• Home
  • Fr, 22. Nov. 2019
  • Stadtplan
  • Verkehr
  • KoelnMail
  • Newsletter
  • DE | EN
koeln.de

FC vor Derby in Düsseldorf

Kein Ultimatum für Beierlorzer

Der Geschäftsführer hört bald auf, der Trainer ist angeschlagen und die sportliche Situation alles andere als rosig. In dieser komplizierten Gemengelage tritt der 1. FC Köln am Sonntag zum brisanten rheinischen Derby bei Fortuna Düsseldorf an. Die Sache ist kompliziert.

Von Tobias Gonscherowski

 

Spätestens im Sommer ist für Armin Veh Schluss als Geschäftsführer Sport beim 1. FC Köln. Vor allem persönliche Gründe in seiner weiteren Lebensplanung seien dafür ausschlaggebend gewesen, seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Außerdem habe er gemerkt, dass ein Posten im Management für ihn auf Dauer nicht das Richtige sei.

"Meine Entscheidung hatte nichts mit den handelnden Personen im Verein oder den letzten Ergebnissen zu tun", sagte Veh. "Den richtigen Zeitpunkt für die Bekanntgabe meiner Entscheidung zu finden, war schwierig, da auch schon viele Personen Bescheid wussten. Ich finde es fair, es frühzeitig bekanntzugeben und nicht zu taktieren."

Entscheidung fiel schon vor zwei Wochen

Schon vor dem Spiel gegen den SC Paderborn vor zwei Wochen sei die Sache klar gewesen. Die Verkündung sollte in der kommenden Länderspielpause erfolgen. Doch nach den Spekulationen in den letzten Tagen machte Veh nun reinen Tisch.

"Derzeit kann ich mir nicht vorstellen, noch einmal auf diese Position zurückzukehren. Ich möchte das nicht mehr. Es ist ein sehr verantwortungsvoller Job. Man muss mit voller Power dahinter sein, deshalb habe ich den Schritt gewählt. Er ist auch für mich ein Einschnitt", meinte Veh, der auch sein Alter als Grund anführte.

Sportliche Situation "nicht dramatisch"

"Ich habe nicht mehr so viel Zeit. Wenn ich zehn Jahre jünger wäre, könnte ich sagen, das mache ich noch drei Jahre. Aber im nächsten Jahr werde ich 59. Ich habe mich gefragt, wie mein Leben danach aussehen soll. Es kann sein, dass ich dem Fußball erhalten bleibe, aber nicht in dieser Position, weil sie etwas mit dir macht."

Zur Nachfolgeregelung konnte Veh keine Angaben machen, das Prozedere scheint offen zu sein. "Wenn mich der Vorstand fragt, werde ich eine Meinung äußern." Die aktuelle sportliche Situation bewertete er als "nicht dramatisch", man werde "nicht in Panik verfallen", schließlich seien gerade einmal neun Spieltage absolviert. "Die Mannschaft hat das Potenzial zum Klassenerhalt."

Womit wir beim Spiel gegen Fortuna Düsseldorf wären. Das Nachbarschaftsduell wird Abstiegskampf pur werden. Zwei Mannschaften mit erst sieben Punkten nach neun Partien treffen aufeinander. Es ist wieder eines jener "Spiele auf Augenhöhe", das vor allem auch für den Kölner Trainer Achim Beierlorzer von eminent wichtiger Bedeutung ist.

Kein Ultimatum für Beierlorzer

Von Seiten des noch amtierenden Geschäftsführers gibt es keine Vorgabe für den angeschlagenen Trainer. "Ich werde nie ein Ultimatum stellen, das ist mir zu oberflächlich und nur Aktionismus", bekräftigte Veh in Richtung des Coaches. Beierlorzer wiederum glaubt, dass Vehs persönliche Entscheidung keine Auswirkungen auf die Mannschaft hat.

"Wir werden das Spiel entschlossen angehen", kündigte Beierlorzer an. "Nach dem Nackenschlag im Pokal in Saarbrücken ist es wichtig die Köpfe freizukriegen." Für den trainingsfreien Tag am Mittwoch hatte der Trainer seinen Spielern mitgegeben, sich selbst kritisch zu hinterfragen und darüber nachzudenken, was besser werden muss.

Ob seine mahnenden Worte auf fruchtbaren Boden gefallen sind, wird sich am Sonntag zeigen. "Wir müssen mit voller Kraft voraus versuchen, in Düsseldorf zu punkten. Es ist kein Endspiel, aber ein ganz wichtiges Spiel und eine ganz schwere Aufgabe", sagte Beierlorzer. "Ich erwarte eine Trotzreaktion meiner Mannschaft nach dem Pokalaus in Saarbrücken. Jetzt erst recht."

Beierlorzer: "Das Momentum wird den Ausschlag geben"

Den Gegner Fortuna Düsseldorf schätzt Beierlorzer als eine Mannschaft ein, die mannschaftlich geschlossen und kompakt ist und mit Rouven Hennings einen Torjäger in ihren Reihen hat. "Aber auch Düsseldorf ist nach dem 0:2 in Paderborn nicht glücklich über die Gesamtsituation. Die Mannschaft spielt stabil, hat Tempo. Das Momentum wird den Ausschlag geben."

Personell dürfte es einige Veränderungen im Vergleich zum Pokalspiel geben. "Es wird aber keine Abstrafungen geben", so Beierlorzer. Auch Birger Verstraete dürfte wieder zur Verfügung stehen, ebenso wie Lasse Sobiech und Matthias Bader. Unsicher ist der Einsatz von Florian Kainz.

Onlinespiele

spiele_bubbles_1200.jpg
Schieß Deine Bubbles auf mindestens zwei gleichfarbige Blasen und bring sie so zum Platzen.  Jetzt Bubbles spielen!
spiele_exchange_classic_1200.jpg
Bilde Reihen aus mindestens drei Steinen. Eine Kombi aus vier oder fünf Steinen ergibt mächtige Bonussteine!  Jetzt Exchange Classic spielen
spiele_mahjong-koelsch-foto_1200.jpg
Mahjong op kölsche Aat - können Sie alle Steine entfernen? Mit Dom, Rhein, Karneval und Halver Hahn.  Mahjong spielen