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Schauspiel taucht ein in die dunklen Seiten des Internets

„Silk Road“: Der Markt für Waffen, Drogen und Sex-Sklaven

Über die Seidenstraße – „Silk Road“ – kamen jahrhundertelang wertvolle Waren aus Fernost nach Europa. Auch im Internet gibt es so einen Handelsweg, über den vor allem Drogen, falsche Pässe, Waffen und Auftragskiller gehandlet werden. Unkontrollierbar sei er, heißt es. In ihrer neuen Bühnenproduktion nimmt Angela Richter dieses „Darknet“ unter die Lupe.

Von Jürgen Schön 

Was das Darknet ist? So genau weiß es der einfache Internet-Nutzer auch nach gut 90 Minuten immer noch nicht. Erfunden hat es ein US-Student, der nichts Böses im Sinn hatte und dafür zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Ein Prozess, den das Ensemble kurz nachspielt. Das Ensemble – das sind Malte Sundermann, Judith Rosmair, Justus Maier, Guido Lambrecht und Yuri Englert.

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Doch wie kommt man als Nicht-Nerd ins Darknet? Und warum kann der FBI es nicht hacken? Fragt sich der Zuschauer und wartet vergebens auf Antwort. Deren Fehlen aber wird gewitzt übertüncht. Da wuseln zwei Geheimagenten durch den Glühbirnen-Dschungel – Symbol sowohl für menschliche Neuronen als auch die Verknüpfungen in einem Computer (Bühnenbild: Katrin Brack) – und kalauern zur Freude des Publikums ihre Erklärungen. Und wenn Opium von Bayer als das beste Produkt auf dem dunklen Markt angepriesen wird, sorgt das für Heiterkeit.

Ohr und Auge kommen auf ihre Kosten

Ohr und Auge kommen auf ihre Kosten: mit Musik von Johann Strauß, Beethoven, Mozart und Britney Spears. Damit man die Akteure besser sieht, dürfen sie sich im strahlenden Persil-Weiß durchs die dunkle Seite des Internets bewegen. Immer wieder werden Ausschnitte aus einem Interview eingespielt, das Richter mit Edgar Snowdon in Moskau geführt hat (damit’s auch jeder versteht, wird die deutsche Übersetzung zu Beginn ausgeteilt). Aus dessen Überlegungen entwickelt die Autorin und Regisseurin ein buntes Kaleidoskop über die Möglichkeiten und Gefahren des Internets – ein Kaleidoskop, das über die Zerfahrenheit dieses Stücks hinwegträgt.

So kann Rosmair nicht nur als steppender Affe, sondern vor allem als verstümmeltes Sex-Spielzeug brillieren: Als achtjähriges Mädchen wurde sie in eine virtuelle willfährige und käufliche Sexsklavin für die perversesten Wünsche verwandelt – eine wahrlich düstere Vision. Oder bietet das Internet die Möglichkeit, einmal die Gehirne aller Menschen zu verbinden? Dann würde der Mensch, dessen Körper vergänglich ist, ewig leben. Vorausgesetzt, man passt den vereinten Geist regelmäßig neuen Betriebssystemen an. Aber das wäre ein neues Theaterstück. Für „Silk Road“ gab’s erstmal kräftigen Premierenbeifall.

„Silk Road – Ein Ausflug auf die Tote Seite des Darknet“ – weitere Termine: 6. , 13., 20. und 29. Mai, jeweils 20 Uhr, Schauspiel Köln, Depot 2 im Carlswerk, Schanzenstr. 6-20, 51063 Köln-Mülheim. Tickets online bestellen

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