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Effzeh, was tun?

1. FC Köln: Horrortrip, "Schnauze voll" und zu Recht im Keller

Ach du dickes Ei, 1. FC Köln - es sieht ganz traurig aus für die Geißbockelf. Der FC ist wie auf einem Horrortrip, die Fans haben "die Schnauze voll" und der Trainer bilanziert: "wir stehen zu Recht dort unten". Effzeh, was tun?

Von Tobias Gonscherowski

Der Horrortrip des 1. FC Köln geht weiter. Nach dem 0:2 im Rheinderby bei Fortuna Düsseldorf und damit der dritten Pflichtspielniederlage in neun Tagen verharrt die Geißbockelf auf dem vorletzten Tabellenplatz. Die Stimmung wird immer ungemütlicher, die Fans skandierten lautstark, dass sie "die Schnauze voll" haben.

Der Vorstand sagt nichts, der Geschäftsführer Sport bleibt stumm, die meisten Spieler suchen wortlos das Weite. Der 1. FC Köln gibt in diesen trüben November-Tagen kein allzu gutes Bild ab. Nur der Trainer stellt sich tapfer und beantwortet ausführlich die immer unangenehmer werdenden Fragen.

Achim Beierlorzer weiß, dass es ab sofort um seinen Job geht. Denn seine bisherige Bilanz als Cheftrainer des 1. FC Köln ist desaströs. Sieben Punkte aus zehn Bundesliga-Spielen, schon sieben Niederlagen plus das Pokalaus beim Viertligisten Saarbrücken. So langsam gehen dem sympathischen Franken die Argumente aus.

Wo Vertrauen gespürt wird

Trotzdem beteuerte er nach der neuerlichen bitteren Niederlage, das "Vertrauen von Armin Veh zu spüren". Das Problem ist allerdings, dass Armin Veh selbst wohl bald in Köln Geschichte ist und seine Tage gezählt sind. Ein vereinbarters Interview mit Sky ließ er platzen. Einen Kommentar zum Spiel gab es von Veh wie schon am Dienstag in Saarbrücken ebenfalls nicht.

Am Rande des Derbys sagte sein Geschäftsführer-Kollege Alexander Wehrle, dass der FC die Nachfolge Vehs bald geregelt haben und zum Rückrundenstart den neuen starken Mann präsentieren wolle. Aktuell aber scheint der 1. FC Köln gelähmt und führungslos zu sein. Der neue Vorstand hält sich bedeckt, und Veh hat sich durch die Bekanntgabe, seinen auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern, selbst "enteiert".

Alles schon mal dagewesen

Die Situation weist inzwischen frappierende Parallelen zur Gruselsaison 2017/18 auf. Im Herbst 2017 reagierte der Vorstand viel zu spät auf die sportliche Talfahrt, der Manager Jörg Schmadtke war weg und der Trainer Peter Stöger fühlte sich allein gelassen. Nach dem 14. Spieltag wurde er damals entlassen. Jetzt zwei Jahre später ist die Ausgangslage nicht viel besser.

 

Stöger hatte damals 2017 immer wieder betont, wie schwer es ist, die angeschlagene Mannschaft wieder aufzurichten. "Es fehlt in den Spielen nicht viel, aber es fehlt immer etwas", hatte der Österreicher oft gesagt. Bei Beierlorzer hörte es sich nach der Derbypleite in Düsseldorf so an: "Es sind nur Nuancen, die fehlen. Kleine Nuancen, große Wirkung."

Die Probleme sind die gleichen geblieben. "Wenn wir die Tore so einfach kriegen, wir unsere Chancen nicht machen und wir von den Schiedsrichtern momentan auch nicht sonderlich glücklich behandelt werden, dann reicht es im Moment nicht", weiß Beierlorzer. Sein gandenloses Fazit: "Wir stehen zu Recht dort unten, das ist Fakt."

Die Unterschiede der Konkurrenten

In Düsseldorf konnte man die Unterschiede der beiden Abstiegskandidaten deutlich ausmachen. Die Fortuna nahm den Abstiegskampf an, sie spielte giftiger, gewann die wichtigen Zweikämpfe und war vor dem Tor entschlossener. Dem rheinischen Rivalen reichten ein paar helle Momente, um dem FC zwei Tore einzuschenken und den Sieg dann weitgehend ungefährdet nach Hause zu fahren.

Die Kölner dagegen vergaben ihre wenigen Chancen kläglich. Und ein Gegentor wie das zum 0:2 sollte noch nicht einmal eine C-Jugend-Mannschaft fangen. Bei einer eigenen Ecke agierte der Effzeh ohne jede Absicherung und war so weit aufgerückt, dass ein einziger Befreiungsschlag der Düsseldorfer ausreichte, damit der noch in der eigenen Hälfte gestartete Fortuna-Stürmer Erik Thommy völlig alleine auf Timo Horn zusteuern und gekonnt abschließen konnte.

"So spielt ein Absteiger" höhnte der Fortuna-Anhang anschließend in Richtung FC-Block. Ausgerechnet den Gegner führte Beierlorzer nach dem Spiel als Positivbeispiel an, dass die Kölner Lage keineswegs aussichtslos sei. "Letztes Jahr standen sie da, wo wir jetzt stehen. Und dann ziehen sie die letzten drei Spiele vor der Winterpause und sind raus dem Quark. Es ist also möglich", glaubt der FC-Trainer.

Optimistisch bleiben

Wie es besser werden soll? "Trainieren und Arbeiten. Herbeireden können wir es nicht", so Beierlorzer. Freie Tage will er der Mannschaft nicht streichen. "Das macht keinen Sinn. Wir haben dann zwei Tage, um uns auf das wichtige Heimspiel gegen Hoffenheim vorzubereiten. Das wird eine schwere Aufgabe. Aber es ist viel möglich. Wir müssen nur daran glauben und dürfen uns nicht verunsichern lassen. Das ist momentan das Schwierigste." Der Coach bleibt also optimistisch, während sich um ihn herum Untergangsstimmung ausbreitet. Was soll er aber auch Anderes tun? (Foto: imago image/Chai v. d. Laage)


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