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"Können stolz darauf sein"

1. FC Köln setzt auf dem Platz Zeichen gegen Chaos im Club

Der Vorstand des 1. FC Köln bröckelt, das Team dagegen liefert eine erstklassige Leistung ab: Mit einem 5:1 gegen Bielefeld gaben Trainer und Mannschaft die richtige Antwort und setzten der Vereinsführung ein Zeichen.

Von Tobias Gonscherowski

Die Profis des 1. FC Köln haben mit dem 5:1 gegen Arminia Bielefeld auf dem Platz die richtige Antwort gegeben. Hochkonzentriert und engagiert ging die Mannschaft von Markus Anfang von der ersten Minute an zu Werke. Man merkte ihr deutlich an, dass sie ein Zeichen setzen wollte. Ein Zeichen an die Konkurrenz, aber auch ein Zeichen an die handelnden Personen in der Führungsetage des eigenen Clubs.

Denn die hatten in den letzten Tagen kein gutes Bild abgegeben. Armin Veh, der Geschäftsführer Sport, hatte mit seinen Bemerkungen vor einer Woche nach dem Sieg in Ingolstadt über ein "irreparables Problem" im Verein den ganzen Wirbel auslöst. Er schoss massiv gegen den eigenen Präsidenten - auch wenn er ihn namentlich nicht erwähnte.

Denn die neugierig gewordene Presse recherchierte die Hintergründe und fand heraus, dass der Präsident Werner Spinner vor zwei Wochen die Vizepräsidenten Toni Schumacher und Markus Ritterbach dazu drängen wollte, entweder den Trainer Markus Anfang oder die Geschäftsführer Veh und Alexander Wehrle zu feuern. Der Eindruck vom Tollhaus FC machte die Runde. Erst der Rücktritt Spinners führte zu einer vorläufigen Deeskalation.

"Versuchen, unseren Job zu machen"

An der Mannschaft ging der ganze Zoff nicht spurlos vorbei. Bei einem Misserfolg gegen Bielefeld hätte es einen weiteren Flächenbrand geben können. "Wir haben auf dem Platz eine gute Antwort auf das Chaos gegeben", gab Johannes Geis ehrlich zu. "Natürlich beeinflusst es einen, weil man es mitbekommt und in der Zeitung liest. Wir versuchen, unseren Job zu machen."

Das gelang der Truppe "richtig gut", wie der Trainer befand. "Ich möchte ein Riesenkompliment an meine Mannschaft und jeden Einzelnen aussprechen. Nicht nur an die, die gespielt haben, sondern auch an alle Spieler, die im Kader sind und die Mannschaft Woche für Woche auf die Spiele vorbereiten. Das war ein richtig gutes Spiel der Jungs. Wir können stolz darauf sein", sagte Markus Anfang ohne konkret auf die erschwerten Rahmenbedingungen unter der Woche zu verweisen.

"Heute hat man gesehen, dass keiner die Nebengeräusche im Verein zu nah an sich herangelassen hat", war auch Vizekapitän Marco Höger erleichtert. Mit dem aus zuvor drei siegreich bestrittenen Spielen in Folge neu getankten Selbstvertrauen fegte der Effzeh über einen völlig überforderten Gast aus Ostwestfalen hinweg, der mit diesem 5:1 noch gut bedient war.

 

Herausragendes Offensivspiel

Herausragend war wieder einmal das Offensivspiel des 1. FC Köln, bei dem Superstar Anthony Modeste zunächst auf der Bank Platz nehmen musste. Der Franzose sah wie das Sturmtrio aus Jhon Cordoba, Dominick Drexler und Simon Terodde die Arminia-Defensive auseinander nahm. Cordoba und Drexler trafen einmal, Terodde schnürte einen Dreierpack.

Es waren die ersten Tore von Terodde seitdem die Spielgenehmigung für Modeste vorliegt und der Franzose mit vier Treffern in vier Spielen dem Toptorjäger der 2. Bundesliga den Rang abzulaufen drohte. Jetzt schlug Terodde im hochspannenden teaminternen Duell mit seinen Saisontreffern 24 bis 26 zurück, die seine Torflaute der letzten vier Partien beendete.

"Es ist eigentlich egal, wer da vorne spielt", gab sich Johannes Geis diplomatisch. "Jhon ist ein Arbeitstier. Simon und Tony sind die Vollstrecker. Es wäre unfair, jemanden zu bevorzugen. Jeder hat es gut gemacht, wir brauchen alle drei."

Moderation des Kampfes um die Plätze

Der Trainer moderiert den Kampf um die Plätze aktuell sehr gut. Alle Stürmer kommen zu ihren Einsatzzeiten und Erfolgserlebnissen. Diesmal wechselte Anfang Cordoba aus mit der Begründung. "Wir müssen auch gucken, dass wir alle auf ein Level bringen. Tony braucht Spielzeit. Deshalb haben wir gewechselt. Und Jhon hatte schon vier gelbe Karten. Er ist daher gefühlt selber Schuld, weil er beim Torjubel schon so oft sein Trikot ausgezogen hat."

Anfang ließ erstmals Terodde und Modeste gemeinsam für 30 Minuten auf dem Platz. Das Experiment funktionierte in Ansätzen gut. Immerhin fielen noch zwei weitere FC-Treffer in dieser Konstellation, wobei Terodde an diesem Tag allerdings eindeutig mehr starke Szenen hatte als Modeste.

So hat der FC die Tabellenführung in der 2. Liga ebenso behauptet wie seinen Vier-Punkte-Vorsprung auf den Relegationsplatz. Am kommenden Sonntag gastieren die Kölner beim MSV Duisburg, gegen den es im Hinspiel eine 1:2-Heimpleite gab. Das sollte die Sinne schärfen. Und es wird auch nötig sein, denn beim 1. FC Köln im Frühjahr 2019 muss man immer wieder auf weitere Überraschungen gefasst sein. (Foto: imago/Chai v. d. Laage)

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