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Nach magerem 1:1

FC-Torschütze Drexler: "So ein Gegentor ist wie ein Messerstich"

Nur 1:1 gegen den HSV, wieder kostete ein spätes Gegentor den 1. FC Köln Punkte. Das schmeckt Dominick Drexler überhaupt nicht: Nicht genug getan, bei Standards schlecht, von wegen Kraftverlust - darüber schimpfte der Torschütze.

Von Tobias Gonscherowski

Die Geißbockelf musste sich gegen den Hamburger SV im Topspiel der 2. Liga mit einem 1:1-Unentschieden begnügen. Es bleibt dabei. Der 1. FC Köln kann gegen die Topteams der 2. Liga nicht gewinnen. In den sechs Duellen mit den aktuell drei härtesten Konkurrenten im Aufstiegsrennen - dem Hamburger SV, Union Berlin und dem SC Paderborn - konnte der FC bei vier Niederlagen nur zwei mickrige Remis für sich verbuchen.

Diese Bilanz ist zwar erschreckend, am Ende dürfte sie für die Rheinländer aber folgenlos bleiben. Denn die Elf von Markus Anfang hält sich gegen den Rest der Liga weitgehend schadlos. In der Tabelle konnte der Effzeh den HSV durch das Remis auf Distanz halten und den Vorsprung auf den Relegationsplatz sogar auf nun zehn Punkte erhöhen.

"Wenn man fünf Spiele vor dem Schluss sieben und zehn Punkte Vorsprung hat, dann sollte man das auch über die Runden bringen. Sonst hat man es auch nicht verdient", sagte FC-Sportchef Armin Veh. Auch der Kölner Trainer betonte das Positive.

"Im Endeffekt ist nichts passiert"

"Im Endeffekt ist nichts passiert. Wir hätten gerne mehr Punkte, aber es ist auch ein Jammern auf hohem Niveau. Es gibt keinen Grund, in irgendeiner Form negativ zu werden", meinte Anfang. "Wir haben seit acht Spielen nicht verloren, haben unseren Vorsprung gehalten und die Spiele werden weniger. In den nächsten zwei Spielen haben wir dann wieder die Möglichkeit, zu gewinnen und aufzusteigen."

Tatsächlich ist die Rechnug so einfach. Schlägt der FC in den kommenden beiden Spielen Dynamo Dresden auswärts und Darmstadt 98 am 26. April daheim, dann ist der Aufstieg auch rechnerisch perfekt. Das ist die gute Nachricht. Das ist aber auch nach Ansicht des bemerkenswert selbstkritischen Torschützen Dominick Drexler aber auch das einzig Gute nach der Punkteteilung gegen Hamburg.

 

"Es ist die Magie der Halbzeit. Wenn wir 90 Minuten ohne Halbzeit gespielt hätten, hätten wir wahrscheinlich Hamburg aufgefressen", sagte Drexler. "So müssen wir uns vorwerfen lassen, dass wir zu tief gestanden haben, zu wenig Entlastung geschafft haben. Es ist sehr ärgerlich, zum wiederholten Mal ein spätes Gegentor zu kriegen. So funktioniert es halt nicht. Solche Spiele darfst als Spitzenmannschaft, die du sein möchtest, am Ende einfach nicht hergeben."

Drexler sucht keine Ausflüchte

Rums, das saß. Und Drexler legte noch nach. Solche Ausflüchte, wie seine Teamkollegen Rafael Czichos oder Marco Höger bemühten, suchte der 28-Jährige nicht. "Einen Kraftverlust will ich nicht als Entschuldigung gelten lassen", redete Drexler Klartext. "In so einem Spiel vor 50.000 Zuschauern muss jeder über seinen Schweinhund gehen. Jeder muss wachsam sein, jeder muss sich nochmal reinwerfen. Das haben wir in 99 Prozent der Fälle getan. Aber einmal nicht. Und jetzt stehen wir hier mit einem 1:1."

Ärgerlich sei vor allem, dass der Gegentreffer wieder nach einem Standard gefallen sei. Vermeintliche Fehlentscheidungen hätten mit dem Ausgleich auch nichts zu tun gehabt. "Der Schiesdsrichter hat gut gepfiffen. Wir müssen die Standards einfach besser verteidigen. Gegen Duisburg kriegen wir auch schon ein Gegentor. Das ist unser Fehler. Wir sollten auf nichts anderes schauen. Da sollte sich jeder hinterfragen, wie er den Eckball verteidigt."

Gegentor wie ein Messerstich

Über sein neuntes Saisontor könne er sich deshalb "auch gar nicht freuen", so Drexler. "So ein Gegentor ist wie ein Messerstich. Das zieht einen dann runter. Das ist schade. Denn so ist es ein gebrauchter Tag." Womit er komplett richtig lag und den am Ende pfeifenden Fans aus der Seele sprach.

Denn dieser ersatzgeschwächte und formschwache HSV wäre an diesem Abend allemal zu schlagen gewesen. Doch die Passivität nach eigener Führung, die den FC schon in den Spielen gegen Paderborn (2:3 nach 2:0), Duisburg (4:4 nach 4:2) Punkte kostete und nun erneut Punkte kostet, schlug den Anhängern aufs Gemüt. Zum Glück kann sich das aber auch wieder schlagartig ändern. Denn wie gesagt: Mit sechs Punkten aus den nächsten beiden Partien ist der FC durch und wieder in der Bundesliga.

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