstand auf den Relegationsplatz nach dem 16. Spieltag sind "nur" noch sieben geworden. Es macht sich wieder leise Hoffnung breit in den Reihen des 1. FC Köln. Und das durchaus nicht unbegründet.

Ein Zeichen an die Konkurrenz

Denn dieser Derbysieg des Willens und des Risikos war auch ein Zeichen an die Konkurrenz. Der FC lebt noch und hat sich noch lange nicht aufgegeben. Und auch das Glück ist zurück im RheinEnergieStadion. Denn in der wilden Schlussphase verweigerte Schiedsrichter Felix Zwayer der Elf vom Niederrhein beim Stand von 1:1 einen klaren Elfmeter, obwohl er sich die Situation sogar noch einmal auf dem Bildschirm ansah. Jorge Mere hatte den Gladbacher Jonas Hofmann umgesenst, doch der Schiri entschied auf Abstoß.

Dann kam in der 95. Minute auch noch die Szene, die das Stadion zum Beben brachte. Nach gefühlt 100 missratenen Flanken in der Vorrunde servierte ausgerechnet Konstantin Rausch diesmal eine Maßvorlage auf den Kopf von Simon Terodde, der die Kugel sehenswert im Gladbacher Kasten versenkte. "Es ist schön, in der 95. Minute das Tor zu machen", kommentierte Matchwinner Terodde die Szene cool.

"Simon wird ein Volltreffer"

Fast auf den Tag genau sechs Jahre nach seinem letzten Einsatz bei den FC-Profis (am 16. Januar 2011 beim 1:1 in Kaiserslautern) zeigte der Torjäger, warum er noch in der Rückrunde sehr wichtig für die Domstädter werden kann. "Simon wird ein Volltreffer, das kann ich jetzt schon sagen", jubelte sein Trainer nach dem Abpfiff. "Er macht schon jetzt die Ansagen in der Kabine. Er ist der Typ, den wir vorne gebraucht haben und zeigt das in der Arbeit gegen den Ball und wie er sich aufgerieben hat an Vestergaard, wie er Freistöße rausgeholt und nachgesetzt und getackelt hat."

Auf das Derby hatte sich Simon Terodde mit einer Äußerung von Lukas Podolski eingestimmt. "Ich habe heute morgen noch ein paar Worte von Podolski gelesen, der gesagt hat, dass das Derby zu den größten und lautesten gehört und in der deutschen Bundesliga-Geschichte sowieso einmalig ist", verriet der 29-Jährige. Prinz Poldi muss es schließlich wissen, hat der Weltmeister doch selbst die Derbys der Bundesliga sowie die Stadtduelle in London, Mailand und Istanbul erlebt.

Poldi-Lob für Fahnendiebstahl

Aus dem fernen Kobe twitterte Podolski dann auch "Derbysieg, 3Punkte, Fahne - was will man mehr". Bis nach Japan hatte sich da bereits auch der kuriose Vorfall herumgesprochen, der sich in der Halbzeit ereignet hatte. Ein als Ordner verkleideter FC-Fan hatte eine Borussia-Fahne aus dem Gästeblock geklaut und in die Kölner Kurve gebracht. Die erbosten Gladbach-Anhänger wollten das Ding danach zurückholen, wurden aber von der Polizei gestoppt.

Viel mehr ging also aus Kölner Sicht an diesem Tag nicht. Es muss aber noch viel mehr passieren, um den Derbysieg zu toppen und Klassenerhalt doch noch zu packen. Trainer Stefan Ruthenbeck will dabei an der Alles-oder-nichts-Taktik des Gladbach-Spiels festhalten. "Wir müssen Siege einfahren, wenn wir Druck aufbauen möchten auf die Mannschaften, die vor uns platziert sind", sagt der Coach. "Unentschieden helfen uns nicht weiter. Wir werden auch Spiele verlieren. Aber wenn wir zwei Spiele gewinnen und eins verlieren, holen wir sechs Punkte. Dieses Risiko gehen wir bewusst."

Ruthenbeck verspürt eine "gewisse Bitterkeit"

Mit seinen offensiven Einwechslungen in der Schlussphase dokumentierte der FC-Trainer, das Derby unbedingt gewinnen zu wollen. Das Vorhaben gelang und sorgte bei Ruthenbeck für ein mittleres Gefühlschaos. "Nach dem Schusspfiff habe ich zunächst eine gewisse Bitterkeit verspürt, weil diese Mannschaft viel mehr Punkte haben müsste", meinte der 45-Jährige. "Wir haben das Spiel lange offen gestaltet. Das war genau die Art und Weise, wie wir gegen eine solche Topmannschaft bestehen können. Es war ein bisschen glücklich, aber was die Mannschaft an Leidenschaft rausgehauen hat, war sensationell. Wir gehen es jetzt an."

Am Samstag gastiert der Effzeh beim Hamburger SV, der nur zwei seiner letzten 16 Partien für sich entscheiden konnte und zuletzt drei Niederlagen am Stück kassierte. "Jetzt hat der HSV Druck. Die Hamburger werden genauer hinschauen, was gerade in Köln passiert", gibt sich Ruthenbeck angriffslustig. Wenn der FC auch beim absoluten Schlüsselspiel beim Bundesliga-Dino dreifach punktet, ist doch noch viel möglich in dieser so außergewöhnlichen Saison.

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