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0:4-Desaster

FC gegen Berlin - wie ein Horrorspiel von Stephen King

Das 0:4 des 1. FC Köln gegen Hertha BSC Berlin war nicht nur ein bitteres Ergebnis -  nein, das Spiel des FC hatte das Zeug zu einem Gruselfilm, glich fast schon einem Horrorspiel aus der Feder von Stephen King.

Von Tobias Gonscherowski

Der sechste Spieltag, ein ganz schlimmer für den 1. FC Köln. Denn gegen Hertha BSC kam die Elf von Trainer Achim Beierlorzer am Sonntagabend mit 0:4 heftig unter die Räder. Abgesehen von drei, vier guten Momenten hatte der ganze Auftritt des FC das Zeug zu einem ansehnlichen Gruselfilm. "Es war eine ganz bittere Niederlage für uns", gab Beierlorzer zu. "Wenn man sich das Drehbuch anschaut, das sich irgendjemand für dieses Spiel ausgedacht hat, dann war das definitiv kein Fan des 1. FC Köln."

Es ist nun nicht überliefert, ob Stephen King da irgendwie seine Finger im Spiel gehabt hat. Aber der amerikanische Horror-Bestseller- und Drehbuchautor hätte einige Titel in seinem Portfolio, die das Geschehen auf dem Platz aus Kölner Sicht angemessen wiedergegeben hätten. Denn alles, was schief laufen konnte, lief schief - es gab eine Summe aus Verletzungspech, Chancenwucher, Passivität, Brutalität, Platzverweis und dilettantischem Abwehrverhalten.

"Dead Zone, "Der Anschlag" und "Das Monstrum"

Die Parallelen zwischen King-Horror und FC-Grusel: das  Kölner Abwehrverhalten glich einer "Dead Zone", Herthas Edeljoker Vedad Ibisevic, der gegen Köln in praktisch jedem Spiel trifft, war "Das Monstrum", "Alpträume" bescherten Jhon Cordobas liegengelassenen hundertprozentige Torchancen, Timo Horn war "Doctor Sleep" in seiner Nichtreaktion beim 0:1. Außerdem galt Jorge Merés übles Rotfoul als "Der Anschlag", die kurze Hoffnung nach der Pause erinnerte an "Achterbahn" und der Liebesentzug der pfeifenden Kölner Fans nach dem Abpfiff war wie "Zwischen Nacht und Dunkel".

 

Für die FC-Anhänger war das Spiel wirklich ganz harte Gruselkost. Und dabei hatten diese darauf gebaut, dass nach dem äußerst schweren Auftaktprogramm mit nur drei Zählern aus den ersten fünf Partien es nun endlich losgehen sollte. Punkte sollten her, der Tabellenkeller verlassen und der erste Heimsieg seit dem 31. März gefeiert werden. Doch nichts davon traf ein.

Stattdessen kommen jetzt schon bereits die schlimmen Erinnerungen an die letzte Abstiegssaison 2017/18 hoch. "Ich will nicht, dass der FC es genau wie im vorletzten Jahr macht", bangte Anthony Modeste. "Ich war zwar damals nicht dabei. Aber für mich ist es so, als wäre ich dabei gewesen. Wir haben jetzt eine schwere Zeit, es kann nur besser werden." Das klingt schon fast nach dem Prinzip Hoffnung, und das wäre ein schlechter Ratgeber.

Team ohne Qualitätsproblem

Genau das weiß auch FC-Manager Armin Veh, der jedoch keine Parallelen zur damaligen Horrorspielzeit sieht. "Es heißt, dass man vor zwei Jahren die Zeichen nicht erkannt hat. Sie können sicher sein, dass wir darauf aufpassen", diktierte Veh den Journalisten in die Blöcke. "Wir müssen jetzt den Spagat hinkriegen zwischen nicht leichtfertig sein und einer gewissen Lockerheit. Das ist keine leichte Aufgabe. Aber ich glaube an die Mannschaft. Sie hat kein Qualitätsproblem."

Tagtäglich verfolgt der Geschäftsführer Sport das Training der Mannschaft und die Arbeit des Trainerteams. Während es Veh in der Vorsaison dreimal für angebracht hielt, Fehlentwicklungen im Team offen anzusprechen, sieht er derzeit noch keinen Handlungsbedarf. "Ich werde nicht dazwischen hauen", kündigte er an. "Ich werde nicht in Aktionismus verfallen, sondern erst wenn ich meine, dass es wichtig ist, jetzt zu handeln. Aber ich bin noch ganz weit davon entfernt, etwas zu tun."

Trotziger Trainer

So muss es in erster Linie der Trainer Beierlorzer richten. "Wir werden weiter arbeiten und lassen uns nicht entmutigen. Wir gehen unseren Weg weiter. Selbstmitleid nützt uns nichts", gab sich der Coach trotzig. "Wir müssen hart an den Dingen arbeiten, die wir verbessern müssen."

Am kommenden Spieltag gastiert der Effzeh beim FC Schalke 04, der nach vier Siegen in Folge aktuell die Mannschaft der Stunde ist. Hoffnung allerdings macht da ein Blick in die Statistik der jüngeren Vergangenheit: Bei den letzten vier Gastspielen auf Schalke blieb der 1. FC Köln mit drei Siegen und einem Unentschieden ungeschlagen. Setzen die Domstädter diese Serie fort, hätte Stephen King übrigens auch dafür den richtigen Titel: "Revival". (Foto: imagoimages/Jürgen Schwarz)

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