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Geißbockchaos

1. FC Köln, "es ist zum Kotzen", findet Stadionsprecher Trippel

Nach dem 1:2 gegen die TSG Hoffenheim herrscht weiter Krisenstimmung am Geißbockheim - einschließlich personeller Konsequenzen: Armin Veh ist nicht mehr Geschäftsführer Sport. Und was ist mit dem Trainer? Folgt Beierlorzer Veh auf dem Fuße? "Es ist zum Kotzen" fand Stadionsprecher Michael Trippel.

Von Tobias Gonscherowski

Sekunden nachdem die Gäste aus Hoffenheim in der 8. Minute der Nachspielzeit den 2:1-Siegtreffer erzielt hatten, brachte der Stadionsprecher die Situation des 1. FC Köln treffend auf den Punkt. "Es ist zum Kotzen", schnauzte Michael Trippel in sein Mikrofon, noch bevor er seiner Chronistenpflicht nachkam und den Siegtorschützen verkündete. Diese verbale Entgleisung passt in das Gesamtbild der Domstädter. Nichts geht mehr.

Und alles deutet darauf hin, dass nun das große Stühlerücken am Geißbockheim einsetzt. Als Erster ging Armin Veh von Bord. Nur wenige Minuten nach Abpfiff der Partie verschickte die Medienabteilung des Effzeh die Mitteilung, dass der Vertrag mit dem Geschäftsführer Sport in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst worden sei. Darin wurden die üblichen warmen Worte und ausgetauscht.

Kaschieren können die gegenseitigen Lobhudeleien allerdings nicht, dass Veh in Köln gescheitert ist. Er übergibt den Club in einem sportlich ähnlich schlechten Zustand wie zum Zeitpunkt seiner Amtsübernahme. Mit dem Unterschied, dass der FC finanziell deutlich schlechter da steht als vor zwei Jahren. In seiner Amtszeit brachte er es nicht nur fertig, den Rücktritt des Präsidenten Werner Spinner zu forcieren, sondern auch noch mit Stefan Ruthenbeck und Markus Anfang bereits zwei Trainer zu verschleißen.

Spürbar schlecht

Veh entließ Anfang nach dem 31. Spieltag der Vorsaison, als der FC drei Runden vor Schluss mit fünf Vorsprung auf Platz 1 stand. Und nun hielt er an Achim Beierlorzer fest, an einem Coach, der acht von zwölf Pflichtspielen verlor und nur zwei gewann. Das muss man erstmal schaffen. Das entspricht tatsächlich dem FC-Slogan "spürbar anders", aber es ist eher spürbar schlecht.

 

Beierlorzer derweil verlor nun auch gegen Hoffenheim. Seine neunte Niederlage im 13. Spiel. Der Coach ist ein sympathischer Mann und fleißiger Arbeiter. Doch bei all seinen Bemühungen springt leider kaum zählbarer Erfolg heraus, so sehr sich seine Mannschaft auch müht und vieles richtig macht. Neben einigen eklatanten spielerischen Mängeln gesellen sich auch fehlendes Spielglück und permanent diskusionswürdige Schiedsrichterentscheidungen zu Ungunsten der Kölner.

Diesmal mischte sich der Kölner Keller in der 7. Minute der Nachspielzeit ein, was den Schiedsrichter Robert Kampka dazu veranlasste, statt Freistoß für Köln Elfmeter für Hoffenheim zu pfeifen. Statt eines leistungsgerechten 1:1-Unentschiedens kassierte der FC die vierte Niederlage in Folge.

Nackenschläge

"Das war ein extrem bitteres Ende. Die Mannschaft hätte mehr verdient gehabt. Dieser Videobeweis trifft uns zum x-ten Mal im negativen Sinne. Es ist sehr, sehr bitter, mit welchen Nackenschlägen die Mannschaft umgehen muss", war Beierlorzer bedient. Er weiß, dass am Samstag Vorstand, Geschäftsführung und Gremien erneut über seine Zukunft beraten.

"Jetzt muss der Verein eine Entscheidung treffen, ob er mit dem Trainer Achim Beierlorzer geht. War das okay, was die Mannschaft abgeliefert hat? Oder sind es zu wenige Punkte und der Reset-Knopf muss gedrückt und ein neuer Trainer geholt werden. Ich stelle mich der Entscheidung", sagte der Coach.

Der kurzerhand zu einer Art kommissarischen Geschäftsführer Sport aufgestiegene Frank Aehlig fasste die Personalie Beierlorzer wie folgt zusammen: "Die Situation ist schwierig, aber nicht prekär. Wir können das noch korrigieren. Wir müssen jetzt bewerten, ob wir eine Änderung auf der Trainerposition vornehmen wollen – ob uns das reicht, was wir jetzt gesehen haben."

Das für Samstag vorgesehene Training wurde bereits abgesagt. Aehlig weiter: "Wir wollen mit allen Beteiligten sprechen, mit dem Trainerteam, mit den Spielern. Dann werden wir zügig zu einer Entscheidung kommen. Es macht Sinn, nicht heute Abend irgendwelche Parolen rauszuhauen, sondern eine Nacht nicht darüber zu schlafen und dann Gespräche zu führen." All das deutet wohl eher auf die Trennung von Beierlorzer hin. (Foto: imago images/Chai v. d. Laage)

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