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Saisonrückblick

FC zwischen Champions-League und Totalausfall

Nach turbulenter Saison mit Trainer- und Geschäftsführerwechsel, mit neuem Vorstand, zwei Horrorserien und einem Quartal des Erfolgs erreichte der 1. FC Köln sein Saisonziel Klassenerhalt. Am Ende war es Platz 14 und graues Mittelmaß. Langweilig war es rund um die Geißbockelf trotzdem nie. Unser Rückblick.

Von Tobias Gonscherowski

Wenn es stimmt, dass der letzte Eindruck einer Saison jener ist, der in Erinnerung bleibt, dann gute Nacht, 1. FC Köln. Die Art und Weise wie sich die Mannschaft in der finalen Partie der Spielzeit 2019/20 bei Werder Bremen präsentierte, war verheerend. Mit 1:6 gingen die Kölner an der Weser beim Tabellen-Vorletzten unter, der zuvor nur eins von 16 Heimspielen gewonnen hatte und dabei nur neun Tore erzielt hatte.

Die Leistung der FC-Profis grenzte an Arbeitsverweigerung und Wettbewerbsverzerrung, weil sie damit aktiv in den Abstiegskampf eingriffen. Der FC ermöglichte den Bremern genau jenen Sieg mit fünf Toren Vorsprung, den Werder brauchte, um auch bei einem Unentschieden des Konkurrenten Düsseldorf in Berlin an der Fortuna vorbeizuziehen. Zum Glück für den sportlichen Wettbewerb vermasselten es die Düsseldorfer selbst.

"Wir haben letzte Woche unser Ziel erreicht, da fällt die Spannung ab. Ich werde nicht auf meine Mannschaft einhacken", kommentierte Markus Gisdol den Auftritt seiner Elf. "Aber wir haben heute kein gutes Spiel gemacht, es ist uns nicht gelungen, unsere normale Leistung abzurufen."

Schonungslose Analyse nötig

Der Trainer hatte schon einen Großteil der bereits schwachen Leistungen seines Sieglos-FC in den neun Partien zuvor schöngeredet. Das aber ist der falsche Ansatz. Nach diesem desaströsen Saison-Endspurt mit zehn erfolglosen Spielen am Stück muss eine schonungslose Analyse auf den Tisch. Denn dass die Kölner es viel besser können, haben sie in den Monaten Dezember bis Februar gezeigt.

 

So bleiben von dieser Saison auf der sportlichen Seite eine schlimme Startserie mit nur acht Punkten aus den ersten 14 Spielen, ein Zwischenhoch auf Champions-League-Niveau mit acht überzeugenden Dreiern aus zehn Partien u.a. gegen die (damaligen) Europacup-Anwärter Leverkusen, Wolfsburg, Freiburg und Schalke sowie eine 5:0-Gala bei Hertha BSC. Und dann folgte die Gruselbilanz in den zehn Geisterspielen unter Corona-Bedingungen zum Abschluss.

Umschwung gelungen

Am Ende kann den Kölnern egal sein, dass sie zwei Drittel ihrer am Ende 36 Punkte in gerade einmal zehn Partien geholt haben. Was zählt, ist der Klassenerhalt, der noch im Dezember beinahe utopisch anmutete. Mit dem neuen Tandem an der Spitze der sportlichen Leitung bestehend aus Horst Heldt als Geschäftsführer und Markus Gisdol als Cheftrainer gelang dem FC der sportliche Umschwung.

Doch die Euphorie der spektakulären Anfangserfolge im Winter ist längst verflogen. Die uninspirierte und oft lustlose Abwicklung der letzten Spiele lässt für die Zukunft nicht viel Gutes erwarten. Statt aber mit seiner Mannschaft Tacheles zu reden, ging der Trainer auf Kuschelkurs. Das mag bei den verwöhnten Profs gut ankommen, leistungsfördernd war es nicht.

Wirklich der Richtige?

So dürfte schon bald wieder die Skepsis aufkommen, ob Gisdol der richtige Mann als dauerhafte Lösung auf den Trainerposten ist. Erst recht wenn man hört, dass der Club offenbar bei der bevorstehenden Verlängerung des ohnehin noch gültigen Arbeitspapiers des Coaches eine Abfindungsklausel einbauen will. Das spricht nicht gerade dafür, dass die Vereinsgremien restlos von Gisdol überzeugt sind.

Der Trainer kann für sich aber zurecht reklamieren, dem bei seinem Dienstantritt im November am Boden liegenden Verein wieder neues Leben eingehaucht zu haben. Dank der Siegesserie war der Klassenerhalt praktisch nach dem 24. Spieltag in trockenen Tüchern. Das ist eine Leistung, die hoch einzuschätzen ist. Auch vor dem Hintergrund, dass es hinter den Kulissen des Traditionsvereins mächtig knirschte.

Erst wurde der alte Vorstand um Präsident Werner Spinner mit vielen Nebengeräuschen und gegen den Willen der Vizepräsidenten Toni Schumacher und Markus Ritterbach abgewählt. Dann erwies sich Achim Beierlorzer als Fehlbesetzung auf dem Trainerposten. Und schließlich hatte auch Manager Armin Veh keinen Bock mehr auf Köln. In dieser Gemengelage ist der spätere Klassenerhalt als Erfolg zu bewerten.

Neue Männer braucht der Klub

Zudem ist es Gisdol gelungen, die Mannschaft zu verjüngern. Altgediente Recken wie Marco Höger oder Marcel Risse spielten kaum noch eine Rolle. Stattdessen starteten junge Talente wie Noah Katterbach, Ismail Jakobs oder Jan Thielmann durch. Von den Neuzugängen erwiesen sich Sebastiaan Bournaw, Kingsley Ehizibue, Ellyes Skhiri sowie die Winterleihen Mark Uth und Toni Leistner als Verstärkungen.

Ob Uth und Leistner allerdings gehalten werden können, ist noch unklar. Sicher ist nur, dass der FC seinen nach der Rückkehr einiger Leihspieler reichlich aufgeblähten 36-Mann-Kader abspecken muss. Auf Horst Heldt wartet in den kommenden Wochen noch viel Arbeit. (Foto: imago images/Eduard Bopp)

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