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Re-Start nach Coronapause

FC-Manager Heldt: "Bewunderung auf der ganzen Welt"

Spieltag eins nach der Coronapause ist vorbei. Es ging außergewöhnlich zu in deutschen Stadien. Auch im Kölner Rheinenergie-Stadion, in dem der FC ein 2:2 holte. Die Geisterspiele riefen "in der ganzen Welt Bewunderung" hervor, glaubt FC-Manager Heldt.

Von Tobias Gonscherowski

In Corona-Zeiten ist alles anders. Und Geisterspiel ist nicht gleich Geisterspiel. Denn die Rahmenbedingungen beim Spiel des 1. FC Köln gegen Mainz 05 waren noch einmal um einiges strenger als noch vor knapp zehn Wochen bei der Bundesliga-Geisterspielpremiere in Mönchengladbach.

Die DFL hatte ein penibles Konzept ausgearbeitet, das konsequent in die Tat umgesetzt wurde. Alles wurde auf das absolute Minimum heruntergefahren. In Mönchengladbach waren beim Rheinderby zwischen der Borussia und dem dem 1. FC Köln noch alle akkreditierten Medienvertreter zugelassen, der Presseraum war geöffnet und auch eine Pressekonferenz mit den Trainern gab es. Auch die Anzahl der Vereinsrepräsentanten wurde großzügig gehandhabt. Und über einen Mundschutz wurden noch Witze gerissen. Dann kam der bundesweite Lockdown.

Zugang durch Kontrollschleusen

In Köln und auch allen anderen Bundesliga-Stadien waren an diesem Wochenende nur noch zehn schreibende Journalisten und drei Fotografen zugelassen. Wer eine der begehrten Akkreditierungen erhalten hatte, musste durch sieben (!) Kontrollschleusen inklusive Körpertemperaturmessung. Danach ging es sofort auf den zugewiesenen Platz auf der Pressetribüne, der auch nicht mehr verlassen werden durfte. Ein Atemmaske war obligatorisch.

Das Stadion selbst war weiträumig abgesperrt worden. Die befürchteten Fanansammlungen blieben in Müngersdorf aus. Der FC hatte sich große Mühe gegeben, im Rahmen der Möglichkeiten so etwas wie eine Heimspielatmosphäre zu kreieren. Der Stadionsprecher Michael Trippel war da, die Hymne wurde gespielt, der Geißbock per Videoübertragung zugeschaltet. Auf der Osttribüne waren rund 1.300 Glücksbringer von Dauerkarten-Besitzern hinterlegt: Trikots, Schals, Teddybären.

 

Eine Blaupause

Alles Organisatorische klappte schließlich wie am Schnürchen. "Wir müssen uns mit den Umständen arrangieren. Das können wir nicht beeinflussen", sagte FC-Geschäftsführer Horst Heldt nach dem Abpfiff. "Ich bin froh, dass die Politik entschieden hat, dass wir wieder unserem Beruf nachgehen können."

Während der Bundesliga-Start in Deutschland "große Kritik" hervorgerufen habe, "haben wir auf der ganzen Welt Bewunderung erfahren", so Heldt weiter. "Ich glaube auch, dass die Liga eine Blaupause geschaffen hat. Ich bin optimistisch, dass das auch weiterhin klappt. Aber keine Frage: Jedem haben die Zuschauer gefehlt."

In der Partie selbst spielte der FC lange Zeit eine gute Rolle. Nach früher Führung durch die Schalke-Leihgabe Mark Uth überstanden die Kölner einige brenzlige Sitautionen, bevor Florian Kainz nach 53 Minuten auf 2:0 erhöhte.

Wichtiger Schritt

Doch die Mainzer kamen noch einmal zurück und verdienten sich nach Toren von Taiwo Awoniyi und Pierre Kunde das letztlich gerechte 2:2. Der FC hat damit bei immer noch zehn Punkten Vorsprung auf den Relegationsrang einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Etwaige Europacup-Ambitionen sind dagegen wohl eher utopisch.

"Am Ende war das Spiel ein kleines Offensivspektakel. Es ging hin und her. Wir haben uns natürlich mehr ausgemalt. Aber der Punkt war nach der langen Pause okay", fand Uth, der in seinem 10. Bundesliga-Spiel gegen Mainz zum siebten Mal traf. "Mainz scheint mein Lieblingsgegner zu sein, ich weiß auch nicht warum das so ist."

Auch Horst Heldt bewertete das Unentschieden "als gerechtes Ergebnis". "Wenn man 2:0 führt, möchte man das Spiel natürlich gewinnen. Trotzdem war es eine gerechte Punkteteilung ist, weil Mainz griffig war und es auch nicht schlecht gemacht hat. Wir haben Phasen gehabt, in denen wir besser waren, aber auch solche, in denen wir Glück gehabt haben."

 

"Weiter demütig bleiben"

Der Kölner Manager empfiehlt "weiter demütig zu bleiben. Der Punkt ist wichtig für uns, weil wir auch einen direkten Konkurrenten auf Abstand gehalten haben. Ich kann mit dem Punkt sehr gut leben." So sah es auch der Kölner Trainer Markus Gisdol, der ein "Spiel mit einem offenen Visier" gesehen hatte.

"Nach so einer Pause mit einem Punkt zu starten, tut uns gut. Nach acht oder zehn Tagen im Mannschaftstraining darf man aber auch nicht zu viel erwarten", meinte Gisdol. "Es gibt jetzt genug Arbeit für uns in der kommenden Woche." Am Sonntag (18 Uhr) empfängt der Geißbockclub dann im kleinen rheinischen Derby Fortuna Düsseldorf, in dem mit einem Sieg der Klassenerhalt praktisch perfekt gemacht werden kann. (Foto: imago images/Poolfoto)

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