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2:3 gegen Dortmund

Der FC geht zu hohes Risiko und verliert

 

Die schöne Erfolgsserie ist gerissen. Nach zehn Punkten aus vier Spielen ohne Niederlage hat es den 1. FC Köln wieder erwischt. Gegen Borussia Dortmund und Ex-Trainer Peter Stöger setzte es eine unnötige 2:3-Heimniederlage nach einem großen Spiel. Von einem Rückschlag wollte dennoch niemand etwas wissen.

Von Tobias Gonscherowski

Es war ein tolles Spiel, das sich die beiden Traditionsvereine am Freitagabend lieferten: Viel Spektakel, noch mehr Emotionen und mit dem Doppelpacker Michy Batshuayi ein neuer Star am Dortmunder Fußballhimmel. Und am Ende hatten die aufopferungsvoll kämpfenden Kölner unglücklich mit 2:3 verloren, weil sie in der Schlussphase, bei einem eigenen Freistoß in einen Dortmunder Konter gelaufen waren, den BVB-Sorgenkind Andre Schürrle mit einem abgefälschten Schuss ins Kölner Tor abschloss.

Peter Stögers Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte verlief für den BVB-Coach erfolgreich, weil Dortmund in der Offensive mehr Durchschlagskraft besaß. Der Österreicher selbst wurde vom Kölner Publikum mit vereinzelten Pfiffen begrüßt, ließ sich aber davon nicht den Abend vermiesen. Er war sichtbar erleichtert über das erste Erfolgserlebnis der Borussia im neuen Jahr und voller Lob für die Geißbockelf.

"Der FC hat nicht wie ein Absteiger gespielt. Leider Gottes haben sie einiges (an Punkten) aufzuholen. Sie haben schon einiges gut gemacht. Wenn sie so auftreten mit der Leidenschaft, auch mit der Qualität und Kampfbereitschaft, ist der Klassenerhalt natürlich möglich", sagte Stöger. "Es wird noch ein schwerer Gang. Ich hoffe, dass sie es mit dem Trainer schaffen. Das würde ich mir wünschen."

Spiel auf Augenhöhe 

Die Kölner wiederum boten ihren Fans wieder ein großartiges Spiel auf Augenhöhe mit dem Champions-League-Teilnehmer. Zweimal glichen sie durch Simon Zoller und Jorge Mere einen Rückstand aus. Wieder spielte die Ruthenbeck-Elf bedingungslos auf Sieg und ging volles Risiko. Zu viel Risiko.

Am liebsten wollte man von der Tribüne runter an den Spielfeldrand laufen und dem Trainer und seiner Mannschaft einbläuen, dass sie eben nicht jedes der selbst ausgerufenen Endspiele gewinnen muss. Und dass der Klassenerhalt nicht mit zehn Siegen schon nach dem 30. Spieltag eingetütet werden muss. Das wäre zwar schön, ist aber sehr unwahrscheinlich.

Die Kunst wird darin bestehen, konstant bis zum letzten Spieltag zu punkten und kaum ein Spiel zu verlieren. In der vergangenen Saison, in der der Effzeh den Einzug nach Europa perfekt machte, holte die Mannschaft in der Hinrunde 26 Punkte, bei sechs Siegen, acht Unentschieden und nur drei Niederlagen. Dreht man die Anzahl von Siegen und Unentschieden um, würde man also in der Rückrunde acht Dreier und sechs Remis einfahren, wäre man schon bei den wahrscheinlich erforderlichen 30 Punkten. Es bedarf also gar nicht einmal eines so unermesslich großen Fußballwunders. Und der FC hat bereits in etwa bewiesen, dass er es kann.

Die Brechstange ist falsch 

Das aber haben weder Trainer, noch Sportdirektor, noch Mannschaft verinnerlicht. "Wir brauchen Siege, selbst bei einem Unentschieden hätte ich gesagt, das ist zu wenig", meinte Trainer Stefan Ruthenbeck. "Du musst so viele Punkte aufholen, dass du im Endeffekt immer auf Sieg gehen musst. Wir müssen schauen, dass wir gewinnen", behauptet Manager Armin Veh. "Uns helfen nur Siege, das ist auch klar. Wir müssen ein gewisses Risiko gehen und in solchen Situationen alles nach vorne werfen", glaubt Keeper Timo Horn.

Falsch! Es muss eben nicht immer mit der Brechstange Alles oder Nichts gespielt werden. Das geht vielleicht mal wie im Derby gegen Borussia Mönchengladbach gut. Aber nicht auf Dauer. Dazu hat der FC auch seit vielen Jahren viel zu wenig von der Hop-oder-Top-Mentalität einer erfolgreichen Pokalmannschaft. Ein Punkt gegen Dortmund wäre wertvoll gewesen, genauso wie es vor Wochen ein Remis gegen Freiburg gewesen wäre. Schon fehlen wieder zwei Punkte mehr zum Wunder. Und das ist unnötig.

Kontrolle verloren 

"Wir waren definitiv zu euphorisch und haben die Kontrolle verloren. Es fehlt die Balance, an der müssen wir arbeiten", analysierte der Coach richtig. "Das Spiel gibt uns Kraft für die nächsten Aufgaben", glaubt Ruthenbeck dennoch. "Das Spiel war kein Rückschlag", behauptet Timo Horn. Dafür müssen aber nun die richtigen Schlüsse gezogen werden.

Es gilt jetzt, bei etwas mehr kühlem Kopf und weniger überbordender Leidenschaft Punkt für Punkt aufzuholen und eine solide Basis für den Endspurt zu legen. Am Ende werden die besten Nerven gefragt sein, ein großes Selbstvertrauen wird dann benötigt, das aus vielen Spielen mit nur ganz wenigen Niederlagen erwachsen ist. Schon jetzt permanent Harakiri zu spielen, wird am Ende ganz sicher im Abstieg münden. Ganz abgesehen davon, hat man diese Option eh noch nach dem 27. oder 28. Spieltag. (Foto: imago/Mika)

 

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