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Abhaken, angreifen

Horror-Halbjahr des FC endet mit "Scheißtor"

Es ist geschafft. Endlich. Das Horrorfußballjahr 2017 ist für den 1. FC Köln vorbei. Zwar beendet durch ein laut Coach Ruthenbeck "Scheißtor", doch jetzt kann sich der FC in Ruhe auf 17 Endspiele konzentrieren.

Von Tobias Gonscherowski

Es ist geschafft. Endlich. Das Fußballjahr 2017 ist für den 1. FC Köln Geschichte. Nach der 0:1-Niederlage beim FC Schalke 04 im Achtelfinale des DFB-Pokals kann sich die Geißbockelf nun ganz auf ihre 17 Endspiele in der Bundesliga konzentrieren. Und in diesen wollen die Kölner die klitzekleine Chance auf das Fußballwunder Klassenerhalt noch wahren.

Nach dem Aus in der Europa League zwei Wochen zuvor ist der 1. FC Köln am Dienstagabend auch aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. In einem "für den neutralen Zuschauer nicht ansehnlichen Spiel", so FC-Mittelfeldmann Marco Höger, hielt der Effzeh aus einer kompakten Defensive zwar gut dagegen. Doch im Spiel nach vorne haperte es gewaltig. "Ein, zwei Halbchancen sind zu wenig, um das Spiel für sich zu entscheiden und eine Runde weiterzukommen", blieb Timo Horn Realist. "Wenn man die Chancen der Schalker sieht, haben sie verdient gewonnen. Das muss man neidlos anerkennen."

Dass das Tor des Tages dann allerdings eines aus dem Kuriositätenkabinett sein würde, passt zu den Kölner Vorstellungen in den vergngenen fünf Monaten. Der kleinste Schalker, der 1,73 Meter große Max Meyer, erwischte einen eher verunglückten Eckball mit dem Hinterkopf - "beinahe auf Höhe der Grasnarbe", wie sein Kölner Gegenspieler Matthias Lehmann bemerkte. Der Schalker U21-Europameister wollte den Ball eigentlich Richtung langer Pfosten verlängern. Doch daraus wurde nichts. Meyer fabrizierte eine Bogenlampe, die über Freund und Feind hinweg im Kölner Tor einschlug. "Ein Scheißtor", klagte FC-Trainer Stefan Ruthenbeck.

"Wenn es nicht so bitter wäre"

"Wenn es nicht so bitter wäre, könnte man fast drüber lachen", meinte auch Timo Horn kopfschüttelnd. "Es ist symptomatisch für unsere Saison und für die der Schalker, dass so ein Ball dann reingeht." Das krumme Ding sorgt nun dafür, dass die Rheinländer ab dem Januar nur noch auf einer Hochzeit tanzen. Und sie müssen sich mächtig strecken, um selbst in der Bundesliga noch einmal die Pforte zum Tanzsalon aufzudrücken. Denn aktuell versperren ihnen noch die mächtigen Türsteher aus Bremen und Hamburg den Zutritt.

Auch auf Schalke hatte Ruthenbeck einmal mehr eine Notelf aufgeboten, sich aber immerhin erneut den Luxus erlaubt, Christian Clemens und Höger zunächst auf der Bank zu belassen. Die beiden erfahrenen Cracks wurden später ebenso eingewechselt wie der 18-jährige Kevin Goden, der damit zu seinem ersten Einsatz bei den Profis kam. Goden durfte zuvor lediglich zweimal in der zweiten Mannschaft ran, bei der der Abwehrspieler beim 0:6 beim SV Rödinghausen oder beim 3:4 gegen Viktoria Köln kaum bleibenden Eindruck hinterlassen haben dürfte.

Viel mehr überzeugte der Youngster bei seinen elf Auftritten (inklusive fünf Treffern) in der A-Junioren Bundesliga-West. Gegen Schalke kam er sogar zu einem wenn auch harmlosen Abschluss. "Wir spielen gegen eine Schalker Mannschaft, die mit Nationalspielern gespickt ist und müssen uns selbst auf U19-Spieler verlassen, die ihre Sache super machen, sich voll reinhauen und unbekümmert aufspielen. Aber Schalke hatte eine andere Qualität auf dem Platz", bemerkte Horn. Und diese Qualität des Tabellen-Zweiten setzte sich letztlich durch.

"Sind froh, wenn das ein Ende nimmt"

Den Kölnern kommt nun die Winterpause gerade recht. "Wir müssen die Tage alle nutzen, um körperlich und mental wieder auf die Höhe zu kommen", meinte Höger. "Das halbe Jahr war extrem schlimm und enttäuschend. Wir sind alle froh, wenn das jetzt ein Ende nimmt", sagte auch Timo Horn. "Wir versuchen in den ersten Spielen nach der Winterpause, noch einmal voll anzugreifen. Vielleicht kommt der eine oder andere neue Spieler dazu. Das wäre super."

Geht es nach den Spielern, sollte der aktuelle Interimscoach Ruthenbeck mit der Truppe die Vorbereitung auf die Rückrunde aufnehmen. "Wir wären sehr froh, wenn wir mit ihm weitermachen können", spricht sich Horn für den Verbleib des Trainers aus. Etwas zurückhaltender sieht es Höger. "Nach dieser Hinrunde müssen wir Spieler uns mit Wünschen ganz hinten anstellen", so der 28-Jährige bemerkenswert offen. "Wir haben uns die Scheiße selber eingebrockt. Jetzt müssen die, die dafür zuständig sind, die Entscheidungen treffen, die für den Verein und die Mannschaft gut sind. Das werden sie auch machen." Am Mittwochnach der Schalkepartie findet das möglicherweise klärende Gespräch zwischen FC-Geschäftsführer Armin Veh und Ruthenbeck statt. (Foto: imago/mika)

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